Bank of Japan wirft ebenfalls die Notenpresse an

Das Gesamtvolumen der Wertpapierkäufe steigt damit von 70 Billionen auf 80 Billionen Yen. Die von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen waren im Vorfeld geteilter Meinung über den Ausgang der Ratssitzung: Ungefähr die Hälfte erwartete eine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik, während die andere Hälfte ein weiteres Abwarten der BoJ vorhersagte. Der Beschluss der neun BoJ-Ratsmitglieder fiel einstimmig aus. Die zusätzliche Summe von 10 Billionen Yen will die BoJ dazu verwenden, um Schatzwechsel und japanische Staatsanleihen für jeweils 5 Billionen Yen zu kaufen.
Insbesondere der Beschluss der Federal Reserve, die Geldschleusen wieder zu öffnen, hatte den Yen unter Aufwärtsdruck gesetzt, so dass die BoJ unter politischen Druck geriet, mit einer Aktion dagegenzuhalten. Für die exportlastige japanische Wirtschaft ist ein starker Yen ein großes Problem, weil für die Firmen der Wettbewerb damit härter wird.
In letzter Zeit hat sich der Ausblick für die japanische Wirtschaft eingetrübt, die zarte Erholung stockt schon wieder. Exporte und Industrieausstoß sind in jüngster Zeit gefallen, weshalb die BoJ auch ihre Einschätzung zur Wirtschaftlage senkte. Außerdem zeigen die Verbraucherpreise weiter nach unten. Die Währungshüter sind ihrem Ziel, die Deflation zu beenden, noch nicht wirklich näher gekommen.
(TOKIO) Dow Jones Newswires
Weitere Links:


