12.10.2016 20:59
Bewerten
(1)

US-Notenbank Fed: Jüngste Zinsentscheidung war eine knappe Sache

FOMC-Protokoll: US-Notenbank Fed: Jüngste Zinsentscheidung war eine knappe Sache | Nachricht | finanzen.net
FOMC-Protokoll
DRUCKEN
Die jüngste Entscheidung der US-Notenbank Fed gegen eine Zinsanhebung im September stand auf der Kippe.
Die Entscheidung sei eine knappe Sache gewesen, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Protokoll (Minutes) zur jüngsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) vom 20. bis 21. September. Zudem hätten einige Mitglieder vor einem Glaubwürdigkeitsverlust der Notenbank gewarnt.

"Es wurde festgestellt, dass vertretbare Gründe sowohl für eine Zinsanhebung bei der Sitzung sprachen als auch zum Abwarten auf einige zusätzliche Informationen zum Arbeitsmarkt und zur Inflation", hieß es in dem Protokoll. Einige Fed-Mitglieder hätten zudem eine Zinsanhebung "relativ bald" als angemessen betrachtet.

SORGE UM GLAUBWÜRDIGKEIT DER FED

Eine substantielle Mehrheit der Mitglieder habe die Risiken für die US-Wirtschaft weitgehend als ausgeglichen betrachtet. Ein paar Notenbanker hätten die Risiken aber im Vordergrund gesehen. Dabei wurde auch auf das Ausland verwiesen. Unterschiedliche Ansichten habe es zum US-Arbeitsmarkt gegeben. Viele Fed-Mitglieder hätten wenige Signale für Inflationsdruck gesehen.

Aus dem Protokoll geht auch hervor, dass es innerhalb der Fed Sorge um die eigene Glaubwürdigkeit gibt. Einige Mitglieder hätten ihrer Sorge Ausdruck verliehen, dass weitere Verschiebungen einer Zinsanhebung die Glaubwürdigkeit untergraben könnten, hieß es in dem Protokoll. Dies gelte insbesondere, weil jüngste Daten den Erwartungen der Notenbank eigentlich entsprochen hätten. Viele Experten haben in jüngster Zeit kritisiert, die US-Notenbank stelle seit Monaten immer wieder Zinsanhebungen in Aussicht, um dann keine Taten folgen zu lassen.

WEITER KEIN FESTGELEGTER ZEITPLAN

Seit der Zinsentscheidung vom September haben sich einige US-Notenbanker zu Wort gemeldet. Die Fed-Vorsitzende Janet Yellen hatte vor dem Finanzdienstleistungs-Ausschuss des US-Repräsentantenhauses betont, es gebe keinen festgelegten Zeitplan für eine Erhöhung des Leitzinses.

Der Präsident der regionalen Notenbank von Richmond, Jeffrey Lacker, sprach sich kürzlich für Leitzinsanhebungen zur Vermeidung einer zu stark steigenden Inflation aus. Der Leitzins solle derzeit zumindest bei 1,5 Prozent liegen. Der Fed-Vizevorsitzende Stanley Fischer verwies unterdessen auf die Grenzen der Geldpolitik und betonte die Rolle der Regierung bei der Wachstumsförderung.

VERHALTENE REAKTIONEN AN DEN KAPITALMÄRKTEN

Seit der Zinswende vom Dezember 2015 hält die US-Notenbank den Leitzins in einer Spanne zwischen 0,25 Prozent bis 0,50 Prozent. Bei der September-Sitzung hatten sich immerhin drei Fed-Mitglieder für eine sofortige Zinsanhebung ausgesprochen.

Der Eurokurs (Dollarkurs) legte nach der Veröffentlichung des Protokolls zwischenzeitlich leicht zu, gab die Gewinne im Anschluss aber wieder ab. Die US-Renditen gaben nach. Der US-Aktienindex Dow Jones legte leicht zu, allerdings gefolgt von einer Gegenbewegung./tos/he

WASHINGTON (dpa-AFX)

Bildquellen: Mesut Dogan / Shutterstock.com, fliegenwulf / Shutterstock.com, spirit of america / Shutterstock.com, fstockphoto / Shutterstock.com

Sparbriefe Zinsen

  • Anlagebetrag: 10.000 Euro
  • Anlagezeitraum: 3 Jahre
  • Einlagensicherung: Auch die Europäische
  • Zinszahlung: Alle Varianten
InstitutZinssatz
Banka Kovanica1,50%
Banca Progetto1,50%
Novo Banco1,45%
Haitong Bank1,45%
Banco Portugues de Gestao1,40%
weitere Sparbriefe Zinssätze

Heute im Fokus

Rekordverlust und Allzeittief für GroKo-Parteien: DAX nach Bundestagswahl kaum bewegt -- Asiens Börsen uneinheitlich -- E.ON beharrt auf Verkaufsentscheidung im Fall Uniper

Batteriehersteller Voltabox will bei Börsengang 150 Millionen Euro erlösen. Unilever kauft südkoreanischen Kosmetikhersteller. ABB kauft GE Industrial Solutions für 2,6 Milliarden US-Dollar. Irak fordert andere Länder auf - Kein Öl der Kurden kaufen. Lufthansa soll 200 Millionen Euro für Air Berlin bieten.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

The rise of Tiger and Dragon: Die besten Aktien aus China!

China ist das Bevölkerungsreichste Land der Erde. Mit einem zuletzt gemeldeten Wirtschaftswachstum von fast 7 % im 1. Halbjahr 2017 ist das Land auf bestem Wege, das eigene Wachstumsziel zu übertreffen. Erfahren Sie im neuen Anlegermagazin, bei welchen chinesischen Aktien vielversprechende Zukunftsaussichten bestehen und warum.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 38: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 38: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 37: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Der Dieselskandal hat die Reputation der deutschen Wirtschaft beschädigt. Unterstützen Sie deshalb die Forderung der Anti-Korruptions-Organisation nach einem Unternehmensstrafrecht?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
BYD Co. Ltd.A0M4W9
Allianz840400
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
E.ON SEENAG99
CommerzbankCBK100
BASFBASF11
Bitcoin Group SEA1TNV9
BMW AG519000
Siemens AG723610
Deutsche Telekom AG555750
TeslaA1CX3T