von Wolfgang Raum, ZertifikateJournal
Die Immobilienmärkte sind im Jahr 2007 in eine tiefe Krise geraten. Auslöser war die Entwicklung in den USA. Der deutsche Immobilienmarkt stand zwar nach der Krise ebenfalls erheblich unter Druck. Allerdings wurde er nicht so kräftig abgestraft, da die Preise im Vorfeld auch nicht in den Himmel geschossen waren.
Die Angst vor einer Inflation infolge der Subprime-Krise, drohende Staatspleiten und die zwischenzeitlich sehr unsichere Lage an den Kapitalmärkten sorgen allerdings für eine Flucht in Sachwerte. Neben Gold ist der Immobiliensektor ein Profiteur. Dies zeigt der HPX Hedonic-Gesamtindex, der über das Vorkrisenniveau geklettert ist. Er beruht auf realen Immobilientransaktionen, sein Stand wird monatlich von der Hypoport AG veröffentlicht.
Die Aktienkurse der in Deutschland gelisteten Immobilientitel konnten von dieser Bewegung bislang kaum profitieren. Abzulesen ist dies am DIMAX Deutschland-Index, der aus neun Werten besteht. Schwergewicht mit rund 27,7 Prozent ist die Deutsche-Euroshop-Aktie, gefolgt von GSW Immobilien (20,9 %) und Deutsche Wohnen
(14,6 %). Der Index verlor auf Jahressicht 16 Prozent. Zum Vergleich: Der DAX liegt in dieser Zeitspanne „nur“ rund acht Prozent im Minus.
Dies zeigt, dass hier erheblicher Nachholbedarf vorhanden ist. Der Tracker (ISIN: DE 000 DR3 WZU 8) der Commerzbank, der sich auf die Total-Return-Variante des Barometers bezieht, eignet sich daher als Indexinvestment für Langfristanleger.
Die schwache Performance des DIMAX liegt auch daran, dass das Indexschwergewicht, die Euroshop-Aktie, zuletzt eher seitwärts lief. Dabei sind die letzten Nachrichten positiv. Nach drei Quartalen des Geschäftsjahres 2011 konnte die Gesellschaft, die an 19 Einkaufscentern in Deutschland, Polen, Österreich und Ungarn beteiligt ist, ihre Ziele leicht nach oben revidieren.
Insbesondere das Osteuropa-Engagement (Stichwort: Ungarn) sorgt aber bei den Anlegern für Zurückhaltung. Mit einem Bonuszertifikat lassen sich eine weitere Seitwärtsbewegung der Aktie und die Dividendenrendite von 4,5 Prozent in eine attraktive Seitwärtsrendite wandeln. Ein spannendes Papier kommt von Macquarie (DE 000 MQ3 RDR 1). Sofern die Barriere bei 20 Euro (Abstand: 24,9 Prozent) bis zum Dezember 2012 nicht verletzt wird, wird das Papier im Januar 2013 zu 30,80 Euro zurückbezahlt. Das ergibt eine Bonusrendite von 8,9 Prozent oder 9,7 Prozent jährlich. Mehr wird es nicht, denn auf Höhe des Bonusniveaus ist ein Cap eingezogen.
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