05.09.2013 15:20
Bewerten
 (0)

EZB verändert Leitzins nicht

Wie erwartet
Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsen für den Euroraum bei ihrer heutigen Sitzung wie erwartet unverändert bei 0,5 Prozent belassen.
Nach Mitteilung der EZB bleibt der Hauptrefinanzierungssatz auf seinem Allzeittief von 0,50 Prozent. Auch der Spitzenrefinanzierungssatz und der Satz für Bankeinlagen bei der EZB blieben unverändert bei 1,00 beziehungsweise 0,00 Prozent. Die 49 von Dow Jones Newswires befragten Volkswirte hatten fast einmütig unveränderte Leitzinsen prognostiziert.

   Die befragten Experten erwarten zudem überwiegend, dass die Zinsen bis Mitte nächsten Jahres unverändert bleiben. Die EZB ist daran interessiert, dass die längerfristigen Zinsen trotz des besseren konjunkturellen Umfelds und trotz der zu erwartenden geldpolitischen Straffung in den USA nicht zu sehr steigen.

   Sie hat deshalb mitgeteilt, dass sie damit rechnet, dass die Zinsen im Euroraum auf dem aktuellen Niveau bleiben oder sogar weiter sinken, falls angesichts einer schwachen Konjunktur und Kreditvergabe der Inflationsdruck insgesamt schwach bleiben sollte.

   Die seit der vorigen Ratssitzung veröffentlichten Daten passen in dieses Szenario. Die Kreditvergabe hat sich weiter abgeschwächt, wie die jüngsten Geldmengendaten zeigten. Die Inflationsrate ist auf 1,3 Prozent zurückgegangen und damit niedriger, als der EZB lieb sein kann. Das Wachstum allerdings war etwas kräftiger als erwartet und dürfte sich auch im dritten Quartal nicht abgeschwächt haben.

   Das Augenmerk der Investoren wird deshalb darauf liegen, wie EZB-Präsident Mario Draghi in der um 14.30 Uhr beginnenden Pressekonferenz das bessere Konjunkturumfeld kommentiert. Zudem werden neue Stabsprojektionen zu Wachstum und Inflation veröffentlicht.

   DJG/hab/apo

   (FRANKFURT) Dow Jones Newswires

Bildquellen: Patrick Poe / Shutterstock.com
Artikel empfehlen?

Heute im Fokus

DAX schließt in Grün -- Staatsanwaltschaft: Germanwings-Co-Pilot verheimlichte Erkrankung -- US-Börsen leicht im Plus -- Apple, Air Berlin im Fokus

Intel in Gesprächen über Altera-Übernahme. Eurokurs steigt über 1,09 US-Dollar. S&P bestätigt Österreich-Rating. Griechische Regierungskreise: Können Schulden bald nicht mehr zahlen. Dürr-Aktionäre erhalten mehr Dividende. Griechische Reformliste fertig - Sitzung am Abend in Brüssel. Dow Chemical spaltet Großteil seines Chlor-Alkali-Geschäfts ab.

Themen in diesem Artikel

Diese Aktien sind auf den Kauflisten der Experten

Welches ist das erfolgreichste Geschäftsfeld von Apple?

In diesen Ländern finden Sie leicht Arbeit!

Umfrage

Berichte über Probleme im Zusammenhang mit der Einführung des Mindestlohns hält Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft für aufgebauscht. Wie stehen Sie zu diesem Thema.