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Wird Japan seine Probleme in den Griff bekommen?
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Wird Japan seine Probleme in den Griff bekommen?
Die hohen Verschuldungsraten vieler Staaten gehören derzeit zu den meistdiskutierten wirtschaftlichen Problemen. In mittlerweile regelmässigen Abständen erscheinen revidierte Ausblicke der Ratingagenturen oder gar Herabstufungen der Bonität hochverschuldeter Staaten. Die Rolle der Zentralbanken und welche sie in diesem Umfeld spielen wird immer kritischer gesehen. Japan gehört dabei schon seit über zehn Jahren zu den Ländern mit der höchsten Verschuldungsrate. Rund 237% des jährlichen Bruttoinlandsproduktes betrage laut öffentlicher Statistiken die Schuldenlast des Staates zum Ende dieses Jahres. Dabei ist die Verschuldungsrate in den vergangenen Jahren im Schnitt immer weiter gewachsen. Im Vergleich zur EU im Durchschnitt mit rund 85% und den USA mit etwa 107% sitze Japan damit auf einem noch weitaus höheren Schuldenberg als die übrige westliche Welt. Ende Oktober berichteten Medien von einer drohenden Zahlungsunfähigkeit Japans. Der Grund hierfür sei, dass Japan seinen Haushalt schon seit Jahren fast zur Hälfte über die Aufnahme neuer Schulden finanziere. Dies erfolgt wie üblich über die Ausgabe neuer Staatsanleihen. Für das laufende Jahr würde der Haushalt Ausgaben i.H.v. 90,3 Billionen Yen (ca. 885 Mrd. EUR) vorsehen, aber in der Staatskasse seien nur 46,1 Billionen Yen an Steuer- und sonstigen Einnahmen vorhanden. Durch Ausgabe neuer Anleihen würde das Finanzministerium rund 38,3 Billionen Yen zur Haushaltsfinanzierung erhalten wollen. Allerdings blockiere die Opposition zurzeit das entsprechende Gesetz, welches den Staat zu einer weiteren Auktion berechtigen würde. Sollte keine weitere Neuverschuldung möglich sein, drohe dem Staat spätestens Anfang Dezember die Zahlungsunfähigkeit, so heißt es in einem Bericht der FAZ. Unabhängig davon könnte dem Land bald eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit drohen. Standard & Poor's habe bereits vor einiger Zeit diese Möglichkeit bekannt gegeben. Die Folge einer solchen Herabstufung könnte ein Anstieg der Risikoprämien neuer Anleihen sein, was die Schuldenspirale nur noch verschlimmern würde, da die Zinslast für den Staat sich dadurch vergrößert. Indes verspüre die japanische Zentralbank, trotz ihrer formellen Unabhängigkeit enormen Druck von politischer Seite. Die japanische Geldpolitik sei mit einem Leitzins von 0% bis 0,1% ohnehin schon sehr locker. Nun habe die Bank of Japan vergangene Woche ihr Anleihekaufprogramm um weitere 11 Billionen Yen auf insgesamt 90 Billionen Yen erhöht. Diese Öffnung der Geldschleusen sehe man als weiteren Schritt im Kampf gegen die im Land herrschende Deflation und die drohende Rezession. Laut Angaben der Bank of Japan werde man weiterhin geldpolitisch intervenieren, um das Ziel einer Inflation von 1% zu erreichen und damit die Deflation zu stoppen. Den Ausblick bezüglich der Wachstumserwartungen senkte die Zentralbank dabei von zuvor 2,3% auf lediglich noch 1,5%. Für 2013 solle das Wachstum bei 1,6%, in 2014 nur noch bei 0,6% liegen. Anleger, welche von einem weiteren Absinken des Wirtschaftswachstums in Japan und einer negativen Auswirkung der Zunahme der finanziellen Probleme des Staates auf die Wirtschaftslage ausgehen, könnten eine Investition in Produkte auf den EUR/JPY oder USD/JPY in Erwägung ziehen, welche diese Marktmeinung umsetzen. Anleger sollten beachten, dass wie aus den oben stehenden Ausführungen deutlich wird, die Entwicklung der Wechselkurse von einer Vielzahl volkswirtschaftlicher und politischer Faktoren abhängt. Wechselkurse können sich auch immer anders entwickeln als ein Anleger es erwartet, was zu Verlusten führen kann. Long MINI-FUTURES auf den EUR/JPY Wechselkurs
Long MINI-FUTURES auf den EUR/JPY Wechselkurs
Long MINI-FUTURES auf den USD/JPY Wechselkurs
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