04.04.2013 13:05
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Britische Notenbank hält trotz Wirtschaftsflaute still

Keine Leitzinsänderung
Trotz der trüben Wirtschaftslage lockert die britische Notenbank ihre Geldpolitik nicht weiter.
Sowohl das Volumen der Anleihekäufe als auch der Leitzins bleiben unverändert, wie der geldpolitische Ausschuss der Bank of England am Donnerstag in London mitteilte. Bankvolkswirte hatten mehrheitlich mit den Entscheidungen gerechnet, obwohl sich einige Ausschussmitglieder seit längerem für eine zusätzliche Lockerung aussprechen. Zu ihnen gehört Notenbankchef Mervyn King.

    Der Leitzins, zu dem sich die britischen Geschäftsbanken bei der Bank of England refinanzieren können, liegt seit mittlerweile mehr als vier Jahren auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent. Das Volumen des Anleihekaufprogramms, das seit Ende 2012 ausgeschöpft ist, beträgt 375 Milliarden Pfund. Das Notenbankprotokoll wird über das Abstimmungsverhalten im neunköpfigen geldpolitischen Ausschuss Auskunft geben. Es wird Mitte April veröffentlicht.

    Ob die britische Wirtschaft zu Jahresbeginn wieder in die Rezession geglitten ist, ist weiter fraglich. Jüngste Frühindikatoren zeichneten mitunter ein etwas weniger trübes Bild, Zahlen aus der Realwirtschaft fielen aber überwiegend schlecht aus. Die Inflationsrate liegt unterdessen nach wie vor deutlich über dem Zielwert der Bank of England von zwei Prozent.

    Mitte März hatte die Regierung das Rahmenwerk ("Remit") der Notenbank geändert. Demnach ist es der Bank of England künftig gestattet, die Zinserwartungen mit weit in die Zukunft reichenden Aussagen zu steuern ("Guidance"). Hierzu darf sie ökonomisch Zielgrößen als Orientierungshilfe für die Finanzmärkte verwenden. Die Änderungen gelten als Vorbereitung des Führungswechsels im Sommer, wenn Mark Carney, derzeit Chef der Bank of Canada, das Ruder bei der Bank of England übernehmen wird./bgf/jsl

LONDON/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: rnagy / Shutterstock.com

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