13.02.2013 10:28
Bewerten
 (0)

Schwedens Notenbank hält still - keine weiteren Zinssenkungen zu erwarten

    STOCKHOLM (dpa-AFX) - Die schwedische Notenbank hat ihre Geldpolitik nicht weiter gelockert und ein Ende ihres jüngsten Zinssenkungszyklus verkündet. Der Leitzins, zu dem sich die Kreditinstitute für eine Woche Zentralbankgeld beschaffen können, liegt unverändert bei 1,0 Prozent. Das teilte die Riksbank am Mittwoch in Stockholm mit. Bankvolkswirte waren sich im Vorfeld uneins gewesen, ob eine abermalige Zinssenkung folgt. Die schwedische Krone wertete nach der Entscheidung zu Dollar und Euro weiter auf.

 

    Zinssenkungen dürften unterdessen eine ganze Weile nicht anstehen. Der Leitzins werde vermutlich auch im kommenden Jahr auf dem jetzigen Niveau verharren, heißt es in einer Erklärung der Notenbank. Die mittelfristigen Wachstums- und Inflationsprognosen wurden derweil nur leicht verändert.

 

    Die Zentralbank begründete ihre Entscheidungen mit etwas besseren konjunkturellen Aussichten. Sie sprach von Anzeichen, dass sich die wirtschaftliche Aktivität im laufenden Jahr etwas beschleunigen könnte. Dennoch fiel die Zinsentscheidung im sechsköpfigen geldpolitischen Ausschuss nicht einstimmig: Karolina Ekholm plädierte für eine Zinssenkung um 0,25 Punkte. Lars Svensson votierte gar für einen großen Zinsschritt um 0,5 Punkte.

 

    Die Riksbank hat ihren Leitzins seit Ende 2011 in vier Schritten ausgehend von 2,0 Prozent halbiert. Ausschlaggebend war die schwache Wirtschaftsentwicklung bei zugleich moderater Inflation. Insbesondere die Rezession im Euroraum lastet aufgrund enger Handelsverflechtungen schwer auf der Konjunktur Schwedens./bgf/jsl

 

Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX mit schwachem Handelsschluss -- Wall Street im Minus -- Apple-Aktie auf Allzeithoch -- Russland: Notenbank senkt Leitzinsen -- MasterCard, Microsoft, Amazon im Fokus

Ölpreise springen kräftig nach oben - Spekulation über sinkende Produktion. AT&T blättert in US-Frequenzauktion 18,2 Milliarden Dollar hin. US-Telekom-Tochter lässt für Mobilfunklizenzen fast 2 Milliarden Dollar springen. Daimler-Tochter zahlt Millionen wegen Diskriminierung von Mitarbeitern. Schlichtung für Kabinenpersonal der Lufthansa kommt nicht voran. Bundesregierung wohl bereit für neues Griechenland-Hilfspaket. Conti schließt milliardenschwere Veyance-Übernahme ab.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Das sind die 5 Finalisten

Hier sollten Sie ihr Geld nicht anlegen!

Umfrage

Quo vadis Griechenland? Was kommt nach dem Wahlsieg von Alexis Tsipras?