Kreditkartenvergleich - So finden Sie die beste Kreditkarte

Kreditkartenvergleich - So finden Sie die beste Kreditkarte Die besten Kreditkarten

Im Internet einkaufen, die Hotelrechnung begleichen, das Abendessen bezahlen – all das ist mit einer Kreditkarte besonders bequem in aller Welt möglich. Doch Kreditkarten sind nicht nur komfortabler und sicherer als Bargeld und Girocards, mit der passenden Kreditkarte können Sie auch richtig viel Geld sparen. Die finanzen.net-Redaktion hat die besten Kreditkarten für Sie unter die Lupe genommen.

Hinweis: Direkt zu den Kreditkarten-Vergleichen kommen Sie hier: Kostenlose Kreditkarten, Prepaid-Kreditkarten, Reise-Kreditkarten.

Im Kreditkartenangebot sind manchmal Versicherungen, Bonus­programme und andere Vergünstigungen inklusive. Viele dieser Leistungen sind kostenlos, einige zusätzliche Sonderwünsche kosten Geld. Doch Fakt ist: Wer besonders sicher und bequem bezahlen will, kommt an einer Kreditkarte nicht vorbei. Inzwischen bieten sogar Discounter wie Aldi, Lidl und Netto "bargeldloses Bezahlen auf Pump" an.

In den Angeboten der Kreditkarten­firmen und -anbieter gibt es teilweise sehr große Gegensätze, aber auch besonders kleine Unterschiede, die oft erst auf den zweiten Blick zu erkennen sind. Eine Kreditkarte von Visa bietet andere Leistungen als eine Kreditkarte von Mastercard, American Express oder Diners Club - aber auch eine Visa Card ist nicht gleich Visa Card, die Unterschiede liegen oft kaum erkennbar im Detail.

Das Spektrum an Kreditkarten ist schier unerschöpflich, die Leistungen und deren individuelle Bezeichnungen sind ein weites Feld: Die Alleskönner Gold-, Premium- und Platin-Card sind vor allem für Geschäftsleute und Komfortzahler interessant, aufladbare Kreditkarten sind perfekt geeignet für Jugendliche und Sicherheitsorientierte; es gibt Kreditkarten mit und ohne Versicherung, mit und ohne Teilzahlung, mit und ohne Rabattprogramm, es gibt Prepaid, Credit und Debit Cards, Kundenkreditkarten von Amazon, Lufthansa und ADAC, Kreditkarten von Banken und Sparkassen oder direkt von den Anbietern Visa, Mastercard und Co.

Test: Die besten Kreditkarten im Vergleich


Welche Kreditkarte ist empfehlenswert, welche bietet günstige Konditionen? Die finanzen.net-Redaktion hat für Sie die Kosten, Leistungen und Besonderheiten ausgewählter Kreditkarten verglichen und übersichtlich gegenübergestellt.

» Die besten kostenlosen Kreditkarten im Vergleich
» Die besten Prepaid-Kreditkarten im Vergleich
» Die besten Kreditkarten fürs Ausland im Vergleich

In diesem Kreditkartenvergleich bringt die finanzen.net-Redaktion Licht ins Dunkel des Angebotsdschungels. Wir nehmen die Anbieter unter die Lupe, gehen den verschiedenen Bezeichnungen auf den Grund und spüren auch die kleinsten Unterschiede auf. In übersichtlichen Tabellen haben wir Kosten, Leistungen und Besonderheiten der unterschiedlichen Kreditkarten miteinander verglichen, den Service der einzelnen Anbieter hinterfragt und so die besten Kreditkarten für Vielreisende, Sparfüchse, Onlinekäufer, Komfortnutzer und Sicherheitsorientierte gefunden. Im ersten Teil des finanzen.net-Kreditkartenvergleichs finden Sie die beste kostenlose Kreditkarte, die beste Prepaid-Kreditkarte, die beste Kreditkarte fürs Ausland - und somit die passende Kreditkarte für Sie persönlich.

Das sollten Sie zu Kreditkarten wissen

Bevor wir in die Details des Kreditkartenvergleichs einsteigen, gilt es Grundlegendes rund um das bargeldlose Bezahlen zu klären, denn: Nicht jeder kann eine Kreditkarte bekommen, nicht alle Kreditkarten sind überall nutzbar und nicht alle Kreditkarten machen ein Bankkonto erforderlich. Worauf also müssen Sie achten bei der Entscheidung für die eine oder andere Kreditkarte? Welche Rolle spielt Ihre Bonität? Und wie funktioniert eine Kreditkarte überhaupt?

Wie funktioniert eine Kreditkarte?

Eine Kreditkarte heißt so, weil sie dem Käufer bei der Bezahlung einen (zinslosen) Kredit gewährt. Ein Kreditkartennutzer bezahlt sozusagen "auf Pump" und verschuldet sich kurzfristig bei seinem Anbieter bzw. bei seiner Bank. Der entsprechende Betrag wird also nicht sofort vom Konto des Kreditkartennutzers eingezogen, die Kreditkartenzahlungen werden aufsummiert und in regelmäßigen Abständen - meist einmal pro Monat - zu einer Abrechnung zusammengefasst und schließlich automatisch vom Girokonto bzw. Kreditkartenkonto abgebucht.

