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13.08.2013 08:32

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ZU WENIG KONTROLLE

BaFin kritisiert Deutsche Bank in Libor-Affäre

Deutsche Bank zu myNews hinzufügen Was ist das?


Die Deutsche Bank hat bei der Ermittlung von Referenzzinssätzen nicht gut genug kontrolliert - zu diesem Ergebnis kommt die Finanzaufsicht BaFin offenbar in ihrem Abschlussbericht über die Verwicklung der Bank in die Manipulation von Zinssätzen wie dem Libor.

Die BaFin werde den Bericht wohl noch in dieser Woche an die Deutsche Bank schicken, sagte ein Insider. Die Untersuchungen seien aber noch nicht beendet. In den kommenden Wochen oder Monaten würden noch andere Aspekte überprüft.

   Laut mehreren mit der Sache vertrauten Personen sieht es so aus, als könne die Deutsche Bank den Weg dafür freimachen, die Vorwürfe im Zusammenhang mit der Libor-Manipulation mit den britischen und amerikanischen Behörden beizulegen. Das dürfte aber mindestens noch bis Ende dieses Jahres dauern.

   Die Aufsichtsbehörden haben sich bereits mit Barclays, der Royal Bank of Scotland und der UBS geeinigt. Alle drei Banken hatten zugegeben, dass Mitarbeiter an der Manipulation der Zinssätze beteiligt waren. Insgesamt haben sie Geldstrafen in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar gezahlt. Gegen mehr als ein Dutzend Geldinstitute laufen noch Untersuchungen.

   Die Deutsche Bank verwies auf eine frühere Erklärung, wonach kein Vorstandsmitglied in die Manipulation der Zinssätze verwickelt sei, sich einzelne Mitarbeiter aber nicht entsprechend den Standards der Bank verhalten hätten. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben mit den Behörden zusammen und führt eine eigene Prüfung durch.

   Die Deutsche Bank hat sowohl in Europa als auch in den USA mit Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen. Im Juli teilte sie mit, dass sie drei Milliarden Euro für Rechtskosten zurückgestellt hat.

   Im Februar hatte die Bank fünf Händler beurlaubt, die in die Manipulation von Zinssätzen verstrickt sein sollen. 2011 hatte das Unternehmen bereits zwei Händler entlassen, die der Libor-Manipulation verdächtigt wurden. Außerdem hat sie laut Insidern Boni in Höhe von 40 Millionen, die einer von ihnen erhalten sollte, einbehalten.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com    DJG/DJN/cln Dow Jones Newswires Von Laura Stevens

Bildquellen: Terramara / pixelio.de

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