04.04.2013 17:20
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EZB-Chef Draghi zweifelt an Konjunkturerholung

Weitere Zinssenkung?: EZB-Chef Draghi zweifelt an Konjunkturerholung | Nachricht | finanzen.net
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Die Europäische Zentralbank (EZB) und ihr Chef Mario Draghi sehen die Konjunktur im Euroraum im zweiten Halbjahr nach schwachen Frühindikatoren deutlich skeptischer.
Zwar sei nach wie vor mit einer Erholung im zweiten Halbjahr zu rechnen, sagte EZB-Chef Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Diese Annahme sei aber mit Risiken verbunden, schränkte Draghi ein. An den Finanzmärkten wurden die Aussagen negativ aufgenommen: Der Euro sank auf ein Tagestief von deutlich unter 1,28 Dollar, sichere Anlagen wie deutsche Staatsanleihen erhielten Zulauf. Am deutschen Aktienmarkt trübte sich die Stimmung ein.

Bei seiner Pressekonferenz zur Erläuterung der jüngsten Zinsentscheidung signalisierte Draghi aber auch die Bereitschaft der EZB, notfalls zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen. Auf Nachfrage verwies der EZB-Präsident darauf, dass sich die Wirtschaftsschwäche des vierten Quartals fortgesetzt habe und die Inflation deutlich unter 2 Prozent gesunken sei. "Wir beobachten die hereinkommenden Daten genau und sind bereit, zu handeln", so Draghi.

Andererseits versuchte der EZB-Präsident den Eindruck zu verwischen, dass niedrigere Zinsen im EZB-Rat derzeit ein heißes Thema sind. In der schriftlichen Erklärung Draghis hieß es, dass die EZB weiterhin eine wachstumsfördernde Politik betreiben und das wichtigste Element dieser Politik, die sehr großzügige Liquiditätsversorgung der Banken, so lange wie erforderlich fortführen werde. Bei der aktuellen Sitzung war es aber laut Draghi mehr oder weniger Konsens, nicht auf die Zinsen zu schauen. Trotzdem sei darüber aber diskutiert worden.

Den Leitzins hatte die Europäische Zentralbank in ihren heutigen Sitzung unverändert belassen. Der Zins, zu dem sich die Geschäftsbanken bei der Notenbank refinanzieren können, bleibe bei 0,75 Prozent, teilte die EZB am Donnerstag in Frankfurt mit. Volkswirte hatten diese Entscheidung erwartet.

    Ihren Einlagensatz, den sie den Geschäftsbanken für überschüssige Mittel zahlt, beließ die EZB bei null Prozent. Auf dieses Niveau hatte sie den Satz im Juli gesenkt. Damit soll den Banken der Anreiz genommen werden, überschüssige Mittel bei der EZB zu parken. Der Spitzenrefinanzierungssatz liegt weiter bei 1,5 Prozent./jsl/jkr

FRANKFURT (dpa-AFX und Dow Jones)
Bildquellen: ECB, Jorg Hackemann / Shutterstock.com

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