26.02.2013 11:18
Bewerten
 (0)

ITALIEN: Wahlchaos treibt Zinsen für frisches Geld nach oben

    ROM (dpa-AFX) - Der drohende politische Stillstand hat die Zinskosten Italiens spürbar erhöht. Bei einer Versteigerung staatlicher Schuldtitel mit einer Laufzeit von einem halben Jahr stieg die zu zahlende Rendite auf 1,24 Prozent, wie die italienische Notenbank am Dienstag in Rom mitteilte.

    Das ist rund ein halber Prozentpunkt mehr als bei einer vergleichbaren Auktion Ende Januar. Das Ergebnis folgt der Entwicklung im freien Handel, wo die Risikoaufschläge italienischer zu deutschen Staatsanleihen deutlich zulegten.

NAGELPROBE FÜR HÄRTETEST AM MITTWOCH

    Trotz der politischen Pattsituation in Italien gelang es dem Land allerdings, mit 8,75 Milliarden Euro so viel Geld wie geplant einzusammeln. Die Nachfrage war jedoch leicht rückläufig.

    Die Auktion galt als Test für eine am Mittwoch anstehende Versteigerung langlaufender Anleihen im Volumen von 6,5 Milliarden Euro. Italien versucht ausgerechnet in der turbulenten Wahlwoche Staatspapiere im Gesamtvolumen von fast 20 Milliarden Euro zu platzieren. Bereits am Montag hatte das Land den Investoren höhere Zinsen für Staatsanleihen zahlen müssen./bgf/hbr

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX im Minus -- Juncker will Italien und Frankreich nicht bestrafen -- Gold-Nostalgie setzt Europas Zentralbanken unter Druck -- Blackberry, E.ON, Allianz im Fokus

'Schwarze Null' steht - Bundestag stimmt Haushalt 2015 zu. TLG Immobilien lockt weiter mit Aussicht auf hohe Dividende. Lufthansa erhält Auftrieb durch billiges Öl und Analystenlob. Ryanair-Aktionäre machen Weg für Boeing-Großauftrag frei. Analytik Jena mit Gewinnwarnung. Rubel fällt auf Rekordtief.
Diese DAX-Aktien bringen die höchste Rendite

20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Diese Firmen investieren am meisten in Forschung und Entwicklung

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?

Anzeige