Kreditkartenvergleich - Die besten Kreditkarten

Ansonsten unterscheidet sich die Bezahlung mit einer Kreditkarte kaum von der Bezahlung mit einer herkömmlichen Girocard (ehemals EC-Karte - eine genaue Übersicht über die verschiedenen Kartensysteme finden Sie weiter unten). Allerdings muss ein Kreditkartennutzer nach dem Bezahlvorgang an der Supermarktkasse, an der Tankstellenkasse oder im Hotel in der Regel eine Unterschrift leisten oder - in manchen Fällen - seine PIN eingeben. Geht der Kreditkartennutzer im Internet auf Shoppingtour, dann geht ohne die Kartennummer, die Prüfziffer und die Geheimzahl gar nichts.

Wer bekommt eine Kreditkarte?

Nicht jedermann kann eine Kreditkarte mit eigenem Verfügungsrahmen oder mit Option zur Teilrückzahlung erhalten. Wer eine Kreditkarte mit diesen Leistungen bekommen möchte, muss mehrere Voraussetzungen erfüllen: Der Kreditkartenanwärter muss mindestens 18 Jahre alt sein, seinen Wohnsitz in Deutschland haben und in der Regel ein Bankkonto bei seinem Anbieter führen. Letzteres ist aber längst nicht bei allen Kreditkarten notwendig.

Ausnahmslos alle Sparkassen, Banken und sonstigen Kreditkartenanbieter verlangen außerdem vom potentiellen Kreditkartenkunden einen Beleg über dessen Zahlungsfähigkeit.

Welche Rolle spielt der SCHUFA-Eintrag beim Antrag auf eine Kreditkarte?

Weil sich der Kreditkartennutzer bei seiner Bank oder seinem Anbieter verschuldet, muss er im Vorfeld seine Bonität belegen. Es ist also sinnvoll beim Antrag auf eine Kreditkarte, der Bank alle Einkünfte anzuzeigen. Vor allem die regelmäßig wiederkehrenden Gehalts- und Lohnzahlungen beeinflussen eine Bonitätsprüfung positiv.

Darüber hinaus überprüfen aber ausnahmslos alle Sparkassen, Banken und sonstigen Kreditkartenanbieter die Bonität ihrer Kunden über die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz SCHUFA. Fällt der SCHUFA-Eintrag negativ aus, ist der Antragssteller also möglicherweise hoch verschuldet oder offenbaren sich durch die SCHUFA-Prüfung hohe und/oder laufende Zahlungsverpflichtungen, dann sind die Chancen äußerst gering, eine Kreditkarte mit eigenem Verfügungsrahmen oder gar eine Kreditkarte mit Option zur Teilrückzahlung zu erhalten.

Kunden mit negativer SCHUFA müssen aber nicht gänzlich auf die Vorteile von Kreditkarten verzichten. Für sie gibt es immer noch eine starke Alternative: eine Prepaid-Kreditkarte. Was das genau ist und welche großen und kleinen Unterschiede es im Kreditkarten-Universum gibt, erfahren Sie weiter unten in diesem Kreditkartenvergleich. Diese Kreditkartenarten vergleichen wir: Prepaid, Gold/Premium/Platin, Kreditkarten mit Teilzahlung und kostenlose Kreditkarten!

Die Wahl der richtigen Kreditkarte: Welche Kreditkarte passt zu Ihnen?

Nicht jede Kreditkarte ist sinnvoll für jedermann. Je nach Konsumverhalten, Reisegewohnheiten und Bonität ist die Premium-Kreditkarte, die aufladbare Karte oder die Kundenkreditkarte die erste Wahl für Sie. Damit Sie die passende Kreditkarte für sich finden, sollten Sie sich klarmachen, wofür Sie eine Kreditkarte brauchen und wie oft Sie diese nutzen.

Stellen Sie sich folgende Fragen: Sind Sie regelmäßig im (außereuropäischen) Ausland? Sind Sie viel mit dem Auto unterwegs? Reisen Sie oft mit dem Flugzeug? Kaufen Sie gerne im Internet ein? Nutzen Sie Rabattprogramme? Zahlen Sie lieber bargeldlos? Ist Ihnen mobiles Bezahlen wichtig, also das Bezahlen mit dem Smartphone? Spielt Sicherheit im Zahlungsverkehr für Sie eine große Rolle?

Kreditkartenvergleich - Die besten Kreditkarten

Wenn Sie die überwiegende Zahl dieser Fragen mit "Ja" beantworten, dann dürfte Ihr Leben mit einer Kreditkarte deutlich einfacher werden - möglicherweise haben Sie mit einer Kreditkarte sogar große finanzielle Vorteile.

Wenn Sie sich die Fragen erneut durchlesen und Sie der Wichtigkeit nach ordnen, dann wissen Sie bereits ganz genau, welche Leistungen Ihre künftige Kreditkarte für Sie persönlich auf jeden Fall bieten muss. Haben Sie beispielsweise die Fragen "Reisen Sie oft mit dem Flugzeug?" und "Nutzen Sie Rabattprogramme?" nicht nur mit "Ja" beantwortet, sondern haben diese Themen für Sie eine hohe Bedeutung, dann kommt für Sie möglicherweise eine Kundenkreditkarte der Lufthansa in Frage. Die Lufthansa-Kreditkarte ist mit dem "Miles & More"-Rabattprogramm verknüpft und bietet so für Vielflieger außergewöhnliche Vorteile. Übrigens ist die "Miles & More Credit Card" eine der beliebtesten Kundenkreditkarten überhaupt.

Die Wahl der richtigen Kreditkarte: Darauf sollten Sie achten!

