06.05.2013 18:27
Bewerten
 (2)

Zentralbank-Chef Draghi: 'EZB ist bereit, wieder zu handeln'

Kampf gegen Euro-Krise
EZB-Chef Mario Draghi stellt im Kampf gegen die Euro-Krise weitere Maßnahmen in Aussicht.
"Die EZB ist wenn nötig bereit, wieder zu handeln", sagte Draghi am Montag in Rom. Man werde sich die in den kommenden Wochen ankommenden Daten aus der Eurozone anschauen. Die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) werde "akkommodierend" also locker bleiben. Die EZB hatte am vergangenen Donnerstag den Leitzins auf ein Rekordtief von 0,5 Prozent reduziert.

Auch eine Senkung des Einlagensatzes in den negativen Bereich schließt Draghi nicht aus. Der Rat habe am Donnerstag erstmals entschieden, die Senkung des Einlagensatzes in den negativen Bereich offen zu bewerten. Derzeit liegt dieser Satz bei Null Prozent. Es gebe hier jedoch viel Komplikationen. Viele mögliche Folgen müssten berücksichtigt und bewertet werden. "Der Rat hat beschlossen die Konsequenzen zu analysieren und notfalls handlungsbereit zu sein."

EUROKURS NACH AUSSAGEN UNTER DRUCK

Die Entscheidung, die Zinsen zu senken, sei durch die wirtschaftliche Schwäche in den Kernländern der Eurozone begünstigt worden, sagte Draghi. Die Abkühlung sei in Regionen des Währungsraums angekommen, in denen der Transmissionsmechanismus der Geldpolitik fraglos funktioniere. Zuletzt hatten sich auch die Konjunkturdaten für Deutschland abgeschwächt. Die Fragmentierung im Bankensystem der Eurozone hat laut Draghi jedoch dank der Maßnahmen der EZB nachgelassen.

Der Eurokurs geriet nach den Aussagen unter Druck und fiel bis auf ein Tagestief von 1,3054 US-Dollar. Vor den Worten Draghis hatte die Gemeinschaftswährung noch über der Marke von 1,31 Dollar notiert./jsl/he

ROM/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: ECB, einstein / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX fest erwartet -- Asiens Börsen uneinig -- Bayer reduziert Umsatzprognose -- Gewinn der Deutschen Bank schmilzt -- BASF mit schwachem Quartal -- Apple schlägt Gewinnerwartungen -- Twitter im Fokus

Air France-KLM sieht Frankreich als Touristenziel in Gefahr. Tesla fuhr bei Todes-Crash laut Ermittlern zu schnell. Desaster um A400M kostet Airbus eine Milliarde Euro. Telefónica Deutschland verbucht ersten Gewinn seit Fusion. OSRAM wächst kräftig - Abspaltung Lampengeschäft kostet Geld.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Welche deutsche Stadt hat die meiste Kohle?
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
Die wertvollsten Marken 2016

Umfrage

Was ist Ihre Meinung zu selbstfahrenden Autos?