01.02.2013 13:25
Bewerten
 (3)

EuroStoxx50-Zertifikat mit 3,5% Jahreszinsen und 55% Puffer

Zertifikate Report

Walter Kozubek
Express-Zertifikat mit maximaler Laufzeit von sechs Jahren
Eine neue Emittentin gibt dieser Tage ihren Einstand im deutschen Zertifikatemarkt: die DekaBank. Den meisten bisher als Kapitalanlagegesellschaft und Anbieterin großer Publikumsfonds bekannt, debütiert die DekaBank mit mehreren Aktien- und Bonitätsanleihen sowie Express-Zertifikaten in der Zeichnung. Die Bonität der DekaBank wird derzeit durch die Agenturen S&P mit A und Moody’s mit A1 eingeschätzt.

Express-Kupon von 3,5 Prozent

Der Schlussstand des EuroStoxx50 vom 8.2.13 wird als Startwert für das 3,5 Prozent EuroStoxx50 Express Plus-Zertifikat (ISIN: DE000DK9FR37) herangezogen. Auf aktuellem Handelsniveau soll dieser mit 2.700 Punkten angenommen werden. Eine Barriere wird bei 45 Prozent dieses Startwertes, d.h. 1.215 Punkten festgelegt. Unabhängig vom jeweiligen Stand des Aktienindex zahlt das Zertifikat jährlich nachträglich einen festen Kupon in Höhe von 3,5 Prozent. Sollte der Index zudem am ersten Beobachtungstag, dem 10.2.14, oberhalb des Startwertes schließen, so bewirkt der Express-Mechanismus die vorzeitige Rückzahlung des Zertifikates zu 100 Euro. Andernfalls verlängert sich die Laufzeit zunächst um ein weiteres Jahr, bevor am folgenden Beobachtungstag analog verfahren wird.

Sofern es nie zu einer vorzeitigen Fälligkeit kommt, wird am finalen Bewertungstag (8.2.19) abermals der aktuelle Indexstand mit dem Startwert verglichen. Liegt der EuroStoxx50 oberhalb der Marke von 2.700 Punkten, wird der Nominalwert von 100 Euro zurückgezahlt. Notiert der Index dagegen unterhalb des Startwertes, wird die Barriere zur Ermittlung des Rückzahlungsbetrages relevant: Sollte sie während der gesamten Laufzeit niemals unterschritten worden sein, erhalten Anleger ebenfalls 100 Euro. Beim ein- oder mehrmaligen Bruch der Barriere dagegen spiegelt der Tilgungsbetrag exakt den Verlust eines Direktinvestments im Index wider. Ein Indexstand von etwa 2.200 Punkten (d.h. ein Minus von 18,52 Prozent gegenüber dem Startwert) führt zu einer Rückzahlung von 81,48 Euro pro Zertifikat. Zur Orientierung: Die Tiefststände des EuroStoxx50 in den letzten fünf Jahren lagen bei 1.765 Punkten (März 2009) und 1.935 Punkten (September 2011). Bis zum Ende der Zeichnungsfrist am 8.2.2013 kann das Express Plus-Zertifikat mit einem Ausgabeaufschlag in Höhe von 1 Prozent gezeichnet werden.

ZretifikateReport-Fazit: Das Express Plus-Zertifikat richtet sich an Anleger, die für die nächsten sechs Jahre keine größeren Höhenflüge oder Einbrüche des europäischen Aktienmarktes erwarten: Solange der Index sich nicht halbiert, wird der Einsatz zurückgezahlt. Wer dagegen von einem Kursplus von über 21 Prozent (max. 6 x 3,5 Prozent Kupon) ausgeht, sollte auf weniger sicherheitsorientierte Produkte setzen.

Walter Kozubek ist Herausgeber des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich. Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX schließt mit kräftigem Gewinn -- US-Börsen schließen grün -- IBM mit durchwachsenen Zahlen -- Athen kratzt das letzte Geld zusammen -- Morgan Stanley, Commerzbank, VW im Fokus

Musk wollte Tesla an Google verkaufen. GE verhandelt mit Wells Fargo über Verkauf von Unternehmenskreditgeschäft. Griechische Staatsfonds müssen Barreserven an Zentralbank übertragen. China hilft Venezuela mit Milliardenkredit. Carl Zeiss Meditec mit weniger Gewinn. Nokia will zurück ins Handy-Geschäft. EZB lässt Bilanzziel fallen. Draghi: Kein Euro-Ausstieg Griechenlands. EZB: Manche Regierungen werden von Negativzinsen abgeschirmt. Athen: Rettung aus China und Russland? - Kreml reserviert.
In welchem Land gibt es die höchsten Ausschüttungen?

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Die besten Flughäfen der Welt

Umfrage

Die Lokführergewerkschaft GDL hat nach den gescheiterten Tarifgesprächen am Sonntag offiziell beschlossen, erneut zu streiken. Haben Sie dafür Verständnis?