Viele Faktoren beeinflussen die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Kreditkarte. Da Sie nun wissen, mit welchen Leistungen Ihre künftige Kreditkarte unbedingt aufwarten muss, sollten Sie sich im nächsten Schritt die Details der verschiedenen Angebote etwas genauer anschauen - oder einfach schon mal einen Blick auf unseren Kreditkartenvergleich im Folgenden werfen. Ob Sie die beste kostenlose Kreditkarte, die leistungsstärkste Kreditkarte oder die beste Prepaid-Kreditkarte suchen, die Auswahl im Vergleich ist groß.

Neben den individuellen Ansprüchen spielen sicherlich die Kosten, die bei der Nutzung der Kreditkarte entstehen, eine ganz entscheidende Rolle auf der Suche nach der passenden Karte: Erhebt der Anbieter eine Jahresgebühr? Wie hoch ist diese? Was kostet es, mit der Kreditkarte Geld am Automaten abzuheben? Welche Unterschiede gibt es dabei im In- und Ausland? Ist es möglich, den Kredit in Raten zu begleichen (Teilrückzahlung)? Welche Kosten entstehen dabei? Ist ein Bankkonto beim Kreditkartenanbieter erforderlich? Entstehen dadurch Kontoführungsgebühren?

Doch nicht die Höhe der Gebühren alleine ist maßgeblich bei der Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Karte. Viel entscheidender kann sein, ob und wie schnell sich die Gebühren durch die Nutzung amortisieren. Lässt sich die Jahresgebühr der Kreditkarte beispielsweise durch Rabatte an der Tankstelle wieder herausholen? Gibt es vielleicht ein Startguthaben? Wird das Kreditkartenguthaben eventuell verzinst? Ist das Abheben am Geldautomaten kostenlos?

Neben den individuellen Vorlieben für eine Kreditkarte und den Kosten, die mit der Nutzung entstehen, sollten aber noch viele andere Faktoren berücksichtigt werden. Die Kreditkartenanbieter halten für ihre Kunden viele weitere Features bereit, die in die Entscheidung für oder gegen ein Kartenmodell einfließen. Auf folgende Punkte sollten Sie dabei besonders achten:

  • Weltweite Akzeptanz und Einsatzmöglichkeiten
  • Minimaler und maximaler Verfügungsrahmen
  • Fristen
  • Teilrückzahlung/Ratenzahlung
  • Partnerkarte/Zweitkarte
  • Kundenservice
  • Verzinsung des Guthabens

Werden alle Kreditkarten weltweit akzeptiert?

Es gibt insgesamt nur vier Kreditkartenfirmen: Visa, Mastercard, American Express und Diners Club. Mit allen Karten von allen Firmen können Sie weltweit Geld abheben und bargeldlos bezahlen -, aber nicht immer überall. Allerdings variiert die Zahl der Akzeptanzstellen je nach Modell und Anbieter erheblich. Die größte Akzeptanz in aller Welt genießen Visa und Mastercard, mit denen Sie in etwa 35 Millionen (Visa) und 25 Millionen (Mastercard) Geschäften, Hotels und Restaurants bezahlen können. Auch bei der Buchung von Flügen und Bahnfahrten über das Internet liegen Sie mit den Kreditkarten von Visa und Mastercard goldrichtig. Fast überall werden diese Plastikkarten zum Nachweis Ihrer Identität und als Sicherheit akzeptiert.

Wie hoch ist der Verfügungsrahmen von Kreditkarten?

Während Kreditkarten von Visa und Mastercard über Partnerbanken herausgegeben werden, geben American Express und Diners Club ihre Karten selbst heraus. Sie sind also nicht nur Kreditkartenproduzenten, sondern auch die Emittenten. Der Verfügungsrahmen der einzelnen Karten unterscheidet sich auch aus diesem Grund oft deutlich. In der Regel beträgt das Kreditkartenlimit ein bis zwei Monatsnettogehälter. Wie hoch es genau ist, hängt unter anderem von diesen Faktoren ab:

  • Kunden, die viel verdienen und nicht durch häufiges Überziehen ihres Kontos auffallen, erhalten in der Regel einen höheren Kreditrahmen.
  • Auch Geschäftsreisende, die mit ihrer Kreditkarte Hotels und Flüge buchen und bezahlen müssen, brauchen häufig einen höheren Kreditrahmen - und erhalten diesen auch regelmäßig.
  • Wer seine Kreditkarten-Rechnungen rechtzeitig zahlt, kann darauf hoffen, dass die Bank den Verfügungsrahmen mit der Zeit erhöht.
  • Manchmal dürfen Kartenbesitzer zusätzlich Geld auf das Kreditkartenkonto überweisen und damit ihren Kreditrahmen "künstlich" erhöhen.

Wichtig: Das Kreditkartenlimit hat nicht nur den Zweck, den Kunden zu kontrollieren. Auch aus Sicht des Kreditkartennutzers ist ein bestimmter Verfügungsrahmen nützlich. Er begrenzt beispielsweise das Verlustrisiko bei einem Missbrauch der Karte.

Wie sind Laufzeit und Kündigungsfrist bei Kreditkarten?

Die Kündigungsfristen können je nach Kreditkartenvertrag und Laufzeit voneinander abweichen. Die überwiegende Zahl der Kreditkartenverträge hat eine Laufzeit von einem Jahr. Sofern diese nicht rechtzeitig gekündigt werden, verlängert sich die Laufzeit in der Regel stillschweigend um ein weiteres Jahr. Die Kündigungsfrist beträgt meistens drei Monate, doch der Teufel lauert - wie so häufig - im Detail, denn: Ob Sie den Kreditkartenvertrag zum Jahresende, zum Quartalsende oder zu einem anderen Stichtag kündigen müssen, steht im Kleingedruckten der Vertragsbedingungen.

