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finanzen.netSpecial Edition
| Gehebelt
Handel mit Hebel und Margin
Bei CFDs handelt es sich um gehebelte Finanzinstrumente. Beim Handel mit CFDs partizipieren Anleger voll an der Entwicklung des Basiswerts, müssen aber zu Beginn nicht so viel Kapital investieren wie beim direkten Kauf des Basiswerts.
| Sicherheitsleistung

Margin und Margin-Call

Hebelwirkung bei CFDs: Direkter und effektiver Hebel

Je höher der Hebel ist, desto größer ist der Gewinn bei einem gleichbleibenden Kapitaleinsatz. Jedoch wirkt der Hebel auch in die andere Richtung: Je höher der Hebel ist, desto größer sind auch die Verluste, die eingefahren werden können.

Hohe Hebel sind daher nur für Profis im CFD-Trading geeignet, die sich über den Zusammenhang von Chance und Risiko bewusst sind. Anfänger sollten sich zunächst mit niedrigen Hebeln begnügen, damit die Verluste beim ersten CFD-Trade nicht gleich in extreme Höhen schnellen. Viele Broker bieten ihren Kunden auch die Möglichkeit an, den Hebel selbst zu wählen und somit auf ihr eigenes Risikoprofil abzustimmen. Bei anderen Brokern ist die Höhe des Hebels wiederum davon abhängig, welche Basiswerte über den CFD gehandelt werden sollen. Bei Aktien ist der Hebel in der Regel geringer als beispielsweise bei Indizes, die meist mit einem sehr hohen Hebel gehandelt werden können.

Wie hoch der Hebel bei einem CFD-Investment ist, hängt in erster Linie davon ab, wie hoch die Margin ist, die als Sicherheit für die eröffnete Position hinterlegt werden muss. Denn je kleiner die Margin ist, desto mehr Kapital kann über eine geringe Sicherheitsleistung bewegt werden und je höher ist damit auch der Hebel. Die Formel zur Berechnung des Hebels lautet daher auch

Hebel = 100 / (Margin in Prozent).

Dieser Hebel wird auch direkter Hebel genannt. Daneben gibt es noch den effektiven Hebel, der sich auf den gesamten Kontostand des CFD-Kontos bezieht und nicht nur auf das in einem Trade als Margin gebundene Kapital. Dieser Hebel ist abhängig von der Positionsgröße (Margin in Euro x direkter Hebel) und dem gesamten Kontostand.

Effektiver Hebel = Positionsgröße / Kontostand
bzw.
Effektiver Hebel = (Margin in Euro x direkter Hebel)/ Kontostand.

Der effektive Hebel ist in der Regel kleiner als der direkte Hebel, da sich auf einem Trading-Konto mehr Kapital befinden sollte, als nur das, dass als Margin für einen Trade eingesetzt wird. Die Wirkung des effektiven Hebels ist jedoch dennoch nicht zu unterschätzen. Wenn sich auf dem CFD-Konto beispielsweise 10.000 Euro befinden und damit eine Positionsgröße von 20.000 Euro gehandelt wird, ergibt das einen effektiven Hebel von zwei. Das heißt, wenn der Basiswert und damit auch die gehandelte Positionsgröße um 5 Prozent auf 21.000 Euro steigt, wurden mit dieser Position 1.000 Euro verdient. Bezogen auf den Kontostand ergibt dies ein Plus von 10 Prozent.

Da sich der effektive Hebel immer auf den gesamten Kontostand des CFD-Kontos bezieht, lässt sich die Höhe des effektiven Hebels leicht steuern: Er ist umso größer, je weniger Kapital sich auf dem CFD-Konto befindet und umgekehrt. CFD-Trader sollten jedoch nicht immer versuchen, ihre Positionen mit dem größtmöglichen direkten oder effektiven Hebel zu handeln, da diese, wie bereits angesprochen, nicht nur zu großen Gewinnen, sondern auch zu großen Verlusten führen können.




CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar, und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich möglicherweise nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls unabhängig beraten. Sie sollten auch die speziellen. Risikowarnung des jeweiligen CFD-Anbieters beachten. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.