06.06.2013 13:51
Bewerten
 (5)

EZB lässt Leitzinsen auf Allzeittief

Weiter 0,50 Prozent: EZB lässt Leitzinsen auf Allzeittief | Nachricht | finanzen.net
Weiter 0,50 Prozent

Der Rat der Europäischen Zentralbank hat die Leitzinsen für den Euroraum nach der Senkung im Vormonat unverändert gelassen.

Nach Mitteilung der EZB bleibt der Hauptrefinanzierungssatz auf seinem Allzeittief von 0,50 Prozent. Auch der Spitzenrefinanzierungssatz und der Satz für Bankeinlagen bei der EZB blieben unverändert bei 1,00 beziehungsweise null Prozent. Die 50 von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten fast einmütig unveränderte Leitzinsen prognostiziert.

Manche Ökonomen wollen eine weitere Zinssenkung wegen der anhaltenden Wachstumsschwäche nicht prinzipiell ausschließen, zumal auch der Inflationsdruck sehr niedrig ist. Als Komplikation sehen allerdings auch sie die Tatsache, dass der Einlagenzins bereits seit längerer Zeit bei null liegt und die Spanne zwischen ihm und dem Spitzenrefinanzierungssatz schon zwei Mal eingeengt wurde.

Deshalb wird nicht ausgeschlossen, dass die EZB ihren Hauptrefinanzierungssatz nur dann noch einmal senken wird, wenn sie auch bereit ist, negative Einlagenzinsen einzuführen. Die Nebenwirkungen negativer Zinsen sind jedoch unklar.

So könnten die nordeuropäischen Banken, die viel Geld bei der Zentralbank horten, sich zwar veranlasst sehen, wieder Geld an die südeuropäischen Institute zu verleihen, doch sollten die Zweifel über die südeuropäischen Häuser anhalten, würde das nur über höhere Zinsen geschehen, was eher schaden als helfen würde. Die Finanzindustrie selbst hat die EZB mehrfach vor einer solchen Maßnahme gewarnt.

EZB-Präsident Mario Draghi wird den Zinsbeschluss in einer gegen 14.30 Uhr beginnenden Pressekonferenz erläutern. Beobachter erwarten dann auch Aussagen zu möglichen Programmen für die Belebung der Kreditvergabe und zur mündlichen Verhandlung des deutschen Verfassungsgerichts über EZB-Staatsanleihekäufe.

   Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com Mitarbeit: Andreas Plecko DJG/hab/apo Dow Jones Newswires Von Hans Bentzien FRANKFURT

Bildquellen: einstein / Shutterstock.com, Jorg Hackemann / Shutterstock.com
InstitutZinssatz
Banka Kovanica1,80%
Banco BNI Europa1,75%
BOS Bank1,60%
Atlantico Europa1,50%
Novo Banco1,45%
weitere Sparbriefe Zinssätze

Heute im Fokus

DAX geht tief im Minus ins Wochenende -- Dow Jones schließt leicht im Plus -- VW mit Milliardengewinn -- BASF-Aktie fällt trotz höherem Quartalsergebnis -- Rocket Internet, NVIDIA, Nordex im Fokus

Griechischer Zentralbankchef Stournaras dringt auf Einigung mit Gläubigern. VW-Führungsspitze verdient künftig weniger. Risse in Triebwerken des Bundeswehr-Pannenfliegers A400M. Kongress-Rede Trumps birgt Sprengkraft für die Börsen. ProSiebenSat.1-Aktien fallen - Analyst will klarere Digitalstrategie. Bitcoin erreicht neues Rekordhoch.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Familienunternehmen: Rendite und Sicherheit!

Zwischen Eigentümern und Managern eines Unternehmens besteht häufig ein Interessenskonflikt hinsichtlich kurz- und langfristiger Ziele. Familien- und eigentümergeführte Unternehmen haben solche Konflikte meist nicht. Für Aktionäre sind solche Unternehmen daher meist eine lohnenswerte Investitionsmöglichkeit. Im neuen Anlegermagazin lesen Sie, welche drei Familienunternehmen einen näheren Blick wert sind.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Umfrage

Welche Wertpapiere besitzen Sie?
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
BMW AG519000
Nordex AGA0D655
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
Volkswagen AG Vz. (VW AG)766403
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400
TeslaA1CX3T
CommerzbankCBK100
adidas AGA1EWWW
Siemens AG723610