Wenn Sie den Stichtag für die Kündigung der Kreditkarte verpasst haben, gibt es manchmal dennoch Hoffnung. Viele Kreditinstitute akzeptieren eine Kündigung oft auch mitten in der Laufzeit. Warum? Die Institute gehen damit Problemen aus dem Weg, die sich entwickeln könnten, weil beispielsweise der Kreditkartennutzer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen kann oder sogar zahlungsunfähig wird. Die bereits gezahlte Jahresgebühr für die Kreditkarte ist dann allerdings meist komplett verloren.

Was ist eine Teilrückzahlung bei Kreditkarten und wie funktioniert sie?

Es gibt Kreditkarten mit Teilrückzahlung oder auch flexibler Rückzahlung, die sogenannten Revolving Cards. Die Kreditschulden können bei diesen Karten in Raten oder in unterschiedlich großen "Teilen" zurückgezahlt werden - je nachdem, welche finanziellen Möglichkeiten der Kreditkartennutzer hat. Bei sehr guten Revolving Cards ist es möglich, das Konto komplett auszugleichen, sodass sie dann wie eine Charge Card funktioniert. Bei einigen Kreditkarten mit Teilrückzahlung können Sie sogar eine zinsfreie Zahlpause von mehreren Wochen einlegen.

Diesen "Service" muss der Kreditkartennutzer meist mit höheren Gebühren bezahlen. Eine der wenigen Kreditkarten, die trotz der Zusatzleistung keine Jahresgebühr erhebt, ist die "Barclaycard New Visa". Allerdings ist der Extra-Service keineswegs kostenlos: Wird die Ratenzahlung genutzt, so fallen hohe Zinsen von mehr als 18 Prozent auf den Kredit an. Die dadurch entstehenden Kosten sollten Sie also genauestens im Blick behalten. Letztlich gilt es, den Kredit schnellstmöglich zurückzuzahlen, um die Kosten im Rahmen zu halten.

Versicherungen mit Kreditkarte besonders günstig

Neben der bereits erwähnten Zusatzleistung Teilrückzahlung gehören auch Versicherungen zum "Extra-Service" der Kreditkartenanbieter. Das vielfältige Angebot geht von der Einkaufsversicherung über die Reiserücktritts- und Auslandskrankenversicherung bis hin zum Vollkasko-Mietwagenschutz. Einige der Versicherungen sind abhängig vom Karteneinsatz: Manche Reiserücktrittsversicherungen sind nur inklusive, wenn mindestens die Hälfte der Transportkosten mit der Kreditkarte bezahlt worden ist.

Rabatte, Punkte und Boni: So sparen Sie bei der Kreditkartennutzung

Die Kreditkartenanbieter lassen sich noch mehr einfallen, um Sie als Kunden zu gewinnen. Ein ganz beliebtes "Lockmittel" sind die Vergünstigungen, die Ihnen mit der Kreditkartennutzung in Aussicht gestellt werden. Aber: Rabattprogramme, Punktesysteme und sonstige Boni sind nicht nur "billige Werbung", je nach Konsumverhalten und Kreditkartennutzung können sich die Boni im Geldbeutel (und auf der Kreditkartenabrechnung) bezahlt machen.

Sehr beliebt sind Tankrabatte, die bei mehreren Kreditkartenmodellen im Angebot sind. Wenn Kreditkartennutzer an der Tankstelle mit der entsprechenden Kreditkarte bezahlen, sind oft bis zu fünf Prozent Tankrabatt drin. Nach dem Bezahlvorgang wird der Rabatt automatisch auf das Konto der Kreditkarte zurückgebucht. Für Vieltanker könnte möglicherweise die "Kreditkarte Gold" des ADAC interessant sein, bei der es nicht nur an der Tankstelle fünf Prozent Rabatt gibt, sondern auch beim Mieten eines ADAC-Fahrzeuges.

Doch nicht nur Vieltanker können sich über Vergünstigungen bei der Kreditkartennutzung freuen, auch Vielflieger. Bei einer der beliebtesten Kundenkreditkarten, der "Miles & More Credit Card" von Lufthansa, gibt es beispielsweise eine Flugmeile pro zwei Euro Kartenumsatz. Darüber hinaus gibt es viele Boni, wenn Sie bei Partnern der Lufthansa mit der Kreditkarte bezahlen. Mieten Sie zum Beispiel ein Fahrzeug von Avis, dann erhalten Sie sogar bis zu fünf Flugmeilen für jeden Euro Umsatz mit der "Miles & More"-Kreditkarte. Die gesammelten Flugmeilen können dann von Zeit zu Zeit gegen Reisezulagen oder Sachprämien eingetauscht werden.

Auch bei alltäglichen Einkäufen können Kunden mit der richtigen Kreditkarte sparen, oft sind bei den Partnerunternehmen des Kreditkartenanbieters bis zu zehn Prozent des Kaufpreises drin. Das gilt sowohl bei Ladengeschäften als auch beim Shopping im Internet. Zwei Beispiele: Mit der Payback-Kreditkarte erhalten Sie bei jedem Einkauf einen Punkt pro zwei Euro Kartenumsatz, ob Sie bei einem Payback-Partner einkaufen oder nicht - ausgenommen sind lediglich Tankstellenumsätze. Und beim Onlinehändler Amazon erhalten Sie beim Einkauf mit der Amazon-Kreditkarte zwei Punkte für jeden Euro Umsatz, bei Drittanbietern einen Punkt für zwei Euro Umsatz.

