19.03.2013 09:59
Bewerten
 (0)

Stabübergabe bei der Bank of Japan

Warnende Worte
Der scheidende Vorsitzende der Bank of Japan, Masaaki Shirakawa, hat seinem Nachfolger warnende Worte vor einer zu lockeren Geldpolitik mit auf den Weg gegeben.
"Nutzen und Kosten abzuwägen, ist bei geldpolitischen Entscheidungen wichtig", sagte Shirakawa am Dienstag während seines letzten offiziellen Auftritts vor Journalisten als Zentralbankchef. Er erhoffe sich von der neuen Führung eine "angemessene Geldpolitik". Risiken und Kosten geldpolitischer Beschlüsse hielten immer lange an, sobald sie eingetreten sind.

    Shirakawa wird sein Amt nach fünfjähriger Tätigkeit am heutigen Dienstag niederlegen - etwa drei Wochen vor dem offiziellen Ende seiner Amtszeit. Beobachter sehen darin einen Protest gegen die Regierungslinie einer noch expansiveren Geldpolitik. Shirakawa gilt als eher gemäßigter Geldpolitiker. Ihm folgen wird Haruhiko Kuroda. Der bisherige Chef der Asiatischen Entwicklungsbank ist für seine lockere geldpolitische Grundhaltung bekannt.

    Zugleich werden die beiden Stellvertreter Shirakawas ersetzt. Ihnen folgen Notenbankdirektor Hiroshi Nakaso und Wirtschaftsprofessor Kikuo Iwata, der als prominenter Kritiker der Bank of Japan bekannt ist. Die Erwartungen an das neue Führungsteam sind sehr hoch. Es wird mit einer erheblichen Lockerung der Geldpolitik bereits auf der nächsten regulären Zinssitzung Anfang April gerechnet./bgf/jsl

TOKIO/FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Blend Images / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?
Für den Live-Chat können Sie sich mit Ihrem finanzen.net-, Facebook- oder Twitter Account anmelden. Um immer die neusten Beiträge zu sehen, stellen Sie bitte "Neuesten" ein.

Heute im Fokus

DAX schließt kaum bewegt -- Dow Jones kommt nicht vom Fleck -- Gold-Nostalgie setzt Europas Zentralbanken unter Druck -- Blackberry, E.ON, Allianz im Fokus

Eurokurs wieder im Rückwärtsgang. Indexfantasie bei Zalando. Vodafone prüft Zusammenschluss mit Liberty Global. Airbus reduziert Anteil an Dassault. Stada verkauft Lagerhaltung an DHL. 'Schwarze Null' steht - Bundestag stimmt Haushalt 2015 zu. TLG Immobilien lockt weiter mit Aussicht auf hohe Dividende. Lufthansa erhält Auftrieb durch billiges Öl und Analystenlob.
Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Diese DAX-Aktien bringen die höchste Rendite

20 Dinge, die man für 561 Milliarden Euro kaufen könnte

Umfrage

Der milliardenschwere "Soli" soll nach dem Willen von Rot-Grün ab dem Jahr 2020 auch den Ländern und Kommunen im Westen Deutschlands zugutekommen. Was halten Sie von diesem Vorhaben?

Anzeige