27.02.2013 12:20
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Italien bezahlt Wahlchaos mit höheren Zinsen - Moody's warnt

    ROM/FRANKFURT (dpa-AFX) - Italien bleibt der befürchtete Unfall am Anleihemarkt vorerst erspart. Trotz Wahlchaos und drohendem politischen Stillstand konnte das Euro-Schwergewicht am Mittwoch wie geplant frisches Geld bei Investoren einsammeln, wie aus Angaben der italienischen Schuldenagentur hervorgeht. Die Zinsen ziehen aber deutlich an. Die Ratingagentur Moody's hat bereits eine Warnung abgegeben.

    Wie anvisiert, konnte die drittgrößte Wirtschaftsmacht im Euroraum zur Wochenmitte 6,5 Milliarden Euro am Anleihemarkt bei Anlegern einsammeln - allerdings bezahlt Italien die unübersichtliche Lage nach den Wahlen mit gestiegenen Zinsen. Im richtungsweisenden Laufzeitbereich von zehn Jahren musste das Land Investoren 4,83 Prozent an Zinsen bieten. Ende Januar konnten die Titel noch zu 4,17 Prozent losgeschlagen werden. Bei den fünfjährigen Anleihen stiegen die Zinsen von 2,94 auf 3,59 Prozent.

MOODY'S DROHT MIT ABSTUFUNG

    Nach Einschätzung von Händlern dürften vor allem die italienischen Banken gekauft haben. Internationale Anleger hielten sich angesichts der politischen Risiken zurück, hieß es im Handel weiter. An den Finanzmärkten wurden die Ergebnisse der Auktion dennoch überwiegend positiv aufgenommen. Die Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen sanken am Sekundärmarkt, wo bereits ausgegebene Titel gehandelt werden. Der Euro stieg zwischenzeitlich auf ein Tageshoch bei 1,3122 US-Dollar.

    Doch die Lage bleibt angespannt, denn auch von Seiten der großen Ratingagenturen könnte Italien Ungemach drohen: Moody's erwägt, die Kreditwürdigkeit des Landes weiter herabzustufen. Dies teilte die Agentur am späten Dienstagabend mit. Der Wahl-Patt zwischen den Bündnissen von Mitte-Links und Mitte-Rechts erhöhe die politische Ungewissheit, argumentierte Moody's. Der unter dem bisherigen Premier Mario Monti angestoßene Reformkurs könne verzögert werden, möglicherweise sogar komplett zum Stillstand kommen. Dies erhöhe das Risiko einer Bonitätsabstufung.

RATINGAGENTUREN UNEINS

    Moody's gibt sich damit kritischer als die Konkurrenz von Standard & Poor's. S&P hatte am späten Dienstagabend zwar ebenfalls vor verschleppten Strukturreformen gewarnt, was die Wachstumsaussichten Italiens verschlechtern würde. Eine unmittelbare Auswirkung auf die Kreditwürdigkeit sieht die Agentur aber nicht.

    Bereits jetzt bewertet Moody's die Bonität Italiens mit "Baa2" etwas schlechter als S&P, die das Land mit "BBB+" eine Note höher einstuft. Beide Agenturen vergeben jedoch einen negativen Ausblick, was die Gefahr einer mittelfristigen Abstufung signalisiert. Die dritte Ratingagentur Fitch bewertet Italiens Bonität mit "A-" am besten./hbr/bgf/

Sparbriefe Zinsen

  • Anlagebetrag: 10.000 Euro
  • Anlagezeitraum: 3 Jahre
  • Einlagensicherung: Auch die Europäische
  • Zinszahlung: Alle Varianten
InstitutZinssatz
Banco BNI Europa1,67%
LIBRA Internet Bank1,61%
Banca Progetto1,50%
Novo Banco1,45%
Haitong Bank1,45%
weitere Sparbriefe Zinssätze

Heute im Fokus

DAX im Plus -- Asiens Börsen überwiegend fester -- Bitcoin-Zertifikat lässt spekulative Anleger voll auf ihre Kosten kommen -- UniCredit-Aufnahme im EuroStoxx möglich -- BHP im Fokus

zooplus-Titel fallen: Analyst sieht Risiken für Ausblick. Versicherer Zurich peilt Stellenstreichung an. Brasilien will Anteile an Stromversorger Eletrobras verkaufen. Stiftung Warentest: Banken verlangen teils absurde Gebühren.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Aktien mit Sicherheit und Potenzial

Für die neue Ausgabe des Anlegermagazins haben unsere Redakteure Aktien identifiziert, die aus ihrer Sicht Sicherheit und Potenzial bieten. Einen besonderen Blick werfen sie dabei auf die Chemie- und Versicherungsbranche. Erfahren Sie im aktuellen Magazin, wie Sie "Richtig investieren" und lesen Sie, welche Aktien bei überschaubarem Risiko einiges an Potenzial bieten.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

KW 33: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 33: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Nicht nur schön und talentiert
Diese Frauen haben in Hollywood am meisten verdient

Umfrage

Donald Trump steht zunehmend in der Kritik. Was glauben Sie, wie lange wird er US-Präsident sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln

Willkommen bei finanzen.net Brokerage

Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus finanzen.net!

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt informieren und Depot eröffnen


Sie haben bereits ein Depot? Dann verknüpfen Sie es jetzt mit Ihrem finanzen.net-Account!

Jetzt verknüpfen

Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
Air Berlin plcAB1000
Lufthansa AG823212
EVOTEC AG566480
BMW AG519000
Allianz840400
Amazon906866
Nordex AGA0D655
Siemens AG723610