06.12.2012 13:49
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Börsen in Europa am Mittag: Weiter im Plus, EZB lässt Leitzins unverändert

Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes legen am Donnerstag auch zur Mittagszeit zu. Dabei stützen zunehmende Hoffnungen auf eine baldige Lösung im US-Budgetstreit. Der Dow Jones EURO STOXX 50 gewinnt derzeit 0,32 Prozent auf 2.600,30 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 steigt um 0,42 Prozent auf 2.575,22 Zähler. Die europäischen Länderbörsen tendieren mehrheitlich fester.

Der Geldpolitische Rat der Europäischen Zentralbank beschloss auf seiner heutigen turnusmäßigen Sitzung, das Zinsniveau nicht anzutasten. Der zentrale 2-Wochen-Refi-Mindestbietungssatz, zu dem sich die Geschäftsbanken refinanzieren, verharrt damit bei 0,75 Prozent. Marktbeobachter hatten diese Entscheidung bereits erwartet, da es im Vorfeld keine Hinweise an die Finanzmärkte hinsichtlich eines Zinsschritts gab.

Das europäische Statistikamt Eurostat legte heute seine zweite Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal 2012 vor, wonach die Wirtschaft in der Eurozone leicht geschrumpft ist. Gegenüber dem Vorquartal sank das BIP im Euroraum (ER17) um 0,1 Prozent, während es in der gesamten Europäischen Union (EU27) um 0,1 Prozent stieg. Im zweiten Quartal war das BIP in beiden Gebieten um jeweils 0,2 Prozent gesunken. Im Vorjahresvergleich ging die Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 0,6 Prozent und in der EU27 um 0,4 Prozent zurück, während sie im Vorquartal um 0,5 Prozent bzw. um 0,3 Prozent gefallen war.

An den US-Börsen zeichnet sich heute eine uneinheitliche Handelseröffnung ab. So verbessert sich der Dow Jones Future derzeit um 0,06 Prozent. Der NASDAQ-Future gibt um 0,09 Prozent nach, während der S&P-Future 0,05 Prozent gewinnt. Aus den USA werden heute die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gemeldet.

Die Bank of England hat die Leitzinsen erneut unverändert belassen. Marktbeobachter hatten im Vorfeld mit dieser Entscheidung gerechnet. Ferner wurde das Volumen des Anleiherückkaufprogramms bestätigt. Das britische Handelsbilanzdefizit hat sich derweil im Oktober nach Angaben von National Statistics vergrößert. So kletterte das Defizit auf 9,5 Mrd. Britische Pfund (GBP), nachdem für September nur ein Passivsaldo von 8,4 Mrd. GBP ermittelt worden war. Hierbei gingen die Exporte binnen Monatsfrist um 1 Prozent auf 24,4 Mrd. GBP zurück, wogegen die Importe um 2,5 Prozent auf 34 Mrd. GBP zulegten. Im FTSE 100 rücken Standard Chartered um 1,1 Prozent vor. Das Kreditinstitut geht davon aus, im Geschäftsjahr 2012 erneut starke Ergebnisse zu erzielen. Wie aus einem Trading Update hervorgeht, wird der Konzern voraussichtlich 330 Mio. US-Dollar zur Beilegung von Vorwürfen seitens der US-Behörden zahlen. Darüber hinaus rechnet der Konzern für 2012 mit einem Wachstum der Einnahmen im hohen einstelligen Prozentbereich, wobei auf Basis konstanter Währungen ein zweistelliges Wachstum erwartet wird. Der Gewinn vor Steuern dürfte im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Ohne den Vergleich mit dem NY DFS wird eine Zunahme des Vorsteuergewinns im zweistelligen Bereich in Aussicht gestellt. An der Spitze des FTSE 100 geht es für Antofagasta um 2,7 Prozent nach oben, während sich als Schlusslicht Sage Group um 3,5 Prozent verbilligen.

Die französische Arbeitsmarktlage hat sich im dritten Quartal nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Insee verschlechtert. So erhöhte sich die ILO-Arbeitslosenquote in Europas zweitgrößter Volkswirtschaft (ohne Überseegebiete) auf 9,9 Prozent. Im zweiten Quartal war eine Quote von 9,8 Prozent ausgewiesen worden. Ferner lag die Zahl der Arbeitslosen bei 2,8 Millionen, hieß es weiter. EADS schießen als Spitzenreiter im CAC 40 um 7,1 Prozent nach oben. Der Luft- und Raumfahrtkonzern hat bereits gestern eine grundlegende Überarbeitung der Führungs- und Aktionärsstruktur bekannt gegeben. Dabei sollen u.a. Frankreich und Deutschland neue Großaktionäre des Konzerns werden. Abhängig von der Entscheidung einer außerordentlichen EADS-Hauptversammlung wird der seit Gründung des Unternehmens im Jahr 2000 geltende Aktionärspakt aufgelöst und durch eine neue, begrenzte Vereinbarung zwischen den Regierungen Frankreichs, Deutschlands und Spaniens ersetzt. Dazu haben Frankreich, Deutschland und Spanien auf eine staatliche Höchstbeteiligung geeinigt (zwölf plus zwölf plus vier Prozent). Die drei Staaten erhalten ein wechselseitiges Bezugsrecht. Die geänderte EADS-Satzung wird ferner eine Eigentums- und Stimmrechtsbeschränkung auf 15 Prozent enthalten, die weder von Einzelaktionären noch von Aktionärsgruppen überschritten werden darf. Der Anteil der in Streubesitz befindlichen EADS-Aktien wird am Ende von etwas unter 50 Prozent auf über 70 Prozent steigen. Am Indexende brechen GDF SUEZ (GDF SUEZ ) um 12,4 Prozent ein. Der Energie- und Gasversorger bestätigte zwar bereits gestern seinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2012, rechnet jedoch für die Jahre 2013 und 2014 mit schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen in Europa.

ABB (ABB) rücken um 1,1 Prozent vor. Der Energie- und Automationstechnikspezialist hat einen weiteren Großauftrag erhalten. So wurde der Konzern von Subsea 7 mit dem Bau einer Stromleitung zwischen einem neuen Öl- und Gasfeld in der Nordsee und dem norwegischen Festland beauftragt. Das Gesamtvolumen des Auftrags wurde auf 170 Mio. US-Dollar beziffert. Alle im SMI notierten Werte weisen Kursaufschläge aus. Am größten fallen diese bei Swatch Group mit 1,7 Prozent aus.

Im österreichischen Leitindex ATX finden sich auch zur Mittagszeit Wienerberger mit einem Wertzuwachs von 4 Prozent ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren wieder. Gleichzeitig notieren mit Österreichische Post, Telekom Austria, OMV und RHI vier Titel in der Verlustzone.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.600,30 (+0,32 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.575,22 (+0,42 Prozent) FTSE 100 (London): 5.910,28 (+0,31 Prozent) CAC40 (Paris): 3.600,01 (+0,26 Prozent) MIB (Mailand): 15.820,96 (-0,84 Prozent) SMI (Zürich): 6.896,06 (+0,64 Prozent) ATX (Wien): 2.339,80 (+0,94 Prozent) (06.12.2012/ac/n/m)

Nachrichten zu Airbus SE (ex EADS)

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Euro am Sonntag-Meldung
Airbus: Gerangel um Riesenflieger
Die zögerliche Haltung des Flugzeugbauers Airbus bei der Neuauflage seines Großraum-Airbus A 380 sorgt beim A 380-Hauptkunden Emirates zunehmend für Verärgerung.

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28.04.2017Airbus SE (ex EADS) buyGoldman Sachs Group Inc.
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