27.02.2013 09:19
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Libor-Fahnder wollen drei Verfahren zügig beilegen

Einigung möglich
Im weltweiten Skandal um manipulierte Bankenzinsen hoffen die Ermittler, noch in diesem Sommer Verfahren gegen drei europäische Banken beilegen zu können.
Das berichtet eine Person, die mit der Untersuchung vertraut ist.

   Mehr als ein Dutzend Finanzkonzerne rund um den Globus stehen noch auf der Liste der Fahnder. Mit der holländischen Rabobank Groep, der britischen Bankengruppe Lloyds und dem Börsenbroker ICAP wollen sich die Behörden aber nun zügig einigen, sagt die unterrichtete Person.

   Zuvor hatte es Gerüchte gegeben, dass sich als nächstes sicher die Deutsche Bank mit den Ermittlern wegen der Manipulationsvorwürfe einigen würde. Das erscheint nun fraglich, und einige Aufseher führen diese Verzögerung auf die deutsche Bankenaufsicht Bafin zurück, die inzwischen ebenfalls an der Untersuchung teilnimmt. Ein Sprecher der Bafin teilte mit, dass die Behörde ihre Ermittlungen zum Zinsskandal noch nicht abgeschlossen hätte.

   Der Skandal hat eines der größten Betrugsermittlungsverfahren der Geschichte ausgelöst. Dabei geht es um den Londoner Interbankenzins Libor und ähnliche Leitzinsen, die von Banken täglich auf Basis von Schätzwerten festgelegt werden. Nach Aussage der Ermittler gab es weitreichende Versuche, diese Zinssätze bewusst nach oben oder unten zu drücken.

   Vorwürfe gegen die britische Barclays Bank, die Royal Bank of Scotland und die schweizerische Bank UBS haben die Fahnder bereits gegen Strafzahlung von insgesamt rund 2,5 Milliarden US-Dollar fallengelassen. Alle drei Kreditinstitute haben zugegeben, dass Mitarbeiter die Zinsen zu manipulieren versucht hatten.

Dow Jones Newswires

Bildquellen: Vladimir Jotov / Shutterstock.com
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