von Wolfgang Raum, ZertifikateJournal
Philips ist im zweiten Quartal tief in die roten Zahlen geschlittert. Unterm Strich steht ein Verlust von 1,35 Milliarden Euro. Im Vorjahr erwirtschafteten die Niederländer noch einen Überschuss von 262 Millionen Euro. Schuld an dem Fiasko sind außerplanmäßige Abschreibungen. Die Bilanzen wurden um 1,39 Milliarden Euro bereinigt. Die Säuberungsaktion betraf nahezu alle Sparten, am stärksten wurde der Gesundheitssektor abgestraft. Hier betrug die Korrektur satte 824 Millionen Euro.
Der Umsatz ist ebenfalls rückläufig: Nach 5,3 Milliarden Euro im zweiten Quartal 2010 stehen jetzt noch 5,2 Milliarden in den Büchern. Verantwortlich sind eine geringere Nachfrage nach Konsumelektronikartikeln und die instabilen Devisenmärkte. Bereits im Juni hatte der Elektronikkonzern eine Gewinnwarnung ausgegeben.
Angesichts dieser Entwicklung hat der Vorstand ein striktes Sparprogramm verabschiedet. Der Umfang: 500 Millionen Euro. Spätestens 2013 soll sich die Hungerkur auf die Margen auswirken. Zusätzlich wurde ein Aktienrückkauf in Höhe von zwei Milliarden Euro beschlossen.
Das sollte bei den Investoren für neues Vertrauen sorgen. Nach einer monatelangen Talfahrt (rund 30 Prozent binnen Jahresfrist) hat sich die Aktie im Bereich um 17 Euro stabilisiert. Hier könnte sich ein neuer Boden ausbilden. Dazu passt auch die Fundamentalbewertung. Denn mit einem KGV von zehn bezogen auf das kommende Geschäftsjahr und einer Dividendenrendite von 4,3 Prozent ist die Aktie abgesichert.
Somit bietet sich ein gutes Umfeld für Discountzertifikate. Die UBS liefert ein passendes Vehikel. Bei dem Rabattpapier sind 14,9 Prozent oder 12,1 Prozent jährlich drin (ISIN: DE 000 UB9 RBN 8), wenn die Aktie am Laufzeitende im September 2012 über der Marke von 17 Euro notiert. Dazu reicht es aus, dass die Aktie ihr aktuelles Kursniveau (17,31 Euro) knapp behaupten kann. Der Discount von aktuell 14,9 Prozent sorgt gleichzeitig dafür, dass Anleger in rund 14 Monaten erst ab Kursen unter 14,80 Euro in die Miesen rutschen. So tief notierte die Aktie seit Mitte 2009 nicht mehr.

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Wer es etwas offensiver angehen will, für den kommt ein Discountzertifikat von Vontobel (ISIN: DE 000 VT1 Z44 6) mit Cap bei 18 Euro in Betracht. Hier muss der Basiswert jedoch noch um rund vier Prozent steigen. Gelingt dies, gibt es die Maximalrendite von 18,1 Prozent oder 15 Prozent jährlich.
In die Verlustzone rutschen Anleger am Laufzeitende im September 2012 erst bei Kursen unter 15,24 Euro.
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