-->-->
27.11.2012 08:50
Bewerten
 (2)

EZB/Praet: Keine technischen Bedenken gegen negative Zinsen

   Von Harriet Torry und Brian Blackstone

   BERLIN--Die Europäische Zentralbank (EZB) ist nach den Worten ihres Chefvolkswirts Peter Praet technisch auf negative Zinssätze vorbereitet. Allerdings sei dies eine Frage, die die EZB nicht gerne beantworte, sagte Praet. Es gebe zwar kein materielles Hindernis für einen solchen Schritt, aber dies würde sich sicherlich nicht positiv auf die Profitabilität der Banken auswirken, fügte der Belgier unter Hinweis auf begrenzte Erfahrungen mit negativen Zinsen in Dänemark hinzu.

-->

   Die EZB hält den Leitzins für Ausleihungen an Banken seit geraumer Zeit bei 0,75 Prozent. Auf Einlagen der Banken bei der EZB werden keine Zinsen gezahlt. Nach Ansicht einiger Analysten zögert die EZB, den Leitzins weiter zu senken, weil dann der Einlagensatz wegen der Anpassung des gesamten Zinsgefüges in den negativen Bereich rutschen müsste. Die Geschäftsbanken müssten also für Einlagen bei der EZB zahlen.

   Besorgt äußerte sich Praet über die Entwicklung der Geldmenge im Euroraum. Er habe Daten zur Entwicklung im Oktober gesehen, und sie bleibe recht schwach, sagte Praet. Die EZB wird die Daten am Mittwoch veröffentlichen.

   Kontakt zu den Autoren: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/sgs/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   November 27, 2012 02:43 ET (07:43 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 43 AM EST 11-27-12

Heute im Fokus

DAX geht mit Gewinnen ins Wochenende -- Dow im Minus -- Fed-Vorsitzende Yellen: Argumente für Zinsanhebung stärker geworden -- STADA, VW im Fokus

Opel-Marketing-Expertin Müller zieht in den Stada-Aufsichtsrat ein. Hapag-Lloyd-Chef: Hamburger Reederei nach Fusion wettbewerbsfähiger. Deutsche Post startet ab Montag weitere Tranche des Aktienrückkaufs. Bundesfinanzministerium sieht EZB-Anleihekäufe mit Sorge. Zwei Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich. US-Wirtschaft wächst etwas weniger als bislang ermittelt. Bundesbank: Banken drohen schärfere Regeln für riskante Geschäfte.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Welcher Darsteller verdient am meisten?
Welcher Verein hat die meisten Meistertitel?

Umfrage

Die Bundesregierung will die Bevölkerung wieder zur Vorratshaltung animieren, damit sie sich im Falle schwerer Katastrophen oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen kann. Panikmache oder begründet?
-->
-->