08.07.2013 08:00
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Nordstaaten verhinderten Zinssenkung der EZB

Heftiger Streit
Die Nordstaaten haben laut einem Bericht eine Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) am vergangenen Donnerstag verhindert.
Als es um die Entscheidung gegangen sei, den Zinssatz zu senken sei im Führungsgremium der EZB heftiger Streit ausgebrochen, berichtete Spiegel-Online am Sonntag ohne nähere Quellenangabe. Die Bruchlinie sei zwischen Nord- und Südeuropa verlaufen. EZB-Chefvolkswirt Peter Praet habe für die Sitzung in der vergangenen Woche eigentlich einen Vorschlag zur weiteren Absenkung des Leitzinses auf 0,25 Prozent vorbereitet. Dabei sei er offenbar von EZB-Präsident Mario Draghi unterstützt worden, hieß es.

Doch sieben Ratsmitglieder, vor allem aus den Nordstaaten, argumentierten heftig dagegen, berichtete Spiegel-Online. Darunter seien nicht nur der deutsche Bundesbank-Chef Jens Weidmann und der Niederländer Klaas Knot, sondern auch der deutsche EZB-Direktor Jörg Asmussen gewesen. Am Ende hätten sie sich durch gesetzt. Die Endabstimmung sei einstimmig verlaufen. Der Zins blieb vorerst auf dem ohnehin schon niedrigen Niveau von 0,5 Prozent. Man einigte sich laut Spiegel-Online aber auf ein ungewöhnlich deutliches Versprechen: Die EZB werde die Zinsen "für einen längeren Zeitraum" niedrig halten, sagte Draghi nach der Sitzung.

HAMBURG (dpa-AFX) - /jha/

Bildquellen: Jorg Hackemann / Shutterstock.com, Yurchyks / Shutterstock.com

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