13.06.2013 11:47
Bewerten
(0)

Italiens Zinsen steigen bei Anleiheauktion - Nachfrage stabil

    ROM/FRANKFURT (dpa-AFX) - Italien pumpt im unsicheren Umfeld Investoren an - und kommt glimpflich davon. Bei einer Anleiheauktion zogen die Zinsen am Donnerstag nur moderat an, wie Angaben der italienischen Schuldenagentur in Rom zeigen. Dabei war der Zeitpunkt heikel: Zuletzt stieg das Misstrauen der Anleger gegenüber Staatsanleihen der Euro-Krisenländer wieder. Analysten machen das Verfahren zur Euro-Rettung vor dem Bundesverfassungsgerichts und die Angst vor dem Ende der Billiggeld-Flut verantwortlich. Zudem fürchten sich die Märkte offenbar vor neuen Schuldenschnitten. Vor diesem Hintergrund werteten Händler die Versteigerung als Erfolg.

    2,38 Prozent Zinsen musste Italien bieten, um sich für drei Jahre frisches Geld zu leihen. Bei der letzten Auktion am 13. Mai waren es noch 1,92 Prozent gewesen. Die Kreditaufnahme über 15 Jahre kam die drittgrößte Euro-Volkswirtschaft hingegen sogar etwas günstiger zu stehen als zuletzt - die Zinsen gingen von 4,68 Prozent auf 4,67 Prozent zurück. Insgesamt sammelte das Schatzamt 4,9 Milliarden Euro ein und konnte sein Ziel damit annähernd erreichen. Die Nachfrage blieb stabil. Im Vergleich zu den bisherigen Höhepunkten der Schuldenkrise bleiben auch die Zinsen auf niedrigem Niveau. Allerdings könnten sie nach Einschätzung von Experten zunächst durchaus wieder klettern.

    Für Unsicherheit sorgt das Bundesverfassungsgericht: Die Richter stellen das Versprechen der Europäischen Zentralbank (EZB), notfalls in großem Stil Staatsanleihen von Krisenländern aufzukaufen, in Frage. Damit ist das effektivste Instrument, um die Finanzmärkte ruhigzustellen, auf dem Prüfstand. Nach zweitägiger Anhörung von Experten hat das Gericht bislang zwar wenig Neues geliefert. Ein Urteil wird ohnehin erst im Herbst erwartet. Allerdings hätten die Richter Sorgen entflammt, dass Deutschland umfassende Änderungen der EU-Verträge fordern könnte, damit die EZB ihr Anleihekaufprogramm wirklich startet, sagt Commerzbank-Expertin Peggy Jäger.

    Viele Anleihemärkte stehen ohnehin unter Druck, weil Anleger fürchten, die US-Notenbank Fed könnte ihre weit geöffneten Geldschleusen zu schließen beginnen. Die Währungshüter tagen in der nächsten Woche. Spekulationen über eine Drosselung der milliardenschweren Anleihekäufe, mit denen die Wirtschaft angeschoben werden soll, halten Anleger in Atem. Aus Angst vor einem Ende des billigen Geldes, bauen Investoren ihre Positionen in riskanteren Anlageklassen ab. Anleihen aus den Euro-Krisenländern leiden zusätzlich unter Befürchtungen weiterer Umschuldungen. Die Debatte wurde mit Blick auf Griechenland zuletzt wieder vom Internationalen Währungsfonds (IWF) angestoßen./hbr/jsl

Sparbriefe Zinsen

  • Anlagebetrag: 10.000 Euro
  • Anlagezeitraum: 3 Jahre
  • Einlagensicherung: Auch die Europäische
  • Zinszahlung: Alle Varianten
InstitutZinssatz
Banco Portugues de Gestao1,75%
Versobank1,65%
BOS Bank1,60%
Banco BNI Europa1,51%
Key Project1,50%
weitere Sparbriefe Zinssätze

Heute im Fokus

DAX geht mit kleinem Plus ins lange Wochenende -- S&P bestätigt Deutschlands Top-Bonität -- Gotham City plant weitere Berichte zu AURELIUS -- Air Berlin, Deutsche Bank, Alphabet, Amazon im Fokus

VW muss laut CEO Müller wegen Herausforderungen auch profitabel sein. Chevron schreibt wieder schwarze Zahlen. SolarWorld verringert Verluste. US-Wirtschaft startet schwächer als erwartet ins Jahr. Apple arbeitet offenbar an digitalem Geld-Transfer und Prepaid-Kreditkarte.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

SAP - Digitalisierung ist eine Goldgrube!

Das Softwarehaus aus Walldorf dominiert den globalen Markt für Unternehmenssoftware. Selbst das innovative Silicon Valley kann den Deutschen nicht das Wasser reichen. Das hat mittlerweile auch die Wall Street erkannt. Der DAX-Titel befindet sich auf Rekordjagd. Immer mehr US-Investoren springen auf. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, wie die Digitalisierung die Aktie antreibt und warum SAP für Trader und Investoren interessant ist.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 17: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 17: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 16: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Nach hundert Tagen im Amt istTrump der unbeliebteste US-Präsident der modernen Geschichte. Sind Sie mit Donald Trump zufrieden?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
BMW AG519000
Scout24 AGA12DM8
E.ON SEENAG99
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
Facebook Inc.A1JWVX
CommerzbankCBK100
Apple Inc.865985
Airbus SE (ex EADS)938914
Allianz840400
Fresenius SE & Co. KGaA (St.)578560
OSRAM AGLED400