20.05.2013 16:04
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Deutsche Bank will Libor-Skandal aufarbeiten

"Mit aller Härte"
Wenige Tage vor Hauptversammlung der Deutschen Bank hat Aufsichtsratschef Paul Achleitner Co-Vorstandschef Anshu Jain im Libor-Skandal den Rücken gestärkt.
"Herrn Jain ist persönlich nichts vorzuwerfen", sagte der Chefkontrolleur der Deutschen Bank der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" mit Blick auf den Investmentbanker Jain. Achleitner bekräftigte aber: "Wir arbeiten alles auf, was falsch gelaufen ist." Die Bank verzichte lieber auf ein Geschäft, "bevor wir uns hinterher Ärger einhandeln".

    Bis die Geister der Vergangenheit verjagt seien, würden Jahre ins Land ziehen, so Achleitner. "Das Problem reicht ja über das rein Juristische hinaus: Es wird geraume Zeit dauern, bis die Bankindustrie wieder das Standing und das Vertrauen aufgebaut hat, das es vorher hatte."

    In der Aufklärung des Libor-Skandals - dabei geht es um die Manipulation des von Großbanken festgelegten Zinssatzes, der als Maßstab für Geldgeschäfte in Billionenhöhe dient - sagte er Untersuchungen "mit aller Härte" zu: Es sei "völlig inakzeptabel, wenn es Versuche gegeben hat, den Zinssatz zu beeinflussen. Das muss mit aller Härte untersucht und gegebenenfalls bestraft werden". Bisher habe er jedoch nirgendwo gelesen, dass es gelungen sei, den Libor zu manipulieren. "Es wurde versucht, allein das ist inakzeptabel."

    Knapp ein Jahr nach ihrem Amtsantritt stellt sich die Doppelspitze Jain/Jürgen Fitschen der Bank auf der Hauptversammlung an diesem Donnerstag (23.5.) den Aktionären. Das Treffen in Frankfurt ist zwar nicht der erste Auftritt des neuen Führungsteams vor den Anteilseignern: Im April sah sich der DAX-Konzern zu einer außerordentlichen Hauptversammlung gezwungen, um erfolgreich angefochtene Beschlüsse der Hauptversammlung 2012 wasserdicht zu machen.

    Doch das jetzt anberaumte Aktionärstreffen ist das erste, bei dem es ausschließlich um die bisherige Bilanz von Jain/Fitschen geht. Gegenwind ist gewiss: Es liegen schon etliche Gegenanträge von Kritikern vor./rad/DP/zb

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Deutsche Bank AG
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