Kreditkartenvergleich - Die besten Kreditkarten

Bei der Wahl der Kreditkarte sollten Sie aber genau darauf achten, ob sich die Rabatte, Punkte und Boni bei Ihrem Konsumverhalten auch tatsächlich lohnen. Wenn Sie zum Beispiel nur selten Auto fahren, bringt Ihnen ein hoher Tankrabatt bei Ihrer Kreditkarte herzlich wenig. Und bei Vielfahrern kann es sein, dass der Tankrabatt nicht hoch genug ausfallen kann, da dieser meistens auf einen bestimmten Tankumsatz im Jahr begrenzt ist.

Partner- und Zweitkreditkarten: So gibt es Vergünstigungen für die Familie

Kreditkartennutzer mit Familie sollten darüber nachdenken, eine Partnerkarte zu beantragen. Diese kann viele Vorteile bringen und sich vor allem finanziell auszahlen. Eine Partnerkarte ist eine zweite Kreditkarte, die von einem Lebenspartner oder Familienmitglied genutzt werden kann. Das ist oft preiswerter, als wenn sich der Partner eine eigene Kreditkarte ausstellen lässt. Manchmal ist die Zweitkarte sogar kostenlos.

Der Besitzer der Zweitkarte hat fast alle Rechte und Möglichkeiten, die der Besitzer der Hauptkreditkarte hat. Er kann und darf auf das gemeinsame Konto zugreifen, ohne auf die Hauptkarte angewiesen zu sein. Die Umsätze der Partnerkarte werden separat auf den Kreditkartenabrechnungen ausgewiesen, sodass auch im Nachhinein eine Aufsplittung der Zahlungen möglich ist.

Die Partnerkarte ist in vielen Fällen auch für Minderjährige oder Personen mit negativer Schufa erhältlich. Das liegt daran, dass der Eigentümer des Kreditkartenkontos für beide Karten haftet. Sollte es finanzielle oder familiäre Probleme geben, kann die Karte gesperrt oder der Kartenvertrag jederzeit gekündigt werden.

Wichtig: Eine Partnerkarte darf nicht mit einem Kreditkarten-Doppel verwechselt werden, das manche Banken anbieten. Denn beim Kreditkarten-Doppel vergibt der Anbieter zwei Karten an eine Person, zum Beispiel eine Mastercard und eine Visa. Die beiden Karten dürfen ausschließlich von dieser Person genutzt werden.

Der Service der Kreditkartenanbieter

In Zeiten von Direktbanken und Onlinefilialen ist der Service, mit dem die Kreditkartenanbieter aufwarten, sehr unterschiedlich. Eine breite Palette an Service-Leistungen wie gute Erreichbarkeit auf mehreren Kanälen, also über Telefon, per E-Mail und den Postweg, sowie ein umfangreiches Online-Angebot zur Selbsthilfe sollte für jeden Kreditkartenanbieter selbstverständlich sein. In der Regel verfügen alle Sparkassen, Banken und Kreditinstitute über Service-Hotlines, die im Notfall, also bei Kartenverlust oder für eine Kartensperrung, rund um die Uhr erreichbar sind.

Darüber hinaus bieten die Kreditkartenfirmen meist einen weltweiten Service für Notfälle, den Sie bei einem Problem von überall auf der Welt aus erreichen können. Mastercard beispielsweise verbindet über diesen globalen Service Kunden direkt mit einem Mitarbeiter, der in der Regel die Muttersprache des Anrufers spricht, in jedem Fall aber Englisch.

Inhabern der Lufthansa "Miles & More"-Kreditkarte steht in der Variante "World Plus" und "World Business" rund um die Uhr ein Reiseservice zur Verfügung. Dieser gibt unter anderem Auskunft zu Fragen zum Reiseziel, zu Visa-, Zoll- und Devisenbestimmungen oder auch zum Wetter. Außerdem hilft der "24 h-Assistance-Service" bei reisemedizinischen Fragen, der Suche nach Ärzten oder bei der Organisation von Mietwagen.

Transparenz und Objektivität bei der Kreditkartenberatung

Ein guter Service zeichnet sich aber nicht nur durch die Kontaktmöglichkeiten und den Internetauftritt aus, auch die Transparenz spielt eine wichtige Rolle: Wie gut berät mich der Kreditkartenanbieter? Werde ich im Vorfeld auf alle Kosten und auf mögliche versteckte Gebühren aufmerksam gemacht? Werden mir alle Vor- und Nachteile bei dem einen oder anderen Kreditkartenmodell aufgezeigt?

Problem: Kreditkartenanbieter und -firmen sind Verkäufer und wollen vor allem ihr eigenes Produkt an den Mann oder die Frau bringen. Das ist nachvollziehbar, hilft dem potentiellen Kreditkartenbesitzer aber selten weiter. Echte Transparenz oder objektive Unterstützung bei der Wahl der richtigen Kreditkarte können nur unabhängige Berater und Kreditkartenvergleiche bieten.

Test: Die besten Kreditkarten im Vergleich


Welche Kreditkarte ist empfehlenswert, welche bietet günstige Konditionen? Die finanzen.net-Redaktion hat für Sie die Kosten, Leistungen und Besonderheiten ausgewählter Kreditkarten verglichen und übersichtlich gegenübergestellt.

