... rund 15.500 Mitarbeiter in 30 Ländern. Verteilt über 46 Produktionsstandorte erzielte das an der Frankfurter Börse gelistete Unternehmen im dritten Quartal 2011 einen Umsatz von 2,3 Mrd. EUR. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 4,8 Mrd. EUR gehört der Leverkusener Konzern zum MDAX®. Als Anbieter von Premium Produkten teilt sich das Kerngeschäft in die Bereiche Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Kunststoffen, Kautschuken, Spezialchemikalien und Zwischenprodukten.
Im Wesentlichen sind es drei Bereiche, die die Leverkusener derzeit optimistisch stimmen. Hierbei handelt es sich um die aktuelle Finanzlage des Konzerns, die Wachstums-/ Investitionsaussichten und die Konzentration auf innovationsgetriebene und auch höher margige Produkte. Bereits vor der am 22.03.2012 mit Spannung erwarteten Bilanzpressekonferenz deutete der Vorstandsvorsitzende Heitmann ein Fortschreiben der Erfolgsgeschichte an. Bereits im vierten Quartal konnte Lanxess das angestrebte Rekordergebnis von mehr als 1 Milliarde EUR EBITDA vor Sondereinflüssen überschreiten. Für die Aktionäre hielt Heitmann ein weiteres Bonbon bereit und festigte die Erwartungshaltung, die Aktionäre an so genannte "Dividendentitel" wie Lanxess haben. Mittelfristig hält der Konzern an seinem Ziel von 1,4 Mrd. EUR EBITDA vor Sondereinflüssen fest.
Als gutes Beispiel für eine auch weiterhin investitionsgetriebene Strategie könnten drei neue Produktionsanlagen in Indien genannt werden, die mit 70 Mio. EUR Investitionskosten und 300 neuen Arbeitsplätzen die Präsenz von Lanxess in den Wachstumsmärkten der Schwellenländer unterstreichen. 2011 investierte Lanxess rund 600 Mio. EUR in Sachanlagen. Bereits heute stehen die Schwellenländern für 35% des globalen Geschäftes. Auch Amerika und Südamerika spielen in groben Investitionsplanungen eine wichtige Rolle für die Zukunft. Obwohl Lanxess laut eigenen Angaben Übernahmen in einer Größenordnung von 1 Milliarde EUR stemmen könnte, ist bisher keine Übernahme dieser Größenordnung in Sicht. Da ein Drittel des Wachstums aus Akquisitionen generiert werden soll, könnte ein Ausbleiben auch die Ertragslage negativ beeinflussen.
Die Umstellung auf innovationsgetriebene und höher margige Produkte könnte für den Konzern zum Erfolgsfaktor werden. Die Kautschuk- und Kunststoffaktivitäten gelten als stärkster Wachstumstreiber, wohingegen die Automobil- und Reifenindustrie für rund 40% der Erlöse verantwortlich ist.
Auch wenn es seitens des Unternehmens zur Zeit wenig Sorgen trotz steigender Rohstoffkosten gibt, könnten sich diese negativ auf die Ertragslage und den Aktienkurs von Lanxess auswirken, sofern es dem Unternehmen nicht gelingen sollte, steigende Kosten an den Markt weiterzugeben.
Bei einem aktuellen Kurs von 51,68 EUR bewerten derzeit 20 Analysten bei Bloomberg die Lanxess Aktie mit "KAUFEN" und 9 Analysten mit "HALTEN". 4 Analysten auf Bloomberg setzen Lanxess auf "VERKAUFEN". Das 12-Monats-Kursziel auf Bloomberg liegt bei 54,83 EUR.
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