Kurse + Charts + RealtimeNews + AnalysenFundamentalUnternehmenzugeh. WertpapiereAktion
Kurs + ChartChart (groß)NewsBilanz/GuVDividende/HVZertifikateDepot/Watchlist
Times + SalesChart-AnalyseAnalysenSchätzungenTermineOptionsscheinemyHome
BörsenplätzeChartvergleichKurszieleVergleichProfilKnock-OutsSenden/Drucken
OrderbuchRealtime StuttgartFundamentalanalyseRatingInsidertradesFondsInvestmentreport
HistorischRealtime PushmyNewsAusblickim ForumAnleihen
Kaufen
Verkaufen

21.04.2013 03:00

Senden
von Gian Hessami, €uro am Sonntag

ZERTIFIKATE VERGLEICHEN

Renditekiller: Kosten über Gebühr

UBS zu myNews hinzufügen Was ist das?



Renditekiller: Kosten über Gebühr
Diverse Nebenkosten schmälern die Erträge bei Zertifikaten. Wo Anleger sparen können und warum zu viel Sparsamkeit der falsche Weg ist.

von Gian Hessami, Euro am Sonntag

Wer sein Geld in Finanzprodukte investiert, sollte sich vorher genau ansehen, welche Nebenkosten mit dem Investment verbunden sind. Denn was nutzt die beste Performance, wenn unterm Strich die Gebühren einen großen Teil der Gewinne wieder auffressen? Gerade bei Zertifikaten kann ein zweiter Blick viel wert sein. Der deutsche Markt bietet rund eine halbe Million Anlagezertifikate — der Preisvergleich lohnt sich.

Beim Zertifikatehandel entstehen neben den üblichen Depot- und Transaktionskosten weitere Kosten. Vor dem Handelsstart an der Börse verlangen die Emittenten in der Zeichnungsfrist häufig einen Ausgabeaufschlag (Agio), der in der Regel zwischen einem und drei Prozent des Nennwerts liegt. Nach der Emission entfällt das Agio. Stattdessen zahlen Anleger am Sekundärmarkt den Spread der Papiere, also die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs. Es gilt die Faustregel: Ein Spread von 0,5 Prozent ist günstig, ein Spread von über einem Prozent ist teuer.

Das Management kostet extra
Wenn der Emittent die Zusammensetzung des Zertifikats (etwa bei einem Basket oder Index) aktiv verwaltet, kommt ein weiterer Kostenfaktor hinzu: die jährlich anfallende Manage­mentgebühr. Sie beträgt zumeist zwischen 0,5 und 1,5 Prozent des Anlagekapitals. Da jedoch die meisten Papiere passiv verwaltet werden, fallen nur selten Managementgebühren an.

Darüber hinaus können Zertifikate Vertriebsprovisionen enthalten. Dieses Entgelt bekommen die Vertriebspartner der Emittenten für den Verkauf der Papiere. Im Endeffekt werden die Zertifikate dadurch für Anleger teurer. Mittlerweile müssen die Emittenten die Provision offenlegen. Informationen dazu finden sich in den obligatorischen Produktinformationsblättern (PIB), die auch auf den Internetseiten der Emittenten abrufbar sind.

Der Vergleich lohnt sich Auch nach der Emission steckt die Provision noch im Produktpreis. Sie wird bis zum Laufzeitende Stück für Stück herausgepreist. „Die Vertriebsprovision, die am Sekundärmarkt für verkaufte Produkte anfällt, liegt in der Regel zwischen jährlich 0,5 und einem Prozent“, sagt Florian Roebbeling vom Institut für Zertifikate-Analyse (IZA).

Auch hier lohnt sich der Vergleich; nicht alle Papiere enthalten Vertriebs­provisionen. „Es kann sogar sein, dass ein Emittent zwei identische Produkte anbietet, wobei eines davon eine Provision enthält, das andere aber nicht“, so Roebbeling.

Neben den offensichtlichen Kosten gibt es noch einen anderen Kostenfaktor. „Eine Gebühr, die Anleger nicht sehen, ist der Preis für die Strukturierung des Produkts“, sagt Simon Ullrich, leitender Analyst von Scope Analysis. So könne es sein, dass für ein und dieselbe (im Produkt enthaltene) Option die eine Bank mehr verlangt als die andere. Dadurch entstehen zwei unterschiedliche Verkaufskurse.

