01.08.2013 14:35
Bewerten
(2)

EZB belässt Leitzins bei 0,50 Prozent

Weiter auf Rekordtief: EZB belässt Leitzins bei 0,50 Prozent | Nachricht | finanzen.net
Weiter auf Rekordtief
Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen für den Euroraum wie erwartet unverändert gelassen.
Nach Mitteilung der EZB bleibt der Hauptrefinanzierungssatz auf seinem Allzeittief von 0,50 Prozent. Auch der Spitzenrefinanzierungssatz und der Satz für Bankeinlagen bei der EZB blieben unverändert bei 1,00 beziehungsweise null Prozent. Die 35 von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten einmütig unveränderte Leitzinsen prognostiziert.

   EZB-Präsident Mario Draghi wird den Zinsbeschluss in einer gegen 14.30 Uhr beginnenden Pressekonferenz erläutern. Angesichts der zuletzt positiven Konjunkturdaten erwarten Beobachter, dass Draghi Erwartungen hinsichtlich weiterer Zinssenkungen dämpfen wird. Zugleich dürfte er allerdings bemüht sein, den Eindruck zu vermeiden, dass die EZB der US-Notenbank bei deren geldpolitischer Normalisierung demnächst folgen wird.

   Höhere Zinsen hat EZB-Präsident Mario Draghi auf absehbare Zeit ausgeschlossen. Vor einem Monat hatte er erklärt, die EZB werde ihre Leitzinsen "für längere Zeit auf dem aktuellen oder einem niedrigeren Niveau" halten. Welcher Zeitraum genau gemeint ist, blieb offen. Ökonomen rechnen vorerst jedenfalls weder mit Zinsschritten noch mit anderen geldpolitischen Maßnahmen.

KOMMUNIKATIONSSTRATEGIE DER NOTENBANK IM FOKUS

Zuletzt stand ohnehin mehr die Kommunikationsstrategie der Notenbank im Fokus: Führende Notenbanker schürten die Hoffnung auf mehr Transparenz. Anfang der Woche hatten die Direktoriumsmitglieder Benoit Coeure und Jörg Asmussen angeregt, die bislang geheimen Protokolle der Ratssitzungen zu veröffentlichen. Später sprachen sich auch EZB-Präsident Draghi und Bundesbank-Präsident Jens Weidmann dafür aus. Bislang liegen die Protokolle 30 Jahre unter Verschluss.

Mit dieser Änderung würde die Zentralbank für die Akteure an den Finanzmärkten noch berechenbarer - ein wichtiger Schritt gerade in unruhigen Zeiten wie der schwelenden Euro-Schuldenkrise. Draghi hatte der "Süddeutschen Zeitung" (Mittwoch) gesagt: "Ich halte das für einen notwendigen nächsten Schritt. Daher wird das EZB-Direktorium dem Rat einen entsprechenden Vorschlag zur Diskussion und Entscheidung vorlegen." Fast alle anderen bedeutenden Notenbanken veröffentlichen bereits solche Protokolle, um Anlegern mehr Orientierung zu bieten.

WEIDMANN FÜR EZB-PROTOKOLLE

Weidmann sagte dem "Handelsblatt" (Donnerstag), er würde es begrüßen, wenn die Protokolle zeitnah nach den geldpolitischen Sitzungen des EZB-Rats veröffentlicht würden. Damit würden die wesentlichen Argumentationsstränge der Diskussion und die Beweggründe der Entscheidungen im Rat nachvollziehbar. Mehr Transparenz würde dazu beitragen, die Entscheidungen der Notenbank besser nachvollziehen zu können, meinte Weidmann: "Insofern wäre es ein weiterer Schritt, unsere Kommunikation zu verbessern."

Gegner einer solchen Transparenz geben zu bedenken, Notenbanker könnten von ihren nationalen Regierungen unter Druck gesetzt werden. Mehr Offenheit könnte auch noch eine andere Gefahr bergen: Wenn die Märkte erfahren, dass die Notenbanker tief zerstritten sind, würde dies eher für Nervosität als für Sicherheit sorgen.

(FRANKFURT) Dow Jones Newswires und (dpa-AFX)

Bildquellen: Jorg Hackemann / Shutterstock.com, Yurchyks / Shutterstock.com

Sparbriefe Zinsen

  • Anlagebetrag: 10.000 Euro
  • Anlagezeitraum: 3 Jahre
  • Einlagensicherung: Auch die Europäische
  • Zinszahlung: Alle Varianten
InstitutZinssatz
Banco BNI Europa1,67%
Banco Portugues de Gestao1,60%
Key Project1,50%
Novo Banco1,45%
Haitong Bank1,45%
weitere Sparbriefe Zinssätze

Heute im Fokus

DAX um die Nullininie -- Dow Jones stabil -- Tesla überholt BMW -- Takata-Aktie im freien Fall: Insolvenzantrag steht kurz bevor -- AURELIUS verspricht mehr Transparenz -- METRO, Oracle im Fokus

Ölpreise nach jüngstem Preissturz etwas gestiegen. EU genehmigt Evonik Übernahme von Huber Silica. Apple will Musikkonzernen offenbar weniger zahlen. Kepler hält E.ON für zu teuer und rät zum Verkauf. EZB entwickelt bis 2018 System für Echtzeitzahlungen. Snap mit größtem Zukauf der Konzerngeschichte.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Stabile Dividendenaktien gehören in jedes Depot!

Die Investition in ausgewählte Blue-Chip-Dividendenaktien gehört zu den sichersten Strategien, um an den Aktienmärkten langfristig ein Vermögen aufzubauen. Dividendenaktien von hochkapitalisierten Unternehmen werfen langfristig höhere Renditen als der Gesamtmarkt ab und bieten einen guten Schutz in unsicheren Börsenzeiten. Wir stellen im aktuellen Anlegermagazin drei Aktien mit stabilen und attraktiven Dividendenrenditen vor.
Anlegermagazin kostenlos erhalten

Top-Rankings

In diese Unternehmen investiert Amazon
Welche Unternehmen profitieren von Jeff Bezos?
KW 24: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 24: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Nordex AGA0D655
Apple Inc.865985
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
CommerzbankCBK100
AURELIUSA0JK2A
AMD (Advanced Micro Devices) Inc.863186
E.ON SEENAG99
TeslaA1CX3T
EVOTEC AG566480
Deutsche Telekom AG555750
Amazon.com Inc.906866
BMW AG519000
Allianz840400