26.09.2012 08:04
Bewerten
(0)

Libor soll in neue Hände kommen

BBA will nicht mehr: Libor soll in neue Hände kommen | Nachricht | finanzen.net
BBA will nicht mehr
Der skandalgeprüfte Leitzins im Interbankenhandel, Libor, soll eine neue Aufsicht bekommen.
Wie gut unterrichtete Kreise berichten, bereitet sich der britische Bankenverband (BBA) darauf vor, die Verantwortung über die Kennziffer abzugeben. Das wäre ein gravierender Einschnitt in der 26-jährigen Geschichte des Libor, den der BBA einst als "wichtigste Zahl der Welt" bezeichnete und der Finanzierungsgeschäfte zwischen Banken in Billionenhöhe regelt.

   Der privatwirtschaftliche Bankenverband hat den Quellen zufolge schon Anfang September in einer internen Abstimmung beschlossen, das Management des Libor künftig anderen zu überlassen. Noch ist aber unklar, wer als Nachfolger für die Überwachung in Frage kommt. Im Gespräch sind die britische Zentralbank, die im nächsten Jahr ohnehin die Aufsicht über den britischen Finanzsektor übernehmen wird. Infrage kämen aber auch das Financial Stability Board, eine internationale Finanzmarkt-Kontrollorganisation, oder die Bank für internationalen Zahlungsausgleich in der Schweiz.

   Politiker und Aufsichtsbehörden in aller Welt dringen schon seit einiger Zeit auf eine Reform des Libor, der seit Monaten im Zentrum eines massiven Finanzskandals steht. Mindestens ein Dutzend internationaler Großbanken sollen versucht haben, den Zinssatz zu manipulieren. Ermittler in den USA in Großbritannien und auch in Deutschland sind immer noch damit beschäftigt, die Machenschaften aufzuklären. Ende Juni wurde bereits die britische Barclays Bank wegen Zinsmanipulation zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Vorsitzende und der Aufsichtsratschef der Bank mussten ihre Posten räumen.

   Am Freitag will der Geschäftsführer der britischen Finanzaufsicht FSA, Martin Wheatley, außerdem neue Empfehlungen zur Zukunft des Libor vorstellen. Eine speziell einberufene Regierungskommission hatte sich zuvor mit dem Thema befasst. Wheatley hatte bereits im August deutlich gemacht, dass ein privatwirtschaftlicher, unregulierter Verband wie der BBA möglicherweise nicht das richtige Gremium sei, um eine derart wichtige weltweite Kennziffer zu kontrollieren.

   Der BBA gründete den Libor im Jahr 1986, um seinen Mitgliedern die Festlegung einheitlicher Zinsen für Konsortialkredite zu erleichtern. Die beteiligten Banken gaben dazu in regelmäßigen Abständen an, wieviel sie selbst zahlen müssen, um sich von einer anderen Bank Geld zu leihen.

Dow Jones Newswires, Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 33 AM EDT 09-26-12

Bildquellen: Gunnar Pippel / Shutterstock.com, igorstevanovic / Shutterstock.com

Sparbriefe Zinsen

  • Anlagebetrag: 10.000 Euro
  • Anlagezeitraum: 3 Jahre
  • Einlagensicherung: Auch die Europäische
  • Zinszahlung: Alle Varianten
InstitutZinssatz
Banco BNI Europa1,67%
Banco Portugues de Gestao1,60%
Key Project1,50%
Novo Banco1,45%
Haitong Bank1,45%
weitere Sparbriefe Zinssätze

Heute im Fokus

DAX unverändert erwartet -- Asiens Börsen uneinheitlich -- USA lassen weltweit nach früheren VW-Mitarbeitern fahnden -- Übernahmeziel Pfeiffer Vacuum kauft in den USA selbst zu

Trump will aus der Mauer zu Mexiko eine "Solarmauer" machen. Eurokurs legt etwas zu. Größte US-Banken bestehen Belastungstest der Fed. EU-Gipfel stellt sich nach Trumps Ausstieg hinter Klima-Abkommen. Ölpreise steigen leicht. Allianz will in Deutschland offenbar 700 Stellen abbauen.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Stabile Dividendenaktien gehören in jedes Depot!

Die Investition in ausgewählte Blue-Chip-Dividendenaktien gehört zu den sichersten Strategien, um an den Aktienmärkten langfristig ein Vermögen aufzubauen. Dividendenaktien von hochkapitalisierten Unternehmen werfen langfristig höhere Renditen als der Gesamtmarkt ab und bieten einen guten Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin drei Aktien mit stabilen und attraktiven Dividendenrenditen vor.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

In diese Unternehmen investiert Amazon
Welche Unternehmen profitieren von Jeff Bezos?
KW 24: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 24: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Nordex AGA0D655
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
AURELIUSA0JK2A
EVOTEC AG566480
E.ON SEENAG99
AMD (Advanced Micro Devices) Inc.863186
Amazon.com Inc.906866
Deutsche Telekom AG555750
BMW AG519000
Allianz840400