12.03.2013 12:20
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ROUNDUP: Italien zahlt höhere Zinsen - Spanien koppelt sich ab

    ROM/MADRID/FRANKFURT (dpa-AFX) - Italien bezahlt den drohenden politischen Stillstand im Land weiter mit höheren Zinsen. Nach dem jüngsten Rating-Rückschlag muss das krisengeschwächte Land den Investoren höhere Zinsen für frisches Geld bieten. Dennoch verlief die erste Geldmarktauktion nach der Abstufung der Kreditwürdigkeit durch die Bonitätsprüfer von Fitch reibungslos. Das zweite große Sorgenkind im Währungsraum, Spanien, kann sich hingegen von der Entwicklung abkoppeln. Die Zinskosten der viertgrößten Euro-Volkswirtschaft waren rückläufig.

    Mit einem neuen Geldmarktpapier sammelte der italienische Staat am Dienstag wie geplant 7,75 Milliarden Euro ein, wie aus Angaben der italienischen Schuldenagentur in Rom hervorgeht. Allerdings musste das Land höhere Zinsen zahlen. Investoren verlangten eine Rendite von 1,28 Prozent, um die Titel mit zwölfmonatiger Laufzeit zu zeichnen. Am 12. Februar hatten die Zinsen noch bei 1,09 Prozent gelegen. Dafür legte die Nachfrage nach den Schuldverschreibungen leicht zu. Der Härtetest folgt allerdings ohnehin erst zur Wochenmitte.      MADRID BESORGT SICH FRISCHES GELD

    Analysten hatten mit einer problemlosen Platzierung gerechnet. Ein Grund dafür seien hohe Auszahlungen aus italienischen Papieren, die zeitgleich mit dem Start der neuen Emission fällig werden. Dadurch seien die italienischen Banken, die die Käuferseite dominieren, mit ausreichend Geld ausgerüstet. Die Finanzmärkte reagierten kaum auf die Auktion.          Spanien konnte sich unterdessen trotz politischer Unwägbarkeiten in Italien problemlos und günstiger refinanzieren. Mit einer Versteigerung zweier Schuldtitel über sechs und zwölf Monate nahm das krisengeschwächte Land mehr Geld ein als anvisiert. Wie aus Zahlen der nationalen Notenbank hervorgeht, lag die Kreditaufnahme bei 5,83 Milliarden Euro, verglichen mit maximal angestrebten 5,5 Milliarden Euro. Dank einer hohen Nachfrage gaben die Zinskosten nach.      SPANIEN KOPPELT SICH AB

    Die Auktionsergebnisse spiegeln die Entwicklung im freien Handel wider: Während der Ausgang der italienischen Parlamentswahlen ohne klare Mehrheiten die Zinskosten Roms seit Ende Februar erhöht hat, sind die Risikoaufschläge spanischer gegenüber deutschen Staatsanleihen seither gesunken. Auch die jüngste Abstufung der Kreditwürdigkeit Italiens durch die Ratingagentur Fitch konnte den Trend nicht stoppen. Als Grund gilt insbesondere die gute Stimmung an den Aktienmärkten.

    Fitch hatte Italiens Bonität am Freitag um eine Stufe auf "BBB+" gesenkt. Der Ausblick ist negativ. Fitch hatte die Entscheidung insbesondere mit der ungewissen politischen Zukunft Italiens begründet. Das konnte Anleger am Dienstag zwar nicht abschrecken, die wirkliche Nagelprobe folgt allerdings erst am Mittwoch. Dann will Italien Anleihen mit längeren Laufzeiten am Markt unterbringen./hbr/bgf/

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