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05.09.2013 13:34
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Bank of England hält geldpolitischen Kurs

Zinsanstieg setzt sich fort
Die britische Notenbank lässt sich in ihrem geldpolitischen Kurs trotz des anhaltenden Anstiegs der Marktzinsen nicht beirren.
Wie die Bank of England am Donnerstag in London mitteilte, bleibt sowohl der Leitzins als auch das Volumen des Anleihekaufprogramms unverändert. Beides hatten Bankvolkswirte erwartet.
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    Der Leitzins liegt gegenwärtig auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent, die insgesamt vorgenommenen Anleihekäufe betragen 375 Milliarden Pfund. Dieses Volumen ist bereits seit Spätherbst 2012 ausgeschöpft. Allerdings will die Notenbank künftig Erträge aus fälligen Wertpapieren wieder reinvestieren. Für September beläuft sich die Summe laut Notenbank auf 1,9 Milliarden Pfund.

    Auf der Sitzung von vergangenem Monat hatte der geldpolitische Ausschuss MPC beschlossen, seine Zinspolitik ähnlich wie die US-Notenbank an die Arbeitslosenquote zu koppeln. Demnach sind Leitzinserhöhungen in Großbritannien nicht zu erwarten, so lange die Arbeitslosenquote über sieben Prozent liegt. Derzeit liegt sie bei 7,8 Prozent. Die Bank of England rechnet nicht vor 2016 mit einem Erreichen der Zielmarke.

    Indes spricht die Zinsentwicklung an den Anleihe- und Terminmärkten dafür, dass Investoren von merklich früheren Zinsanhebungen ausgehen. Die Bank of England hat es bisher nicht geschafft, derartige Erwartungen zu zerstreuen. Selbst ihr Niedrigzinsversprechen (Forward Guidance) von Anfang August hat es nicht verhindern können, dass die Marktzinsen seither weiter gestiegen sind. Setzt sich diese Entwicklung fort, könnte die spürbar anziehende Erholung der britischen Konjunktur in Gefahr geraten.

    Auch am Donnerstag ging der Zinsanstieg am britischen Anleihemarkt weiter. Nachdem die Entscheidungen der Notenbank bekannt wurden, stieg die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen auf bis zu 2,95 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Mitte 2011. Das britische Pfund, das sich in den vergangenen Wochen deutlich gefestigt hat, reagierte mit Kursgewinnen zu Euro und Dollar./bgf/hbr

LONDON (dpa-AFX)

Bildquellen: Alex Yeung / Shutterstock.com, Peter Nadolski / Shutterstock.com

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