20.08.2013 10:22
Bewerten
 (0)

MÄRKTE EUROPA/Steigende Zinsen lasten schwer auf Aktienkursen

   Von BENJAMIN KRIEGER

   Steigende Zinsen und die Spekulationen um einen Rückzug der US-Notenbank aus den Anleihekäufen lasten am Dienstag schwer auf Europas Aktienmärkten. Der Dax fällt um 1,2 Prozent auf 8.270 Punkte. "Sollte der DAX unter 8.200 Punkte fallen, drohen weitere Kurseinbußen", sagt ein Händler. Bei 8.200 Punkten liegt der untere Rand der Handelsspanne der vergangenen Wochen. Der Euro-Stoxx-50 rutscht um 1 Prozent auf 2.795 Zähler.

   In den USA sind die Renditen der zehnjährigen Anleihen am Montag auf 2,88 Prozent gestiegen. Damit haben sie sich seit Anfang Mai fast verdoppelt. Bundesanleihen rentieren verglichen mit Anfang Mai einen dreiviertel Prozentpunkt höher mit 1,89 Prozent. Angesichts steigender Zinsen in den entwickelten Industriestaaten werden Investments in den Schwellenländern unattraktiver. Das belastet dort die Börsen noch stärker als in Europa: Im indonesischen Jakarta beispielsweise brach der Leitindex um 5,5 Prozent ein.

   Verkauft werden vor allem die von der Konjunktur abhängigen Aktien und Sektoren. Dazu zählen Rohstoffproduzenten, Automobilhersteller und der Bausektor. Am deutschen Aktienmarkt trifft es beispielsweise die Papiere von ThyssenKrupp, die um 3 Prozent fallen. Salzgitter-Aktien wurden von den beiden Investmentbanken Morgan Stanley und Citigroup abgestuft und büßen fast 5 Prozent ein. Die Aktien des Zementherstellers HeidelbergCement halten mit einem Minus von gut 4 Prozent die Schlussleuchte im DAX. Weniger konjunkturabhängige Aktien wie die von Telekomunternehmen, Pharmakonzernen oder Lebensmittelproduzenten halten sich deutlich besser.

   An den Devisenmärkten geraten die Währungen der Emerging Markets immer stärker unter Druck. Die steigenden US-Renditen lassen Investoren Kapital aus diesen Ländern abziehen. Der brasilianische Real beispielsweise ist zum US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit mehr als vier Jahren gefallen. "Angesichts der konjunkturellen Verbesserung in den Industriestaaten und der Aussicht auf sinkende Liquidität an den globalen Finanzmärkten ziehen sich Anleger aus Schwellenländern zurück", sagt Ishaq Siddiqi von ETX Capital.

   Daneben hat der Yen zum US-Dollar und Euro im frühen europäischen Devisengeschäft aufgewertet. Händler interpretieren die Stärke der japanischen Währung als Ausdruck einer abnehmenden Risikofreude unter den Investoren. Der Yen gilt als Fluchtwährung in Zeiten zunehmender Risiken.

   Die Gemeinschaftswährung pendelt derweil seit Freitag schon um 1,3350 Dollar. Den nächsten starken Impuls erwarten Händler vom Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank, das am Mittwochabend veröffentlicht wird. Investoren erhoffen sich hiervon Aufschluss über die konjunkturelle Einschätzung der Federal Reserve und darüber, ob und wann diese voraussichtlich die Wertpapierkäufe drosselt.

   Für Aufsehen und große Kursausschläge sorgt im deutschen Aktienhandel das Übernahmeangebot der Deutsche Wohnen für GSW Immobilien. Sollte das Geschäft über die Bühne gehen, entsteht eines der größten Unternehmen der Branche mit 150.000 Wohneinheiten im Wert von geschätzten 8,5 Milliarden Euro. Aktien der Deutsche Wohnen fallen um 4,6 Prozent, während Papiere der GSW Immobilien um 7,8 Prozent steigen.

   Die Aktien der in London gehandelten Rohstoffriesen BHP Billiton und Glencore Xstrata verlieren jeweils 3 Prozent. Beide Konzerne haben Quartalszahlen veröffentlicht. Glencore Xstrata meldete einen Nettoverlust von fast 9 Milliarden US-Dollar. Bei BHP Billiton liegen Umsatz und Gewinn im Geschäftsjahr 2012/2013 unter den Konsensprognosen von Analysten. Die Kursverluste dürften aber vor allem der allgemeinen Schwäche des Rohstoffsektors geschuldet sein, der um 2,8 Prozent fällt.

=== DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Mo, 17.50 Uhr EUR/USD 1,3340 +0,0% 1,3335 1,3347 EUR/JPY 129,4483 -0,6% 130,1968 130,7570 EUR/CHF 1,2306 -0,2% 1,2325 1,2345 USD/JPY 97,0660 -0,6% 97,6255 97,9650 GBP/USD 1,5649 +0,0% 1,5647 1,5665 === Kontakt zum Autor: benjamin.krieger@dowjones.com

   DJG/bek/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   August 20, 2013 03:51 ET (07:51 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 51 AM EDT 08-20-13

Nachrichten zu BHP Billiton Ltd.

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu BHP Billiton Ltd.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
12.12.2012BHP Billiton overweightMorgan Stanley
24.10.2012BHP Billiton overweightMorgan Stanley
05.10.2012BHP Billiton buyUBS AG
04.10.2012BHP Billiton overweightMorgan Stanley
03.10.2012BHP Billiton buyUBS AG
12.12.2012BHP Billiton overweightMorgan Stanley
24.10.2012BHP Billiton overweightMorgan Stanley
05.10.2012BHP Billiton buyUBS AG
04.10.2012BHP Billiton overweightMorgan Stanley
03.10.2012BHP Billiton buyUBS AG
20.10.2011BHP Billiton haltenIndependent Research GmbH
22.04.2010BHP Billiton haltenIndependent Research GmbH
14.12.2009BHP Billiton abwartenEuro am Sonntag
07.07.2009BHP Billiton neutralCredit Suisse Group
04.02.2009BHP Billiton holdCitigroup Corp.
23.03.2009BHP Billiton underperformCredit Suisse Group
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für BHP Billiton Ltd. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen
Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"

mehr Analysen
InstitutZinssatz
Banka Kovanica1,80%
Banco BNI Europa1,75%
BOS Bank1,60%
Atlantico Europa1,50%
Novo Banco1,45%
weitere Sparbriefe Zinssätze

Heute im Fokus

Asiens Börsen in Grün -- Kraft Heinz zieht milliardenschweres Angebot für Unilever zurück -- Air Berlin trifft bei Anleihegläubigern mit Umtauschangebot auf wenig Gegenliebe

Covestro belohnt Aktionäre nach Gewinnverdopplung. Amazon kündigt über 2000 neue Arbeitsplätze in Deutschland an. Schäuble: Habe Griechenland nicht mit Euro-Ausscheiden gedroht.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten
Die Top-Positionen von Warren Buffett
Jetzt durchklicken
Welche Airline schneidet am schlechtesten ab?
Jetzt durchklicken
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Jetzt durchklicken

Umfrage

Seit diesem Wochenende gelten in Deutschland neue gesetzliche Regelungen zum Fracking. Wie stehen Sie zu der umstrittenen Fördermethode?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Allianz840400
Apple Inc.865985
Scout24 AGA12DM8
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
BASFBASF11
Unilever N.V.A0JMZB
BMW AG519000
TeslaA1CX3T
CommerzbankCBK100
adidas AGA1EWWW
The Kraft Heinz CompanyA14TU4