29.07.2013 11:26
Bewerten
 (0)

Italien muss weniger Zinsen für kurzfristige Schulden zahlen

    ROM/FRANKFURT (dpa-AFX) - Das Euro-Krisenland Italien muss trotz einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit durch Standard & Poor's (S&P) weniger Zinsen für neue Schulden bezahlen. Bei einer Versteigerung kurzlaufender Geldmarkttitel mit Fälligkeit in sechs Monaten sei die Rendite gesunken, wie aus Zahlen der italienischen Notenbank vom Montag hervorgeht. Italien gelang es, mit 8,5 Milliarden Euro so viel Mittel aufzunehmen wie geplant.

    Der Hammer fiel bei einem Zinssatz von 0,8 Prozent. Bei der letzten vergleichbaren Auktion am 26. Juni lag die Rendite noch bei 1,05 Prozent. Die Juni-Versteigerung fand noch vor der jüngsten Senkung der Kreditwürdigkeit Italiens durch die US-Ratingagentur Standard & Poor's statt. Die Nachfrage nach den Geldmarktpapieren blieb bei einer Überzeichnung von 1,47-fach vergleichsweise robust.

    Standard & Poor's hatte die Kreditbewertung der drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone vor drei Wochen gesenkt. Die neue Note "BBB" liegt nur noch zwei Stufen über dem "Non-Investment-Grade", mit dem spekulative Anlagen gekennzeichnet werden sollen. An den Finanzmärkten werden Anlagen unterhalb der Investmentschwelle "Ramsch" oder "Junk" genannt. Zuletzt gab es aber mehrere Wirtschaftsdaten aus Italien, die auf eine Konjunkturerholung hindeuten./jkr/jsl

Heute im Fokus

DAX geht mit kräftigem Plus ins Wochenende -- US-Börsen schließen höher -- Commerzbank mit Milliardengewinn -- Deutsche Bank startet Anleihen-Rückkauf -- Groupon, Renault im Fokus

Springer-Konzern verwirft Umwandlung der Rechtsform. Tim Cook blamiert sich mit der iPhone-Kamera - und reagiert humorlos. Wachstum in China kurbelt VW-Verkäufe wieder an. Triebwerksbauer Rolls-Royce kappt wegen Krise Dividende. Japans Regierung deutet Intervention gegen starken Yen an.
Wo verdiene ich am meisten?
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten
Wer hatte das größte Emissionsvolumen?

Umfrage

Die Geldgeber Griechenlands sind mit den Reformbemühungen der Regierung in Athen laut einem Medienbericht noch nicht zufrieden. Ist für Sie das Thema Grexit abgehakt?