07.03.2013 14:16
Bewerten
 (0)

EZB lässt Leitzinsen auf Allzeittief von 0,75 Prozent

   Von Hans Bentzien

   FRANKFURT--Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen für den Euroraum unverändert gelassen. Nach Mitteilung der EZB bleibt der Hauptrefinanzierungssatz auf seinem Allzeittief von 0,75 Prozent, wo er seit Juli 2012 steht. Auch der Spitzenrefinanzierungssatz und der Satz für Bankeinlagen bei der EZB blieben unverändert bei 1,50 beziehungsweise null Prozent. Die knapp 50 von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten fast einmütig unveränderte Leitzinsen prognostiziert.

   Die EZB dürfte nach mehrheitlicher Einschätzung von Experten trotz der anhaltenden Rezession im Euroraum und dem geringen Inflationsdruck die Zinsen bis zum Jahresende nicht mehr senken. Diese Ansicht könnte mit der Einschätzung zusammenhängen, dass die EZB selbst gegenwärtig an der Wirksamkeit noch niedrigerer Zinsen zweifelt, weil sie die Übertragung des geldpolitischen Signals für gestört hält.

   Sollte die EZB deutlich gesenkte Wachstumsprojektionen für 2013 und 2014 veröffentlichen, könnte dies allerdings Spekulationen über Zinssenkungen im laufenden Jahr wieder neue Nahrung verleihen.

   EZB-Präsident Mario Draghi wird den Zinsbeschluss in einer gegen 14.30 Uhr beginnenden Pressekonferenz erläutern. Beobachter erwarten, dass ihm dabei auch Fragen zur politischen Lage in seinem Heimatland nach dem Patt bei den Parlamentswahlen gestellt werden. Auch dürfte das noch nicht aktivierte Staatsanleihekaufprogramm (OMT) wieder starkes Interesse auf sich ziehen.

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

   DJG/hab/apo

   (END) Dow Jones Newswires

   March 07, 2013 07:45 ET (12:45 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 45 AM EST 03-07-13

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX schließt über 2 Prozent fester -- Staatsschulden: Ukraine verkauft massenweise Gold -- US-Börsen im Plus -- Chinas Notenbank senkt überraschend Leitzinsen -- Alibaba im Fokus

GDL und Bahn verhandeln weiter. Megafusion in der britischen Versicherungsbranche. Angebot an Hawesko-Aktionäre jetzt offiziell. RBS besteht Stresstest trotz Rechenfehler. Burger King schaltet im Streit um Filialen Gericht ein. Porsche vermietet seine Sportwagen künftig auch. Deutsche-Bank-CFO empfiehlt Alternative zum Sparbuch.

Themen in diesem Artikel

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind Deutschlands Global Player

träger

Umfrage

Der Gesetzentwurf zur Frauenquote in den Führungsetagen von Unternehmen stößt in der Union auf wachsenden Widerstand. Wie stehen Sie zu diesem Thema?

Anzeige