15.04.2013 15:19
Bewerten
 (0)

EZB-Chef Draghi: Niedrigzinsen kommen nicht überall an

Märkte weiter fragmentiert
Die lockere Geldpolitik der EZB kommt nach Worten ihres Präsidenten Mario Draghi in Teilen des Währungsraums nach wie vor nicht an.
Obwohl es Anzeichen einer Besserung gebe, seien die Kredit- und Finanzmärkte im Währungsraum immer noch fragmentiert. Das sagte EZB-Chef Mario Draghi am Montag in Amsterdam. Die lockere Geldpolitik schlage deshalb auch nur in einigen Ländern auf die Finanzierungsbedingungen von Unternehmen und Haushalten durch. Unternehmen aus angeschlagenen Eurostaaten sähen sich mithin ungünstigeren Kreditkonditionen ausgesetzt als Wettbewerber aus stabileren Ländern.

    Abermals hob Draghi hervor, dass vor allem kleine und mittelständische Unternehmen unter dieser Entwicklung leiden. Dies sei besorgniserregend, weil kleinere Unternehmen für etwa dreiviertel der Beschäftigung im Währungsraum stünden. Größere Unternehmen seien von der Fragmentierung weniger stark betroffen, weil sie leichteren Zugang zu den Kapitalmärkten hätten und deswegen weniger abhängig von Bankkrediten seien.

    Die starke Fragmentierung im Währungsraum, die sich nach einer Phase der Entspannung seit Jahresbeginn wieder erhöht hatte, ist der EZB seit längerem ein Dorn im Auge. Draghi hatte nach der jüngsten Zinssitzung vor knapp eineinhalb Wochen gesagt, die EZB suche nach Möglichkeiten, das Problem anzugehen./bgf/jkr

AMSTERDAM (dpa-AFX)

Bildquellen: ECB
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX schließt über 2 Prozent fester -- Goldpreis fällt auf Vierjahrestief -- Dow Jones mit neuem Rekord -- BoJ lockert Geldpolitik -- Citigroup, Lanxess, Starbucks, Groupon, LinkedIn im Fokus

Euro bleibt unter Druck. Streiks bei Amazon enden vorerst. Chinesen kaufen Solarstrom AG. Continental und mögliche Abschreibungen. Brenntag-Bonität hochgestuft. Joma steigt mit 47,7 Prozent bei C.A.T. Oil ein und legt Pflichtangebot vor. E.ON und RWE müssen Klagen gegen Atommüll-Lagerung zurücknehmen. Großbritannien zahlt Weltkriegsanleihe zurück.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

In welchen europäischen Ländern ist das Preisniveau besonders hoch?

Welche Aktien zählt George Soros zu seinem Portfolio?

Umfrage

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat den Sparkurs der Bundesregierung infrage gestellt. Denken Sie auch, dass der Staat mehr investieren sollte?

Anzeige