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07.10.2010 14:10

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Börsen in Europa am Mittag: Leicht im Plus, EZB bestätigt Leitzinsen

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Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen bewegen sich nach der Entscheidung der EZB, die Leitzinsen unverändert zu belassen, weiterhin leicht im Plus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt zur Stunde 0,30 Prozent auf 2.788,25 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 klettert um 0,27 Prozent nach oben auf 2.521,68 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 zieht um 0,20 Prozent an auf 680,60 Stellen. Die europäischen Länderbörsen liegen mehrheitlich im Plus.

Die US-Futures deuten auf eine freundlich-verhaltene Eröffnung der Wall Street hin. Aktuell gewinnen der Dow Jones Future 0,09 Prozent, der S&P 500 Future 0,13 Prozent und der Nasdaq 100 Future 0,11 Prozent. Auf der Konjunkturseite stehen in den USA heute die Zahlen zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe sowie die Zahlen zu den US-amerikanischen Verbraucherkrediten im August an.

Der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank beschloss auf seiner heutigen turnusmäßigen Sitzung, das Zinsniveau unverändert zu lassen. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, bleibt damit bei 1,00 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung bereits im Vorfeld erwartet und gehen auch für das weitere Jahr von unveränderten Zinsen aus. Heute Nachmittag steht die Pressekonferenz der EZB an, von der sich Marktteilnehmer Signale über den weiteren Kurs der EZB erhoffen. Die Bank of England hat den Leitzinssatz auf seinem historischen Tief von 0,5 Prozent bestätigt. Marktbeobachter waren im Vorfeld von dieser Entscheidung ausgegangen. Wie die britische Notenbank weiter mitteilte, wurde das Anleihen-Rückkaufprogramm im Gesamtvolumen von 200 Mrd. Britischen Pfund (GBP) ebenfalls unverändert gelassen.

Die Aktie von Marks & Spencer (MarksSpencer) gewinnt im FTSE100 3,6 Prozent hinzu. Der größte Bekleidungshändler Großbritanniens hat das Umsatzwachstum im zweiten Quartal beschleunigt, was vor allem auf gewonnene Marktanteile zurückgeführt wird. Die Erwartungen wurden dabei übertroffen. Demnach stiegen die vergleichbaren UK-Umsätze um 5,3 Prozent, während Analysten zuvor von einem Anstieg um 3,6 Prozent ausgegangen waren. Der Bierkonzern SABMiller befindet sich Presseangaben zufolge in Gesprächen zur Übernahme der afrikanischen Bieraktivitäten des französischen Getränkekonzerns Castel. Die mögliche Transaktion habe ein Volumen von 6 Mrd. Britischen Pfund (GBP). Papiere von SABMiller bewegen sich aktuell mit 0,8 Prozent im Plus. Aufschläge von knapp 2 Prozent sind bei Burberry und GlaxoSmithKline auszumachen, während Kazakhmys an letzter Position 4,5 Prozent verlieren.

Ferner geben Anteile von Air France-KLM 0,9 Prozent nach. Unternehmensangaben zufolge wurden im Berichtszeitraum insgesamt 6,328 Millionen Fluggäste befördert, was gegenüber dem Vorjahreswert von 6,237 Millionen einem Plus von 1,5 Prozent entspricht. Der Sitzladefaktor verbesserte sich auf 83,8 Prozent, nach 81,9 Prozent im entsprechenden Vorjahresmonat. Ferner geben TomTom 2 Prozent ab. An der Indexspitze bewegen sich Papiere von ArcelorMittal mit 1,4 Prozent im Plus.

Anteile von Zurich Financial Services (Zurich Financial Services (N) (Zuerich)) klettern im Schweizer SMI um 1,0 Prozent nach oben. Der Versicherungskonzern gab heute bekannt, dass er und seine Tochter Farmers Group (FGI) im Grundsatz einem vorgeschlagenen umfassenden Vergleich im Fall Fogel vs. FGI, einer am Superior Court in Los Angeles anhängigen landesweiten Sammelklage, zugestimmt haben. Die Bedingungen des Vergleichs sehen die Auszahlung einer Summe von 455 Mio. Dollar an bis zu 13 Millionen Versicherungsnehmer vor, die im Rahmen des Vergleichs anspruchsberechtigt sein könnten. Aktien von Actelion gewinnen 5,6 Prozent hinzu. Es folgen Papiere der Swiss Re (+3,3 Prozent) und Anteile von Adecco (+2,1 Prozent).

Papiere von Renault schießen im französischen CAC40 um 7,3 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen hat mit dem Verkauf von Volvo-Anteilen 3 Mrd. Euro erlöst. Auf der Gegenseite stürzen Unibail-Rodamco um mehr als 11 Prozent ab.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.788,25 (+0,30 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.521,68 (+0,27 Prozent) EURONEXT 100: 680,60 (+0,20 Prozent) FTSE 100 (London): 5.682,73 (+0,02 Prozent) CAC40 (Paris): 3.774,04 (+0,24 Prozent) MIB (Mailand): 20.730,43 (+0,79 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.759,80 (+0,56 Prozent) SMI (Zürich): 6.379,93 (+0,46 Prozent) ATX (Wien): 2.644,08 (+0,79 Prozent)(07.10.2010/ac/n/m)

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