28.06.2013 09:37
Bewerten
 (0)

E.ON: Erholung in Sicht?

X-markets-Kolumne: E.ON: Erholung in Sicht? | Nachricht | finanzen.net
X-markets-Produktkolumne
Nicolai Tietze
In der jüngeren Börsengeschichte gehörten die Titel der beiden deutschen Energieversorger E.ON und RWE zu den größten Enttäuschungen im Leitindex DAX.
Angesichts der Herausforderungen, die die Versorger spätestens seit der deutschen Energiewende und der Abschaltung einiger gewinnbringender Atomkraftwerke meistern müssen, scheint dies wenig verwunderlich zu sein. Allerdings scheinen die Zeiten großer Verluste vor allem bei dem E.ON-Papier vorbei zu sein.

In der ersten Jahreshälfte legte die Aktie eine Seitwärtsbewegung hin, so dass es berechtigte Hoffnungen gibt, dass das Schlimmste überstanden sein könnte und Investoren auf eine mögliche Erholung spekulieren könnten. Aufgrund der anhaltenden Kursschwäche der vergangenen Jahre kann die E.ON-Aktie zumindest mit einer günstigen Bewertung aufwarten. Bevor Anleger jedoch auf ein mögliches Comeback setzen, gilt es zu beachten, dass sich das Papier im bisherigen Jahresverlauf lediglich seitwärts bewegte, während der DAX im Mai auf ein neues Allzeithoch klettern konnte.

Zudem ist es noch nicht abzusehen, ob und wie lange es dauert, bis die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen der Düsseldorfer Früchte tragen werden. Neben dem Abbau von 11.000 Arbeitsplätzen – etwa 6.000 davon in Deutschland will das Unternehmen verstärkt in den Ausbau erneuerbarer Energien investieren. Zudem will sich E.ON unabhängiger von dem europäischen Heimatmarkt machen. Dabei sollen die Einnahmen aus den Verkäufen von Geschäftsbeteiligungen in Europa unter anderem in den Ausbau des Geschäfts in den wachstumsstarken Märkten und den Schuldenabbau fließen.

Dass dem Unternehmen noch ein weiter Weg bevorsteht, zeigte sich zuletzt unter anderem an den Ergebnissen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2013. Zwischen Januar und März lag das Ergebnis vor Zinsen Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bei 3,6 Mrd. Euro nach 3,8 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Beim nachhaltigen Konzernüberschuss, der für die Ermittlung der Dividende maßgeblich ist, ging es in der gleichen Zeit von 1,7 Mrd. Euro auf 1,4 Mrd. Euro nach unten. Im Gegensatz dazu konnten die Umsatzerlöse im ersten Quartal marginal von 35,7 Mrd. Euro im Vorjahr auf nun 35,9 Mrd. Euro gesteigert werden. Zudem konnte E.ON weitere Fortschritte beim Schuldenabbau verbuchen. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung des E.ON-Konzerns betrug zum Stichtag 31. März 2013 insgesamt 31,6 Mrd. Euro. Sie verbesserte sich damit gegenüber dem Wert zum Jahreswechsel um 4,4 Mrd. Euro.

Im Zuge der Vorlage der Geschäftsergebnisse für das erste Quartal konnte E.ON die Prognose für das Gesamtjahr 2013 trotz der Belastungen aus der deutschen Energiewende, der Kosten für die Umstrukturierungsmaßnahmen und der schwächelnden europäischen Konjunktur bestätigen. Allerdings hatten Düsseldorfer die Finanzmärkte kurz zuvor mit geringeren Gewinnerwartungen verschreckt. Demnach erwartet der Konzern für 2013 ein EBITDA zwischen 9,2 bis 9,8 Mrd. Euro, nachdem 2012 ein Wert von 10,8 Mrd. Euro erreicht werden konnte. Für den nachhaltigen Konzernüberschuss erwartet E.ON ein Ergebnis zwischen 2,2 und 2,6 Mrd. Euro, gegenüber 4,2 Mrd. Euro im Jahr 2012.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse bei der E.ON-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DE7U7D) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,39, die Knock-Out-Schwelle bei 9,30 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DX30SH, aktueller Hebel 3,29; Knock-Out-Schwelle bei 14,85 Euro) auf fallende Kurse bei der E.ON-Aktie setzen.

Stand: 25.06.2013

Bei den in diesem Dokument enthaltenen Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Finanzanalyse, welche nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen unterliegt. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die hierin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Teams der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Nachrichten zu E.ON SE

  • Relevant
  • Alle
    6
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu E.ON SE

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
27.03.2017EON SE HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
24.03.2017EON SE HoldCommerzbank AG
24.03.2017EON SE HoldKepler Cheuvreux
21.03.2017EON SE Equal-WeightMorgan Stanley
21.03.2017EON SE buyGoldman Sachs Group Inc.
21.03.2017EON SE buyGoldman Sachs Group Inc.
17.03.2017EON SE buyDeutsche Bank AG
17.03.2017EON SE OutperformMacquarie Research
17.03.2017EON SE buyGoldman Sachs Group Inc.
16.03.2017EON SE overweightJP Morgan Chase & Co.
27.03.2017EON SE HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
24.03.2017EON SE HoldCommerzbank AG
24.03.2017EON SE HoldKepler Cheuvreux
21.03.2017EON SE Equal-WeightMorgan Stanley
20.03.2017EON SE NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
17.03.2017EON SE ReduceKepler Cheuvreux
17.03.2017EON SE VerkaufenDZ BANK
15.03.2017EON SE ReduceKepler Cheuvreux
15.03.2017EON SE VerkaufenDZ BANK
03.02.2017EON SE UnderperformMerrill Lynch & Co., Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für E.ON SE nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Heute im Fokus

DAX im Plus -- Deutsche Bank in den USA zu weiterer Millionenstrafe verurteilt -- EU blockiert Fusion von Deutscher Börse und LSE -- STADA korrigiert vorläufige Jahreszahlen -- Ströer, Tesla im Fokus

Unzufriedene Anleger schicken Scout24-Aktie auf Tief seit November. UBS-Analyst: Nur unter diesen Bedingungen kann die Apple-Aktie auf 200 Dollar steigen. SolarWorld verspricht bis 2019 wieder schwarze Zahlen. Mercedes und VW rufen in China fast eine Million Autos zurück. Premierministerin May unterzeichnet historischen Brexit-Antrag.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Hier macht Arbeiten Spaß
Die besten Arbeitgeber weltweit
KW 12: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 12: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Der bayerische Handelsverband rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Lebensmittelverkäufe über das Internet. Wäre das auch was für Sie?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
AURELIUS Equity Opp. SE & Co. KGaAA0JK2A
Deutsche Bank AG514000
CommerzbankCBK100
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
Apple Inc.865985
EVOTEC AG566480
Allianz840400
BayerBAY001
E.ON SEENAG99
Nordex AGA0D655
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750
Infineon Technologies AG623100
SAP SE716460