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Kreditkarte versus Girocard und Bargeld: Die Vorteile

Der Trend geht zum bargeldlosen Zahlen: Über 30 Millionen Kreditkarten sind in Deutschland im Umlauf, jährlich werden fünf Prozent mehr ausgegeben. Trotzdem wird die Kreditkarte im alltäglichen Bezahlverkehr nur wenig genutzt. Die Mehrheit der Deutschen schwört auf Bargeld, und im bargeldlosen Zahlungsverkehr rangiert die Girocard deutlich vor der Kreditkarte. Laut des Statistik-Portals "Statista.com" bezahlen annähernd 60 Prozent der Deutschen am liebsten bar, lediglich fünf Prozent nutzen die Kreditkarte für Bezahlvorgänge.

Allein im Internet und auf Reisen darf die Kreditkarte regelmäßig ihre großen Vorteile ausspielen. Dabei haben Kreditkarten auch im Alltag ihre Stärken und teilweise deutliche Vorzüge gegenüber allen anderen Bezahlmöglichkeiten - Stichworte: Leistung und Sicherheit.

Kreditkarten - weltweit einsetzbar, leistungsstark und besonders sicher

Mit Kreditkarten können Sie weltweit bargeldlos bezahlen, eine Girocard hingegen wird nicht in aller Welt akzeptiert. Ohne Kreditkarte ist der Einkauf im Internet häufig nicht möglich, vor allem Hotel- oder Flugbuchungen sind online (und oft auch telefonisch oder persönlich) meist nur mit Kreditkarte möglich. Wer den App Store von Apple allumfänglich nutzen und Software auf sein Tablet oder Smartphone herunterladen will, braucht zwingend eine Kreditkarte.

Kreditkartenvergleich - Die besten Kreditkarten

Wie bereits erwähnt, bieten Kreditkarten viele Extra-Leistungen an, in dessen Genuss Girocard-Nutzer oder Bargeldzahler nicht kommen. Doch auch ohne die teils kostenlosen und teils zahlungspflichtigen Sonderwünsche, hat die Kreditkarte gegenüber Bargeld viele Pluspunkte: Mit einer Kreditkarte können Sie weltweit bezahlen, ohne die Landeswährung (bar) im Geldbeutel zu haben. Mit einer Kreditkarte haben Sie aber nicht nur immer die passende Landeswährung "dabei", Ihre Kreditkarte ersetzt auch große Geldbeträge. Statt "großer" Geldscheine haben Sie mehrere tausend Euro, Dollar oder russische Rubel im Scheckkartenformat in Ihrem Portemonnaie.

Wenn der Geldbeutel verloren geht

Wenn der Geldbeutel verloren geht, dann können Sie das Bargeld ziemlich sicher abschreiben. Selbst wenn der Geldbeutel irgendwie und irgendwann wieder auftauchen sollte, Münzen und Scheine sind meistens für immer verloren, ehrliche Finder sind die Ausnahme. Gerade im Ausland kann der Verlust des Geldbeutels sehr problematisch sein.

Das Geld auf ihrem Konto - ob Girokonto oder Kreditkartenkonto - können Sie dagegen relativ leicht schützen. Sobald Sie den Verlust Ihres Portemonnaies festgestellt haben, können Sie direkt bei Ihrem Geldinstitut oder über den Sperr-Notruf 116 116 (aus dem Ausland mit Vorwahl 0049) sämtliche Bankkarten komfortabel sperren und damit vor Missbrauch bewahren.

Und selbst wenn Sie nicht sofort entdecken, dass Ihr Geldbeutel fehlt, heißt das nicht, dass Ihr Konto bereits leergeräumt wurde: Um mit einer Girocard oder Kreditkarte am Automaten Geld abzuheben, muss der Dieb oder der "unehrliche Finder" die Persönliche Identifikationsnummer (PIN) eingeben. Solange Sie diese nicht zusammen mit der Bankkarte im Geldbeutel aufbewahren, ist Ihr Konto also vor Missbrauch am Bankautomaten sicher.

Selbstverständlich könnte der Geldbeutel-"Finder" mit Ihrer Girocard oder Kreditkarte in einem Ladengeschäft oder im Internet Ihr Geld ausgeben. Im Supermarkt, an der Tankstelle oder in einem Elektronikmarkt bleibt dann aber immer noch die persönliche Unterschrift als Schutzwall. Anders als bei der Zahlung mit einer Girocard, wo der Händler selbst entscheiden kann, ob er mit Unterschrift oder mit Geheimnummer arbeitet, muss der Einkaufsbeleg bei der Kreditkarte normalerweise unterschrieben werden.

Wird trotzdem Geld von Ihrem Girokonto oder Ihrem Kreditkartenkonto "gestohlen", dann verlieren Sie in der Regel trotzdem nichts. Sofern Sie nicht leichtsinnig oder fahrlässig gehandelt haben, liegt das Risiko bei der Bank. Sowohl Ihr Kreditkartenanbieter als auch Ihre Hausbank müssen bei einem "Kontoraub" das entwendete Geld ersetzen.

Kreditkarte und Sicherheit - das müssen Sie beachten!

Ihre Bank ersetzt Ihnen in der Regel von Ihrem Konto gestohlenes Geld. Allerdings darf Ihnen keine Leichtsinnigkeit oder Fahrlässigkeit im Umgang mit Ihrer Girocard oder Kreditkarte nachgewiesen werden. Damit die Beweislast weiterhin bei der Bank liegt, müssen Sie einige Dinge beachten.

