18.02.2013 13:29
Bewerten
(0)

Bundesbank für rechtzeitigen Ausstieg aus Niedrigzinspolitik

   (Wiederholung)

   Von Hans Bentzien

   Aus der Deutschen Bundesbank kommen erneut Warnungen vor einen zu langen Zeitraum mit Niedrigzinsen. Bundesbankvorstandsmitglied Andreas Dombret sagte in Hamburg, die niedrigen Zinsen könnten Banken zu riskanteren Investments verführen. Außerdem verlören Sparer wegen negativer Realzinsen Geld. Die Geldpolitik müsse deshalb "zum richtigen Zeitpunkt" aus dem Niedrigzinsumfeld aussteigen.

   Dombret verwies darauf, dass die Vorteile der Leitzinssenkungen aus Sicht des Bankensektors inzwischen in Nachteile umgeschlagen seien. Das niedrige Zinsniveau und verringerte Margen drücken die Banken. Hinzu komme, dass der Wettbewerb um Kundeneinlagen die Zinsmargen reduziere. Zum anderen besorgten sich Unternehmen immer häufiger Kredite unter Umgehung der Banken direkt am Markt.

   Dadurch verlieren die Banken mittel- bis langfristig Geschäft, die Ertragskraft wird belastet, die Qualität ihrer Aktivseite verschlechtert sich. "Wir werden aufmerksam beobachten, inwiefern Banken nicht Ausweichreaktionen zeigen und wieder auf vermeintlich renditestärkere, aber damit eben auch auf riskantere Engagements setzen", sagte Dombret.

   Auch aus Sicht der Sparer seien die Niedrigzinsen zunehmend problematisch: "Mittel- bis langfristig führen Niedrigzinsen damit zu einer Enteignung der Sparer. Und dies ist ein weiterer Grund, warum zum richtigen Zeitpunkt der Ausstieg aus dem Niedrigzinsumfeld stattfinden sollte", sagte Dombret.

   Das Bundesbankvorstandsmitglied kündigte außerdem eine harte Haltung im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) an: "In der Bewältigung der Staatsschuldenkrise wird sich die Bundesbank auch weiterhin dafür einsetzen, dass die richtigen Anreize gesetzt werden. Für die Geldpolitik heißt dies, den Ausstieg aus den außerordentlichen Maßnahmen nicht aus dem Auge zu verlieren und ihn auch zu vollziehen, wenn dies geboten ist."

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

   DJG/hab/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   February 18, 2013 06:59 ET (11:59 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 59 AM EST 02-18-13

Sparbriefe Zinsen

  • Anlagebetrag: 10.000 Euro
  • Anlagezeitraum: 3 Jahre
  • Einlagensicherung: Auch die Europäische
  • Zinszahlung: Alle Varianten
InstitutZinssatz
Banco BNI Europa1,67%
LIBRA Internet Bank1,61%
Banca Progetto1,50%
Novo Banco1,45%
Haitong Bank1,45%
weitere Sparbriefe Zinssätze

Heute im Fokus

Asiens Börsen mehrheitlich schwächer -- Uber meldet weniger Verlust und Umsatzsprung -- Rücksetzer bei US-Aktien: Das rät Morgan Stanley Anlegern jetzt

VW weiter gegen Hardware-Nachrüstungen. Haribos US-Werk wird mit Millionen an Steuerhilfen gefördert.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

Das sind die bestbezahlten Schauspieler 2017
Wer verdiente am meisten?
KW 33: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
K+S AGKSAG88
CommerzbankCBK100
E.ON SEENAG99
TeslaA1CX3T
EVOTEC AG566480
BMW AG519000
Amazon906866
AlibabaA117ME
ProSiebenSat.1 Media SEPSM777
Allianz840400
BVB (Borussia Dortmund)549309