11.12.2012 19:47
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UPDATE: Praet sieht wenig Spielraum für niedrigere EZB-Leitzinsen

   --Praet: Negativer Einlagenzins technisch möglich, aber Folgen müssen bedacht werden

   --Praet: EZB könnte Leitzinskorridor verengen

   --Praet: EZB achtet genau auf Signale aus der Wirtschaft

   (NEU: Details aus Interview mit dem Wall Street Journal)

   Von Brian Blackstone

   FRANKFURT--Die Europäische Zentralbank (EZB) hat nach Einschätzung ihres Chefvolkswirts Peter Praet kaum noch Spielraum für eine Leitzinssenkung. In einem Gespräch mit den Wall Street Journal sagte Praet, dass sich die EZB weiterhin darauf konzentrieren werde, die finanzielle Spaltung des Euroraums zu mildern. "Es gibt nur noch wenig Spielraum", sagte er wörtlich. In der vergangenen Woche hat der EZB-Rat seinen Hauptrefinanzierungssatz unverändert bei 0,75 Prozent gelassen.

   Viele Volkswirte hatten aber wegen der deutlichen Senkung der Wachstumsprognose für 2013 prognostiziert, dass die EZB den Zins möglicherweise schon im Januar doch noch senken würde. Auf die Frage, ob das zu erwarten sei, wenn sich die Konjunktur nicht verbessere, antwortete Praet: "Wir achten sehr genau auf die Signale aus der Wirtschaft und darauf, ob die verbesserten finanziellen Bedingungen zu einer Wende führen. Wir achten natürlich auch auf die Geldmengen- und Kreditentwicklung."

   Sollte die EZB ihren Hauptrefinanzierungssatz um 25 Basispunkte auf 0,50 Prozent reduzieren, wäre die Frage, was mit dem Satz für Bankeinlagen passiert. Dieser liegt bereits jetzt bei Null. Eine symmetrische Senkung aller Leitzinsen würde ihn auf minus 0,25 Prozent sinken lassen - keine ganz abwegige Idee, wie das Vorgehen der dänischen Zentralbank zeigt, die eben das getan hat.

   Der EZB-Chefvolkswirt machte aber klar, dass er einem negativen Einlagenzins nichts abgewinnen kann. Er hält ihn zwar für technisch möglich, warnte aber vor negativen Nebenwirkungen: "Die Erfahrung zeigt, dass man mit negativen Einlagenzinsen vorsichtig sein sollte, besonders wenn es um Auswirkungen auf die Ausleihbedingungen für Banken geht", sagte er.

   Als Alternative sieht Praet für den Fall einer Leitzinssenkung nur, die Ausleihsätze zu reduzieren, nicht aber den Einlagensatz, und damit die Differenz zwischen diesen Zinssätzen zu verringern. "Der Korridor kann prinzipiell eingeengt werden, aber nicht zu stark", sagte er.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/hab/mgo

   (END) Dow Jones Newswires

   December 11, 2012 13:17 ET (18:17 GMT)

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