Anleger haben nun zwei Möglichkeiten. Entweder sie suchen sich mehrere Produkte mit identischen Ausstattungen heraus und vergleichen die Preise. Oder aber sie bitten ihren Bankberater, sich einmal beim Emittenten über den tatsächlichen Wert der in dem Zertifikat enthaltenen Option(en) zu erkundigen.

Last but not least: Emittenten und Direktbanken bieten regelmäßig Aktionen an, bei denen Anleger weniger oder gar keine Transaktionsgebühren zahlen müssen. Darüber hinaus gibt es auch sogenannte No-Spread-Aktionen.

So wirbt etwa die UBS damit, dass Anleger „ab sofort und bis auf Weiteres“ die meisten ihrer Discount-, Bonus- und Capped Bonuszertifikate auf den DAX und den Euro Stoxx 50 ohne Bid-Ask-Spread handeln können.

Nicht nur auf die Kosten schauen
„Der Kostenfaktor allein sollte aber noch kein hinreichendes Kaufargument sein“, betont Experte Roebbeling. „Viele Anleger sind bereit, beim Emittenten ihres Vertrauens für ein Zertifikat ein paar Cent mehr zu bezahlen als beispielsweise bei einem günstigeren Wettbewerber.“ Hier zählten gute Erfahrungen mit einem Anbieter und die vermeintliche Gewissheit, dass der Emittent auch bei der Rücknahme des Produkts zum Ende der Laufzeit noch engagiert bei der Sache sei und sich dem Wettbewerb stelle.

Bildquellen: C. / Shutterstock.com

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
Kommentar hinzufügen
  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
22.04.14
SAP: UBS und Citigroup raten zum Kauf (Der Aktionär)
22.04.14
Deutsche Bank: UBS stuft Aktie ab - Kursziel massiv gesenkt (Der Aktionär)
21.04.14
Apple: Canaccord, Mizuho See FYQ2, Q3 Misses; UBS Tracks Buyback Progress (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
21.04.14
Philippines: A Bright EM Spot, UBS Raises GDP Growth Forecasts (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
19.04.14
Risikobereitschaft auf Rekordhoch (finanzen.net)
17.04.14
UBS Names U.S. Head for Complex Equities Group (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
17.04.14
Taiwan Semi Rising: Q1 Beats; UBS Ups to Buy, $140 Target (EN, The Wall Street Journal Deutschland)
17.04.14
UBS Burgdorf zügelt in einen Neubau (Finenews.ch)
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu UBS AG (N)

mehr
  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
15.04.14UBS buyGoldman Sachs Group Inc.
11.04.14UBS buyDeutsche Bank AG
31.03.14UBS overweightJP Morgan Chase & Co.
20.03.14UBS OutperformMacquarie Research
10.03.14UBS overweightMorgan Stanley
15.04.14UBS buyGoldman Sachs Group Inc.
11.04.14UBS buyDeutsche Bank AG
31.03.14UBS overweightJP Morgan Chase & Co.
20.03.14UBS OutperformMacquarie Research
10.03.14UBS overweightMorgan Stanley
05.02.14UBS haltenIndependent Research GmbH
05.02.14UBS haltenExane-BNP Paribas SA
30.01.14UBS haltenCredit Suisse Group
04.12.13UBS haltenIndependent Research GmbH
18.11.13UBS haltenCredit Suisse Group
26.08.13UBS verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
21.08.13UBS verkaufenBankhaus Lampe KG
05.02.13UBS verkaufenKepler Equities, Inc.
28.12.12UBS verkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
30.10.12UBS underperformCheuvreux SA
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für UBS AG (N) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

UBS AG (N)14,88
0,18%
UBS Jahreschart

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Anzeige

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Albig hat mit einer Forderung nach einer Sonderabgabe für Straßen für Aufsehen gesorgt.
Wenn so endlich die deutschen Straßen und Brücken saniert werden, wäre eine solche Abgabe zu unterstützen.
Die Regierung sollte endlich lernen, mit den bestehenden Einnahmen auszukommen.
Eine solche Abgabe berücksichtig weder den Umfang der Straßennutzung noch die finanzielle Situation des einzelnen Autofahrers und wäre deshalb ungerecht.
Abstimmen