DAX8.305-0,6%  Dow15.3030,1%  Euro1,29400,0% 
ESt502.764-0,5%  Nas3.4590,0%  Öl102,60,0% 
TDax958,0-0,3%  Nikkei14.6130,9%  Gold1.387-0,3% 

28.09.2012 14:32

Senden
FOLGEN DES LIBOR-SKANDALS

Nach Manipulationen: Libor-System wird auf neue Beine gestellt

Barclays zu myNews hinzufügen Was ist das?


Nach Manipulationen bei der Festsetzung des im internationalen Finanzverkehr wichtigen Libor-Zinssatzes, soll das System auf komplett neue Beine gestellt werden.

Das kündigte Martin Wheatley von der staatlichen britischen Bankenaufsicht FSA am Freitag in London an. Wheatley hatte im Auftrag des britischen Finanzministeriums eine Untersuchung des Systems angestellt und am Freitag seinen Abschlussbericht vorgelegt.

    Die Überwachung der Zinsermittlung werde der British Banking Association (BBA) und damit der Selbstkontrolle der Bankenbranche entzogen, heißt es in dem Bericht Wheatleys. Künftig soll ein unabhängiges Gremium darüber wachen. Die Banken hatten nach langen Verhandlungen bereits Mitte der Woche auf ihr Privileg verzichtet. Darüber hinaus sollen Verstöße gegen die Liborregeln künftig strafrechtlich verfolgt werden können. Ferner sollen mehr Banken als bisher an dem Ermittlungsverfahren beteiligt werden, um Manipulationen zu erschweren.

    "Die Öffentlichkeit hat das Vertrauen in die Banken, in die Finanzen, in das ganze System verloren", sagte Wheatley. "Wir müssen es jetzt wieder herstellen." Überlegungen, wonach der Libor-Satz als Referenzzins völlig abgeschafft und durch ein neues System ersetzt werden könnte, wurden jedoch verworfen. Der Chef der britischen Zentralbank, Sir Mervyn King, forderte die Umsetzung der Vorschläge "so schnell wie möglich."

   Händlern der britischen Großbank Barclays waren Manipulationen am Liborsatz nachgewiesen worden. Vorstandschef Bob Diamond musste deswegen seinen Hut nehmen. Die Bank musste 290 Millionen Pfund an die Aufsichtsbehörden in den USA und Großbritannien sowie an das Justizministerium in Washington zahlen. Auch die britische Royal Bank of Scotland verhandelt mit den Aufsichtsbehörden über einen Vergleich in der Sache. Gegenstand der Untersuchungen sind ferner mehrere weitere international tätige Großbanken, darunter auch die Deutsche Bank.

     Der Libor-Zinssatz gibt an, zu welchen Konditionen sich Banken gegenseitig Geld leihen. Als Referenzzins hat er aber auch enorme Bedeutung für die Finanzmärkte. Transaktionen im Wert von 300 Billionen US-Dollar (rund 232 Billionen Euro) hängen nach Schätzungen vom Liborzins ab.

   Der aktuelle Satz wird täglich am Finanzplatz London ermittelt, in dem bis zu 16 Banken ihr geschätzten Sätze an eine Zentrale geben. Der Mittelwert - bereinigt um die jeweiligen Extreme - gibt den Libor an. Den Vorschlägen zufolge sollen künftig statt Schätzungen die tatsächlichen Sätze herangezogen werden.

    LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: Gunnar Pippel / Shutterstock.com

Weitere Links:

Kommentare zu diesem Artikel

Geben Sie jetzt einen Kommentar zu diesem Artikel ab.
 Kommentar hinzufügen 

Nachrichten zu Barclays plc

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • Sprache:
  • Alle
  • DE
  • EN
  • Sortieren:
  • Datum
  • meistgelesen
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Jahres in dieser Kategorie verfügbar.
Eventuell finden Sie Nachrichten, die älter als ein Jahr sind, im Archiv
Keine Nachrichten im Zeitraum eines Monats in dieser Kategorie verfügbar
Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen
Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen
vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden
Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
16.05.13Barclays kaufenExane-BNP Paribas SA
23.04.13Barclays kaufenBankhaus Lampe KG
22.04.13Barclays kaufenDeutsche Bank AG
22.04.13Barclays kaufenCitigroup Corp.
15.04.13Barclays kaufenCitigroup Corp.
16.05.13Barclays kaufenExane-BNP Paribas SA
23.04.13Barclays kaufenBankhaus Lampe KG
22.04.13Barclays kaufenDeutsche Bank AG
22.04.13Barclays kaufenCitigroup Corp.
15.04.13Barclays kaufenCitigroup Corp.
20.02.13Barclays haltenGoldman Sachs Group Inc.
19.02.13Barclays haltenCredit Suisse Group
13.02.13Barclays haltenCredit Suisse Group
11.02.13Barclays haltenUBS AG
29.01.13Barclays haltenUBS AG
12.04.13Barclays verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
13.02.13Barclays verkaufenJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
06.02.13Barclays verkaufenNomura
30.07.12Barclays reduceNomura
24.07.12Barclays reduceNomura
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Barclays plc nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

AKTIEN IN DIESEM ARTIKEL

ANZEIGE

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

ANZEIGE

Die 5 beliebtesten Top-Rankings






In der EU und bei der EZB werden derzeit die Abschaffung der ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins diskutiert...
Ich hätte kein Problem mit der Abschaffung von ein- und zwei-Cent-Münzen sowie des 500-Euro-Scheins.
Die ein- und zwei-Cent-Münzen verstopfen regelmäßig meine Geldbörse und könnten gerne verschwinden. - Der 500-Euro-Schein sollte aber bleiben!
Der 500-Euro-Schein ist in der Praxis völlig nutzlos und kann gerne abgeschafft werden. Die kleinen Münzen sollten aber erhalten bleiben!
Weder die ein- und zwei-Cent-Münzen noch der 500-Euro-Schein sollten abgeschafft werden!
Ich würde neben den ein- und zwei-Cent-Münzen und dem 500-Euro-Schein noch weitere Scheine und/oder Münzen abschaffen!
 Abstimmen