09.09.2013 13:00
Bewerten
 (0)

WDH/Geldmarktauktion: Bund zahlt höchsten Zins seit April 2012

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Trend steigender Zinskosten für den deutschen Staat setzt sich fort. Am Montag musste der Bund bei einer Auktion unverzinslicher Schatzanweisungen (Bubills) mit sechsmonatiger Laufzeit eine durchschnittliche Rendite von 0,0461 Prozent bieten, wie die Bundesbank in Frankfurt mitteilte. Das ist langfristig betrachtet zwar wenig, verglichen mit der vorangegangenen Auktion im August verdoppelte sich aber der Zins.

    Darüber hinaus stieg die Rendite auf den höchsten Stand seit April 2012. In den vergangenen Monaten hatten sich zeitweise sogar negative Renditen eingestellt, der Bund konnte also faktisch eine Gebühr für die sichere Geldverwahrung verlangen. Hauptgrund war die Euro-Schuldenkrise, die für eine hohe Nachfrage nach sicheren Anlagen sorgte.

    Insgesamt nahm der Bund über die jüngste Emission 2,69 Milliarden Euro ein. Die Nachfrage zog verglichen mit der vorangegangenen Auktion spürbar an - möglicherweise eine Folge des allgemein höheren Renditeniveaus. Diese Entwicklung geht zum einen auf die erwartete geldpolitische Wende in den USA zurück, zum anderen resultiert sie aus günstigeren Konjunkturaussichten./bgf/jkr

Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX deutlich im Minus -- Dow leichter -- Kein neues Sparkonzept aus Griechenland -- Schäuble gegen Schuldenschnitt -- ProSieben und Springer sondieren angeblich Fusion -- Airbus, AMD, Samsung im Fokus

Börsengang soll German Startups Group 62 Mio Euro bringen. Fitch: Griechen rutschen von Peripherie zum Ausgang. SGL stellt Stammgeschäft neu auf. Gabriel bringt möglichen Schuldenschnitt für Athen ins Spiel. Cancom-Aktie nach Kaufempfehlung fester. Börse in Athen bleibt bis einschließlich Mittwoch geschlossen.
Wer waren die Aktienstars des deutschen Technologieindex?

Diese Aktien sind auf den Verkauflisten der Experten

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Griechenlands Finanzminister Varoufakis tritt zurück. Glauben Sie, dass nun eine Einigung im Schuldenstreit näher rückt?