04.02.2013 19:55
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Athen: 434 Millionen Haushaltsüberschuss - aber ohne Zinsen

    ATHEN (dpa-AFX) - Griechenland hat 2012 nach neuesten Angaben des Finanzministeriums erstmals seit Jahren mehr eingenommen als ausgegeben, wobei allerdings Zinsen nicht berücksichtigt sind. Das Land habe einen kleinen Überschuss von 434 Millionen Euro erwirtschaftet, teilte das Finanzministerium am Montag mit. Zum Vergleich: 2011 hatte es ein sogenanntes Primärdefizit von 3,5 Milliarden Euro gegeben.

 

    Wie es weiter hieß, ist das Haushaltsdefizit 2012 - inklusive Zinsen - damit auf 6,6 Prozent der Wirtschaftsleistung gefallen. Dieses Jahr werden etwa 5,2 bis 5,4 Prozent angestrebt. Zu Beginn der schweren Finanzkrise im Jahr 2009 betrug das Defizit 15,4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP).

 

    Experten führten die positive Entwicklung darauf zurück, dass Athen seit Monaten nur noch die dringendsten Rechnungen bezahle und in allen Bereichen den Gürtel enger schnalle. Ein echter ausgeglichener Haushalt unter Berücksichtigung des Schuldendienstes stehe dagegen noch in weiter Ferne. Der Überschuss sei ein Zeichen dafür, dass die "Voraussetzungen für einen Neustart der Wirtschaft geschaffen werden", erklärte der Vize-Finanzminister, Ioannis Staikouras./tt/DP/jkr

 

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