19.02.2013 10:25
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Luxus ohne (Laufzeit-)Ende

Open End Index-Zertfiikat auf die Marktführer der Luxusbranche
„Superiore Güter mit einer Preiselastizität größer eins“ (d.h. eine überproportionale steigende Güternachfrage bei steigendem Einkommen) recht nüchtern kommt die Definition für Luxusgüter aus volkswirtschaftlichen Lehrbüchern daher. Die Branche hat dagegen allen Grund, die Champagnerkorken knallen zu lassen: Von 1995 bis 2013 hat sich das Marktvolumen auf 230 Mrd. Euro ziemlich genau verdreifacht (Quelle: Statista.com). Dies erklärt die seit Jahren anhaltende Outperformance des Sektors gegenüber marktbreiten Indizes, wie etwa dem MSCI Europe (Quelle: Vontobel). Die anhaltende steigende Nachfrage kommt dabei – wenig überraschend – aus der wachsenden Mittelschicht der Emerging Markets, insbesondere aus Asien. In der Umsatzverteilung nach Regionen liegt zwar Europa noch immer vor den USA und Asien, allerdings werden mehr als die Hälfte der europäischen Umsätze durch Touristen, allen voran Chinesen, generiert. Der Grund dafür sind die relativ hohen Import- bzw. Luxussteuern der Heimatländer.

Konstruktion als Performance Index sichert Dividenden für Anleger

Vontobel macht die Luxusgüterbranche über ein Open End Indexzertifikat (ISIN: DE000VTA3LU9) investierbar. Die unabhängige Indexberechnungsstelle Structured Solutions berechnet den Vontobel Luxury Performance-Index. Das globale Auswahluniversum beinhaltet alle Titel, deren Hauptgeschäftsfeld in der Herstellung und/oder Vertrieb von Luxusgütern besteht – es werden jedoch lediglich die Branchen Mode (Bekleidung, Schuhe, Lederwaren) sowie Accessoires (Brillen, Schmuck, Uhren) berücksichtigt. Die Marktkapitalisierung muss mindestens eine Milliarde Euro, der durchschnittliche tägliche Handelsumsatz mindestens eine Million Euro betragen.

Die zehn höchstkapitalisierten Gesellschaften bilden den Index; per 22.02.2013 gehen somit Hermes, LVMH, PPR (Frankreich), Chow Tai Fook (Hongkong), Prada (Italien), Richemont, Swatch (Schweiz), Coach, Michael Kors und Ralph Lauren (USA) gleichgewichtet an den Start. Einmal jährlich im November erfolgt die Überprüfung der Indexkriterien sowie die Neugewichtung und ggf. Anpassung des Aktienkorbes. Die Emittentin erhebt dafür eine jährliche Managementgebühr von 1,2 Prozent, die auf täglicher Basis abgeschlagen wird. Im Gegenzug partizipieren Anleger von der Konstruktion als Performance-Index, die anfallende Dividendenzahlungen reinvestiert (analog zum DAX). Bei Zeichnung bis zum 21.02.2013 wird ein Ausgabeaufschlag von 1,5 Prozent fällig.

ZertifikateReport-Fazit: Das Indexzertifikat spricht Investoren an, die transparenten und diversifizierten Zugang zur globalen Luxusgüter-Branche suchen. Die faire Konstruktion als Performance-Index lässt sie an Dividenden partizipieren. Da gut die Hälfte der Indexbestandteile außerhalb des Euro-Raumes domiziliert, wird ein (diversifiziertes) Wechselkursrisiko übernommen.

Autor: Thorsten Welgen

Walter Kozubek ist Herausgeber des ZertifikateReports und HebelprodukteReports. Die kostenlosen PDF-Newsletter erscheinen wöchentlich. Weitere Infos: www.zertifikatereport.de und www.hebelprodukte.de
Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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