  • Unterschreiben Sie Ihre Karte sofort nach Erhalt. Damit beugen Sie Missbrauch vor.
  • Merken Sie sich Ihre Geheimzahl, schreiben Sie diese aber besser nicht auf. Verwahren Sie die PIN notfalls an einem sicheren Ort. Bei einigen Kreditkartenmodellen ist die Geheimzahl individualisierbar.
  • Lassen Sie bei der Eingabe Ihrer Geheimzahl niemanden zusehen.
  • Geben Sie Ihre Kreditkarte möglichst nicht aus der Hand. Falls Sie dies doch müssen, dann achten Sie immer darauf, dass Sie auch wirklich Ihre Kreditkarte zurückerhalten.
  • Heben Sie Geld am Automaten ab oder zahlen Sie mit Ihrer Kreditkarte, dann lassen Sie sich zur Sicherheit auch einen Beleg ausstellen.
  • Verweigert Ihnen ein Geldautomat die Auszahlung, kann es sich um einen Betrugsversuch handeln. Bleiben Sie dann an Ort und Stelle und benachrichtigen Sie die Polizei oder rufen Sie die Notfall-Nummer an, die auf dem Gerät für solche Fälle vermerkt ist.
  • Sperren Sie Ihre Karte umgehend bei Verlust.
  • Achten Sie darauf, dass Ihre Kreditkarte nicht von außen einsehbar in Ihrem Auto liegt oder Ihnen aus Ihrer geöffneten Tasche entwendet wird - in diesen Fällen muss weder die Bank noch eine Versicherung für den Schaden aufkommen.
  • Vergleichen Sie alle Kassenbelege mit Ihren Abrechnungen.
  • Werfen Sie die Belege nicht einfach so in den Müll. Zerkleinern Sie die Belege in einem Aktenvernichter, da auf diesen sensible Daten aufgedruckt sind.
  • Beim Einkauf im Internet sollten Sie darauf achten, dass Ihre Verbindung möglichst SSL-gesichert ist.
  • Zahlen Sie nur bei seriösen Anbietern mit Kreditkarte.
  • Drucken Sie die Bestellbestätigung aus.
  • Geben Sie niemals Ihre Kreditkartennummer als Nachweis beispielsweise für Ihre Volljährigkeit an.

Bei einigen Kreditkartenmodellen können Sie die Sicherheit nach ihren individuellen Wünschen noch erhöhen. Die "Miles & More"-Kreditkarte von Lufthansa beispielsweise macht es über ein Online-Kartenkonto unter anderem möglich, den maximalen Umsatz pro Bezahlvorgang und die Höhe der täglichen Bargeldabhebungen festzulegen.

Kreditkarte versus Girocard und Bargeld: Die Nachteile

Selbstverständlich sind Kreditkarten bei allen Vorteilen nicht das Allheilmittel für den Zahlungsverkehr. Bei ganz kleinen Beträgen, beim Bäcker oder im Taxi geht es nicht oder nur in Ausnahmefällen ohne Bargeld. Und selbstverständlich gibt es auch bei der heutzutage kaum verzichtbaren Kreditkarte einige Nachteile.

Kreditkartennutzern droht die Schuldenfalle

Ein großes Problem sind die zinslosen Kredite, die dem Kreditkarten-Besitzer suggerieren, dass er eigenes Geld ausgibt. Bei genauerem Hinsehen ist es aber so, dass sich ein Kreditkartennutzer verschuldet, das Geld, das er ausgibt, also tatsächlich gar nicht besitzt. Das birgt die Gefahr einer Schuldenfalle. Diese Gefahr ist bei Kreditkarten größer als zum Beispiel beim Debitkarten-System, weil die Beträge bis zum Monatsende aufsummiert und dann auf einen Schlag abgebucht werden. Wer über seine Einkäufe nicht genau Buch führt, der kann schnell in eine Schuldenspirale gezogen werden.

Besonders gefährlich sind Kreditkartenangebote mit Teilrückzahlung oder flexibler Rückzahlung (Revolving Cards). Fallen beim Chargekarten-System keine Zinsen an, so drohen bei flexibler Rückzahlungsoption oft 16, 17 oder sogar 18 Prozent Zinsen und mehr auf den Kredit. Meist räumt Ihnen Ihr Kreditinstitut einen gewissen Zeitraum ein, manchmal acht Wochen, um den zinslosen Kredit zu begleichen. Doch dann kann es teuer werden: Bei der kostenlosen "GenialCard" der Hanseatic Bank beispielsweise wird ein effektiver Jahreszins von 16,90 Prozent im Jahr fällig, wenn das Zahlungsziel, in diesem Fall vier Wochen, nicht eingehalten wird. Andere Kreditkartenmodelle mit Teilrückzahlung berechnen einen vergleichbar hohen Zins.

Doch Vorsicht, auch Girocard-Nutzer haben ein ähnliches Problem: Die Zinsen, die beim Dispokredit anfallen, fallen sofort an und sind ebenfalls sehr hoch. Stiftung Warentest hat im Jahr 2016 mehr als 1.400 Banken unter die Lupe genommen; Ergebnis: Durchschnittlich erheben Banken und Sparkassen einen Überziehungszins von zehn Prozent. Das ist deutlich niedriger als noch vor fünf oder zehn Jahren, dennoch sollten Sie den Dispo nicht dauerhaft und regelmäßig ausreizen. Auch hier droht die Schuldenfalle.

Hohe und versteckte Gebühren bei der Kreditkartennutzung

Viele Kreditkarten scheinen auf den ersten Blick kostenlos: Die Anbieter weisen weder eine Jahresgebühr noch Kosten für das Abheben am Geldautomaten aus. Bei genauerem Hinsehen allerdings entpuppt sich die Nutzung der Kreditkarte als Gebührenmonster. Das ist rechtlich selten anfechtbar, kann aber dazu führen, dass der Kreditkartennutzer sich finanziell übernimmt.

