15.11.2012 09:31
Bewerten
 (0)

Fed Minutes geben vage Zeitangaben

Zinserhöhungen?
Konkrete Richtlinien für mögliche Zinserhöhungen könnten früher kommen als gedacht.
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat am Mittwoch das Sitzungsprotokoll der letzten Zusammenkunft des Offenmarktausschusses (FOMC) am 23. und 24. Oktober 2012 veröffentlicht.

Demnach sind die Mitglieder des Offenmarktausschusses näher dran als früher angenommen, Richtlinien für die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen festzulegen, bei deren Erfüllung die Leitzinsen erstmals seit der weltweiten Finanzkrise wieder angehoben werden könnten. Wie die Sitzung gezeigt hat, sind die 19 Mitglieder des Ausschusses generell dafür, ökonomische Variablen in ihrer Richtlinie zu verwenden.

Derzeit gibt die Fed vage Zeitangaben an, wie zum Beispiel, dass man die Zinsen bis Mitte 2015 nahe null halten möchte. Der neue Plan ist eine Variation des Vorschlags des Präsidenten der Chicago Fed, Charles Evans. Er will den Marktteilnehmern sagen, dass die Zentralbank die Zinsen niedrig halten wird, bis die Arbeitslosenrate unter 7 Prozent fällt und die Inflation unter 3 Prozent bleibt. Allerdings müssen noch einige Unwägbarkeiten aus dem Weg geräumt werden, bis die Mitglieder über die Verwendung solcher Variablen entscheiden können.

Weiterhin sind etliche Mitglieder des Ausschusses der Meinung, dass die Fed wahrscheinlich im Anschluss an die "Operation Twist" weitere Anleihekäufe wird tätigen müssen. Daneben konnte keine Einigung zwischen den Mitgliedern über die Vorhersage für das Wirtschaftswachstum getroffen werden. (14.11.2012/ac/n/m)

Washington (www.aktiencheck.de)

Bildquellen: fstockfoto / Shutterstock.com, isak55 / Shutterstock.com

Heute im Fokus

DAX kaum bewegt -- Dow fester -- IWF korrigiert erneut Wachstumsprognose für Deutschland -- Monsanto verlangt wohl deutlich mehr von Bayer -- LEONI, Deutsche Bank im Fokus

Der Brexit wird die Briten wohl Milliarden kosten. JPMorgan: Schottland ist bis 2019 unabhängig und hat eine eigene Währung. ProSiebenSat.1 bekräftigt Wachstumsziele trotz Brexit-Risiken. BMW arbeitet mit Partnern am selbstfahrenden Auto. Beschäftigung in Deutschland erreicht neuen Höchststand.
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub
Bayer: Monsanto-Deal würde ein neues Burg­graben-Unter­nehmen ergeben!
Mit der Übernahme des US-Saatgutspezialisten Monsanto will Bayer im Agrarchemie-Geschäft den großen Wurf landen und zur weltweiten Nummer Eins aufsteigen. Der strategisch sinnvolle Megadeal ist allerdings mit großen Unsicherheiten behaftet. Lesen Sie in der neuen Ausgabe des Anleger­magazins, warum der Life-Science-Konzern dennoch einen näheren Blick wert ist.
Welcher Spieler ist am meisten wert?
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
So hoch sind die Bundesländer verschuldet

Umfrage

Nach dem Brexit-Votum der Briten werden in Europa Stimmen laut, die auch in anderen EU-Ländern Referenden über die Zugehörigkeit zur EU fordern. Sehen Sie unsere Zukunft in der EU?