23.08.2013 09:14
Bewerten
 (1)

EZB-Rat Nowotny gegen weitere Zinssenkung in der Eurozone

Jackson Hole
Das Ratsmitglied der EZB, Ewald Nowotny, hat sich angesichts der konjunkturellen Erholung in der Eurozone gegen eine weitere Zinssenkung ausgesprochen.
"Ich sehe derzeit nicht viele Argumente, die für eine Zinssenkung sprechen", sagte der österreichische Notenbankchef am späten Donnerstagabend dem Fernsehsender Bloomberg TV. Gleichzeitung schloss Nowotny am Rande des Notenbanktreffens in Jackson Hole auch eine geldpolitische Straffung aus: "Die meisten aktuellen Entwicklungen werden keine Auswirkung auf die Geldpolitik der EZB haben."

    Die Eurozone hatte in den Monaten von April bis Juni erstmals seit sechs Quartalen die Rezession verlassen. Vor allem die deutsche Wirtschaft nahm als Konjunkturlokomotive des Währungsraums wieder Fahrt auf und wuchs im zweiten Quartal um 0,7 Prozent. Im Juli hatte EZB-Chef Mario Draghi eine langfristige Zinsprognose, im Fachjargon "Forward Guidance" genannt, abgegeben. Draghi versprach den Märkten einen rekordtiefen Zinssatz von 0,5 Prozent oder sogar darunter für "einen längeren Zeitraum".

    "In der Eurozone gibt es aktuell eine schwache konjunkturelle Erholung, aber es ist eine Erholung", sagte Nowotny weiter. Mit Blick auf die weitere Entwicklung sei er "vorsichtig optimistisch". Die Aussagen von Nowotny haben dem Euro in der Nacht zum Freitag nur für kurze Zeit etwas Auftrieb verliehen. Im weiteren Handelsverlauf fiel der Kurs der Gemeinschaftswährung wieder zurück, und er erreichte ein Tagestief bei 1,3333 US-Dollar./jkr/bgf

JACKSON HOLE (dpa-AFX)

Bildquellen: Patrick Poe / Shutterstock.com, Yurchyks / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen schließen im Minus -- Twitter kurz vor Übernahme? -- Commerzbank steht wohl vor massivem Stellenabbau -- Telekom, Innogy-IPO, Yahoo im Fokus

Flugbegleitergewerkschaft Ufo droht mit Streik bei Eurowings. Axel Springer übernimmt La Centrale vollständig. IWF bekräftigt Forderung nach Schuldenerleichterung für Athen. Apple testet wohl eigenen vernetzten Lautsprecher. DAX-Anleger sind dank Geldspritzen fit für Gipfelsturm.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Unterschätzte Aktienperlen
Peter Lynch wurde als Fondsmanager des Magellan Fonds zu einer Legende. Er erzielte im Zeitraum 1977 bis 1990 eine durchschnittliche jährliche Rendite von 29,2%. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse: Lynch setzte auf einfache und verständliche Geschäftsmodelle und bevorzugt dann, wenn sie für die meisten anderen Börsianer als langweilig erschienen. In der neuen Ausgabe des Anlegermagazins werden drei Unternehmen vorgestellt, die solche unterschätzte Aktienperlen sein könnten.
Das sind die reichsten Nichtakademiker in Europa
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Der Gehaltsreport

Umfrage

Greenpeace hat am Montagmorgen gegen das Freihandelsabkommen Ceta protestiert. Wie ist Ihre Haltung gegenüber dem Abkommen mit Kanada?