16.01.2013 09:49
Bewerten
 (1)

Solarworld: Starke Nerven sind weiter gefragt

Nachdem sich der Star-Investor Warren Buffett dazu entschlossen hatte, in die kriselnde Solarbranche ...
... zu investieren, konnte die Aktie des deutschen Solarmodulherstellers Solarworld einen beeindruckenden Jahresstart hinlegen. Trotz Buffetts Engagement und der Aussicht darauf, dass die Europäische Union im Mai oder Juni Strafzölle auf chinesische Importe von Solarmodulen erheben könnte, dürfte es dennoch wohl zu früh sein, einen generellen Wendepunkt zum Guten in der Solarindustrie auszurufen. Zu sehr wiegen die generellen Probleme der Branche, die zu hohen Verlusten und vielen Pleiten bei den einstigen Vorzeigeunternehmen geführt haben.

Da Warren Buffett als der möglicherweise größter Investor unserer Zeit gilt, genießen seine Investitionstätigkeiten in der Regel große Aufmerksamkeit in der Finanzwelt. Somit sorgte die Investition von 2,5 Mrd. US-Dollar in ein kalifornisches Solarprojekt der Firma Sunpower bei vielen Anlegern für Hoffnungen auf bessere Zeiten für die Solarunternehmen. Immerhin konnte der als „Orakel von Omaha“ bezeichnete Investor in der Vergangenheit mit Hilfe seiner antizyklischen Strategie große Erfolge feiern. Allerdings könnte allein die Tatsache, dass sich Buffett nicht direkt an einem Unternehmen aus der Branche beteiligt hat dafür sprechen, dass auch er nicht gerade mit einer baldigen Renaissance des gesamten Sektors rechnet. Die Branche hat nämlich immer noch mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Dabei haben insbesondere die Solarmodul-Hersteller aus China mit Hilfe hoher staatlicher Subventionen den Weltmarkt mit Photovoltaikanlagen fluten und somit für einen enormen Preisverfall sorgen können. Während die europäische Politik, allen voran Deutschland, bemüht ist die anfänglichen Subventionen für die Industrie zurückzufahren, können sich die chinesischen Hersteller immer noch auf staatliche Hilfen verlassen. Dazu gehören nicht nur günstige Kredite, sondern auch die Abschottung des heimischen Marktes gegenüber der ausländischen Konkurrenz. Wie prekär die Situation für die Firmen immer noch ist, zeigt die Tatsache, dass selbst die chinesischen Hersteller nicht von dem weltweiten Preisverfall für Solarmodule verschont bleiben und ohne sie staatlichen Hilfen aller Voraussicht nach nicht am Markt bestehen könnten.

Zwar sagte Solarworld-CEO Frank Asbeck zu Beginn des Jahres in einem Interview mit Bloomberg.com, dass er bereits für Mai oder Juni mit Strafzöllen für chinesische Importe durch die EU-Kommission rechnet. Allerdings dürften auch solche Zölle nicht die Probleme der europäischen und amerikanischen Hersteller lösen. Somit sollten sich Investoren ein Investment in der Solarbranche genau überlegen. Mit der anhaltenden Krise haben sich sehr niedrige Bewertungen ergeben, die einen solchen Einstieg günstig machen könnten. Gleichzeitig könnten die niedrigen Bewertungen und hohen Schwankungsbreiten der Kurse der Unternehmen der Branche vergleichsweise hohe Renditechancen in relativ kurzer Zeit bieten. Es gilt jedoch zu beachten, dass sich die gesamte Branche immer noch in einer Konsolidierungsphase befindet, bei der es noch einige Unternehmenspleiten, aber auch Übernahmen geben dürfte. Daher ist es noch nicht abzusehen, welche Unternehmen am Ende tatsächlich zu den Gewinnern eines harten Konkurrenzkampfs zählen werden.

Spekulative Anleger, die trotz der weiterhin herrschenden Probleme in der Solarbranche steigende Kurse bei Solarworld erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DX4S0A) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 2,22, die Knock-Out-Schwelle bei 1,10 Euro. Wer aber als spekulativer eher short orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DE0EWY, aktueller Hebel 0,79; Knock-Out-Schwelle bei 3,00 Euro) auf fallende Kurse der Solarworld-Aktie setzen.

Stand: 14.01.2013

Bei den in diesem Dokument enthaltenen Informationen handelt es sich um eine Werbemitteilung und nicht um eine Finanzanalyse, welche nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen genügt und keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen unterliegt. Die Meinungen können von Einschätzungen abweichen, die in anderen von der Deutsche Bank veröffentlichten Dokumenten, einschließlich Research-Veröffentlichungen, vertreten werden. Die hierin enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.

Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Teams der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Artikel empfehlen?

Nachrichten zu SolarWorld

  • Relevant1
  • Alle1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

RSS Feed

Analysen zu SolarWorld

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
01.04.2014SolarWorld verkaufenIndependent Research GmbH
20.03.2014SolarWorld SellWarburg Research
29.11.2013SolarWorld verkaufenIndependent Research GmbH
29.11.2013SolarWorld haltenDeutsche Bank AG
20.08.2013SolarWorld verkaufenIndependent Research GmbH
22.01.2013SolarWorld kaufenHot Stocks Europe
18.10.2011SolarWorld kaufenÖko Invest
20.09.2011SolarWorld kaufenÖko Invest
23.08.2011SolarWorld kaufenÖko Invest
15.08.2011SolarWorld overweightHSBC
29.11.2013SolarWorld haltenDeutsche Bank AG
04.02.2013SolarWorld haltenCitigroup Corp.
16.11.2012SolarWorld holdDeutsche Bank AG
08.11.2012SolarWorld holdDeutsche Bank AG
20.08.2012SolarWorld neutralCitigroup Corp.
01.04.2014SolarWorld verkaufenIndependent Research GmbH
20.03.2014SolarWorld SellWarburg Research
29.11.2013SolarWorld verkaufenIndependent Research GmbH
20.08.2013SolarWorld verkaufenIndependent Research GmbH
19.06.2013SolarWorld verkaufenWarburg Research
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für SolarWorld nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt mit kräftigem Gewinn -- Dow Jones mit neuem Rekord -- Apple startet Verkauf der neuen iPhones - Ukraine bittet USA um Waffen -- Zalando will aus eigener Kraft wachsen -- Apple im Fokus

Euro legt zu. MIFA - Umsatz rückläufig. Handelsstart für Alibaba-Aktie erwartet. Daimler präzisiert Prognose. Solon beantragt erneut Insolvenz. Telekom baut Innovationsabteilung um - Hunderte Stellen fallen weg. Frankreich droht erneute Rating-Abstufung durch Moody's. Osram-Beschäftigte wehren sich gegen Stellenabbau.

Themen in diesem Artikel

Welche US-Aktien könnten zum Jahresende hin steigen?

Welches Unternehmen erzielte bislang das größte Emissions- volumen?

Milliarden IPO: Kaufen Sie sich Alibaba-Aktien oder andere Produkte auf Alibaba?

Anzeige