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| Möglichkeiten
Das Potenzial von 3D-Druck
Die ganze Tragweite der 3D-Druck- Technologie wird der internationalen Öffentlichkeit allmählich bewusst.
| Vielversprechend?

Chancen und Kinderkrankheiten

Zeitungen und Magazine rund um den Globus berichten über die neue Technologie und ihre Möglichkeiten. Selbst US-Präsident Barack Obama erklärte in seiner Rede zur Lage der Nation im Februar, 3D-Druck habe das Potenzial, die gesamte Produktionsweise komplett zu revolutionieren. Einige glauben an einen gesamtwirtschaftlichen Umbruch, wie der amerikanische Journalist Chris Anderson. In seinem Buch "Makers" formuliert er die These: "Die Alleinherrschaft wird den Unternehmen, Regierungen und anderen Institutionen entrissen und an die normalen Leute übergeben." Auch politische Think Tanks, also nicht kommerzielle Organisationen und Institute wie der Atlantic Council, sehen im dreidimensionalen Druck das Potenzial für eine Veränderung des Weltwirtschaftssystems. In ihrer Analyse mit dem Titel "Könnte 3D-Druck die Welt verändern?" erklären die Experten, dass 3D-Druck Zulieferer- und Produktionsketten stark verändern könnte.

Für den 3D-Druck fehlen derzeit noch valide Einschätzungen zum Marktpotenzial. Die meisten Medienberichte stützen sich auf eine Studie von Wohlers Associates. Diese jährliche Analyse prognostiziert dem 3D-Markt weltweit ein Wachstum von 2,2 Milliarden Dollar im Jahr 2012 auf bis zu sechs Milliarden Dollar im Jahr 2017. Bis 2021 könnte sich der Markt sogar auf mehr als zehn Milliarden Dollar ausdehnen. Allerdings zeigt ein Vergleich: Selbst das würde weniger als einem Zehntel des Umsatzes des Konzerns Daimler im Jahr 2012 entsprechen.

Wie sich der Markt entwickeln wird, ist also noch fraglich. Einerseits erscheint es heute utopisch, dass flächendeckend Privatpersonen einen 3D-Drucker auf dem heimischen Schreibtisch stehen haben. Aber vor 20 Jahren waren auch das Internet und Smartphones fern der Realität - heute dominieren sie den Alltag. Ebenso unwahrscheinlich wirkt es heute, dass der gesamte Welthandel zukünftig auf den Kopf gestellt werden könnte, weil sich Autofahrer einen abgebrochenen Außenspiegel oder eine verlorene Schraube im 3D-Drucker einfach selbst neu herstellen, statt sie zu kaufen.




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Beinprothese: Breuninger/Fraunhofer IPA
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