von Wolfgang Raum, ZertifikateJournal
Anfang Juli hatte die Sixt-Stammaktie bei 20,76 Euro noch ein zyklisches Hoch erreicht, das man seit gut vier Jahren nicht mehr gesehen hatte. Im Zuge der jüngsten Marktturbulenzen stürzte das Papier dann binnen weniger Tage bis auf 11,83 Euro ab.
Fundamentale Gründe für die Korrektur gab es allerdings nicht. So ist es nicht verwunderlich, dass der Titel in den Folgetagen Erholungstendenzen zeigte und aktuell immerhin wieder über 15 Euro notiert.
Flankiert wurde der kleine Kursaufschwung von guten Halbjahreszahlen. Bei Deutschlands größtem Autovermieter blieben in den ersten sechs Monaten 50,2 Millionen Euro hängen. Dies entspricht nahezu einer Verdopplung des Gewinns gegenüber dem Vorjahr. Trotz dieser Zahlen wollte sich Konzernlenker Erich Sixt aber nicht zu einer Anhebung der Prognosen hinreißen lassen. Dem erfahrenen Chef ist das Marktumfeld zu unsicher, zudem will er eher positiv als negativ überraschen.
Die Halbjahreszahlen zeigen aber, dass Sixt auf dem richtigen Weg ist. Der Autovermieter hat sich von unrentablem Geschäft getrennt, daher war der Umsatz um 0,5 Prozent auf 755,8 Millionen Euro rückläufig. Diesen Weg will das Unternehmen auch in den kommenden Monaten beschreiten. So dürfte sich die Erholung des Aktienkurses weiter fortsetzen. Preise im Bereich von 20 Euro sind mit Blick auf die kommenden Monate realistisch.

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Allerdings kann das Marktumfeld dieser These schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Daher bieten sich Bonuszertifikate an. Ein renditestarkes, aber trotzdem gut gepuffertes Papier kommt von Macquarie (ISIN: DE 000 MQ3 RVF 8). Bis September 2012 erzielen Anleger damit eine Bonusrendite von 14,8 Prozent pro Jahr, sofern die bei zehn Euro platzierte Schwelle (Abstand: 36,6 Prozent) unverletzt bleibt. Mehr wird es nicht, denn auf Höhe des Bonusniveaus von 20,25 Euro ist ein Cap eingezogen. Das Aufgeld von rund elf Prozent ist akzeptabel.
Es gibt von diesem Papier bei Macquarie auch eine defensivere Variante, die eine attraktive Rendite verspricht (ISIN: DE 000 MQ4 6YL 6). Es läuft bis Januar 2013. Die Barriere bei neun Euro bietet über 40 Prozent Puffer, die Bonusrendite liegt bei 9,2 Prozent pro Jahr. Mehr gibt es auch hier nicht, denn die Renditechance wird ebenfalls durch einen Cap auf Höhe des Bonusniveaus von 18,20 Euro begrenzt. Das Aufgeld beträgt lediglich 2,3 Prozent. Somit erleiden Anleger auch bei einem Schwellenbruch keine überproportionalen Verluste.
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