10.03.2013 06:00

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von Thomas Schmidtutz, €uro am Sonntag

EUROKRISE

EZB: Keine Zinssenkung in Sicht



EZB: Keine Zinssenkung in Sicht
Geldpolitik: Ökonomen erwarten keine Kurskorrektur der EZB.

von Thomas Schmidtutz, Euro am Sonntag

Führende deutsche Volkswirte rechnen ungeachtet der anhaltenden Spekulationen im Jahresverlauf nicht mit einer weiteren Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB). „Wir gehen davon aus, dass die EZB den Leitzins bis Jahresende bei 0,75 Prozent belassen wird“, sagte der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer, dieser Zeitung. Auch der Chefvolkswirt der Postbank, Marco Bargel, und Rolf Schneider, Leiter Macro Research der Allianz Gruppe, erwarten für 2013 keine Zinsänderung.

Die Währungshüter hatten am Donnerstag den Leitzins unverändert bei 0,75 Prozent belassen, sich aber eine Hintertür offen gehalten. In den vergangenen Wochen hatten zahlreiche Beobachter eine Zinssenkung der EZB wegen der anhaltenden Rezession in der Eurozone nicht mehr ausgeschlossen. Zudem droht im hochverschuldeten Italien nach der Wahl ein politisches Patt. „Die Anleger haben das Wahlpatt und die Reformverweigerung in Italien vergleichsweise locker weggesteckt“, sagte dagegen Jörg Krämer von der Commerzbank. Zugleich sehen die Volkswirte die Wirtschaft in der Eurozone auf Erholungskurs. „Die Konjunktur im Euroraum dürfte sich im Jahresverlauf zunehmend stabilisieren“, sagt etwa Rolf Schneider von der Allianz.

Auch die Inflationsgefahr bleibt nach Einschätzung der Experten derzeit überschaubar. So wachse etwa die Geldmenge nur noch moderat, sagte Matthias Thiel von M.M. Warburg. Angesichts dessen werde der „Inflationsdruck in den kommenden zwölf bis 18 Monaten gedämpft bleiben“. 

Bildquellen: gosphotodesign / Shutterstock.com

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