10.01.2013 14:16
Bewerten
 (0)

EZB belässt Leitzins bei 0,75 Prozent

   Von Andreas Plecko und Hans Bentzien

   FRANKFURT--Die Europäische Zentralbank (EZB) belässt ihren Leitzins auf dem Rekordtief von 0,75 Prozent. Das teilte die EZB nach einer turnusmäßigen Sitzung des Zentralbankrats mit. Auch den Spitzenrefinanzierungs- und Einlagensatz beließen die Währungshüter bei 1,50 beziehungsweise null Prozent. EZB-Präsident Mario Draghi wird die Beschlüsse wie gewohnt um 14.30 Uhr vor der Presse erläutern. Eine Zinssenkung war von geldpolitischen Beobachtern zwar nicht völlig ausgeschlossen, aber für eher unwahrscheinlich gehalten worden.

   Zum einen ist die Übertragung der geldpolitischen Signale nach Ansicht der EZB weiterhin gestört, zum anderen würde ein solcher Schritt entweder zu negativen Einlagenzinsen oder zu einer weiteren Einengung des EZB-Zinskorridors führen. Vor allem negative Einlagenzinsen hätten Nebenwirkungen, die die EZB wohl gerne vermeiden würde.

   Prinzipiell hatte sich der EZB-Präsident bei der Dezember-Sitzung alle Optionen offen gehalten, als er auf die Frage nach möglichen Leitzinssenkungen sagte, es habe eine "breite Diskussion" gegeben. Wegen der schwachen Wirtschaft in der Eurozone rechnen einige Experten im ersten Quartal dieses Jahres mit einer Lockerung der Geldpolitik. Einer Einengung des Zinskorridors - bei der der Einlangenzins unverändert bleibt - wird dabei die größte Wahrscheinlichkeit eingeräumt.

   Kontakt zum Autor: andreas.plecko@dowjones.com

   DJG/apo/chg

   (END) Dow Jones Newswires

   January 10, 2013 07:45 ET (12:45 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 45 AM EST 01-10-13

Heute im Fokus

DAX geht tiefrot ins Wochenende -- Wall Street im Minus -- US-Jobdaten durchwachsen -- VW verschiebt Bilanzvorlage und HV -- Rocket Internet verkleinert sich -- LinkedIn, RWE, Toyota im Fokus

Twitter schließt 125.000 Zugänge. New Jersey verklagt VW im Abgas-Skandal. Disneys Star Wars spielt zweite Milliarde im Eiltempo ein. Rückruf manipulierter VW-Wagen in Belgien ab März. Gläubiger beenden erste Kontrollrunde in Athen. Stahlwerte leiden unter Kapitalerhöhung von ArcelorMittal. Ölpreise können Gewinne nicht halten. EU offen für Libyen-Einsatz. Experten: Apple hielt 2015 zwei Drittel des Marktes bei Computeruhren. Gute Nachfrage kurbelt Geschäft von CANCOM an.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten
Diese Top 20 haben zur Verbessung der Welt beigetragen
Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Die Regulierungsvorgaben für die Vermittlung von Finanzprodukten laufen unvermindert fort. Nutzt dies letztlich dem Anleger?