Achten Sie deshalb unbedingt darauf, ob die Kreditkarte wirklich kostenlos ist oder ob vielleicht nur das erste Jahr gebührenfrei ist. Die Charge Card der Deutschen Kreditbank (DKB) ist beispielsweise dauerhaft kostenlos. Außerdem kosten weder eine Partnerkarte noch eine Ersatzkarte zusätzliches Geld. Kreditkartenzahlungen sind mit der "DKB Visa Card" weltweit gebührenfrei und auch Bargeldabhebungen kosten überall auf diesem Planeten keinen Cent. Zur DKB Kreditkarte erhalten Sie sogar ein Girokonto und eine Girokarte kostenlos dazu. Mit 6,90 Prozent gehört der Dispozins des DKB-Girokontos zu den niedrigsten überhaupt.

Kreditkarten und Datenschutz

Mit Kreditkarten sind private Daten verknüpft, das ist nicht nur unverzichtbar, sondern aus Sicherheitsgründen sogar zwingend notwendig. Nur so kann die Nutzung von Kreditkarten eindeutig zugeordnet werden und nur so können diese vor Missbrauch bewahrt werden. Leider besteht, wie bei allen persönlichen Daten, die wir preisgeben, die Gefahr, dass diese ohne unser Wissen kommerziell genutzt werden.

Alle Kreditkartenfirmen, ob Visa, Mastercard, American Express oder Diners Club, stellen hohe Ansprüche an sich und den Datenschutz, einen Datenskandal könnten sich diese großen Unternehmen nicht leisten. Und auch hinter den Anbietern in aller Welt, die Kreditkarten von Visa und Mastercard offerieren, stehen Banken und Geldinstitute von Rang und Namen. Würden die Daten einzelner Kreditkarten oder ihrer Besitzer nicht gut genug geschützt, wäre das ein Skandal und Wasser auf die Mühlen der Kreditkartengegner. Das wollen Hersteller und Anbieter um jeden Preis vermeiden, ausschließen lässt sich dies selbstverständlich aber nicht.

Diese Kreditkartenarten vergleichen wir: Prepaid, Gold/Premium/Platin, Kreditkarten mit Teilzahlung und kostenlose Kreditkarten

Kreditkarten unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht, das ist bereits sichtbar geworden: Es gibt verschiedene Firmen und Anbieter, es gibt diverse Systeme und Kreditkartenmodelle, es gibt kostenlose Kreditkarten und Alleskönner. Damit Sie im Angebotsdschungel den vollen Durchblick behalten, haben wir uns auf die wichtigsten Modelle beschränkt. Im ersten Teil des finanzen.net-Kreditkartenvergleichs nehmen wir die besten Prepaid-Kreditkarten und die besten kostenlosen Kreditkarten unter die Lupe. Doch was unterscheidet die verschiedenen Kreditkartenarten eigentlich?

  • Prepaid-Kreditkarten bieten volle Kostenkontrolle und werden häufig auch an Minderjährige ausgestellt. Streng genommen sind Prepaid-Kreditkarten gar keine Kreditkarten, denn sie müssen immer wieder vom Besitzer aufgeladen werden. Durch das "Vorauszahlen" verliert dieser nicht so leicht den Überblick über seine Ausgaben, was das Risiko deutlich minimiert, Schulden anzuhäufen. Eine Schufa-Abfrage findet in der Regel nicht statt. Doch Vorsicht: Die Gebühren sind meist höher als bei "echten" Kreditkarten und das Aufladen ist oft umständlich.
  • Gold-/Premium-/Platin-Kreditkarten sind die sogenannten Alleskönner. Inhaber von Premium-Kreditkarten zahlen meist hohe Gebühren, erhalten im Gegenzug aber viele Zusatzleistungen. Gold-/Premium-/Platin-Kreditkarten sind jedoch nur geeignet, wenn das Konsumverhalten des Besitzers dazu passt. Doch Vorsicht: Der Versicherungsschutz ist nicht immer empfehlenswert und es lauern viele Kostenfallen.
  • Kreditkarten mit Teilzahlung (Revolving Cards) erlauben die flexible Rückzahlung des Kredits. Der Kunde kann die in einem Abrechnungszeitraum gesammelten Umsätze in Raten zurückzahlen und währenddessen weitere Umsätze tätigen, bis das Limit erschöpft ist. Doch Vorsicht: Verbraucherschützer warnen vor einer Schuldenfalle mit hohen Zinszahlungen.
  • Bei kostenlosen Kreditkarten wird keine Jahresgebühr fällig, die Gebühren im regelmäßigen Zahlungsverkehr oder am Geldautomaten sind niedrig (oder im besten Falle komplett kostenlos). Aufgrund der günstigen Grundausstattung fallen Zusatzleistungen wie ein Rabattsystem meist weg. Für den durchschnittlichen Kartennutzer ist eine kostenlose Kreditkarte aber völlig ausreichend. Doch Vorsicht: Die Angebote sind sehr unterschiedlich, oft lauern versteckte Gebühren.

Test: Die besten Kreditkarten im Vergleich


Welche Kreditkarte ist empfehlenswert, welche bietet günstige Konditionen? Die finanzen.net-Redaktion hat für Sie die Kosten, Leistungen und Besonderheiten ausgewählter Kreditkarten verglichen und übersichtlich gegenübergestellt.

» Die besten kostenlosen Kreditkarten im Vergleich
» Die besten Prepaid-Kreditkarten im Vergleich
» Die besten Reise-Kreditkarten im Vergleich

Bildquelle: Hamik / Shutterstock.com

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