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Gebühren beim ETF-Kauf in Kürze:

Um in einen ETF investieren zu können, wird ein Depotkonto benötigt
Beim Kauf von ETFs fallen Depotgebühren, Spread, Transaktionsgebühren, Börsengebühren und Verwaltungsgebühren an
Beim Kauf von ETFs fällt kein Ausgabeaufschlag an, da dieser über die Börse stattfindet
Die Gebühren für eine Investition in ETFs liegen im Normalfall unter denen für klassische Fonds
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Regeln für die Anlage in ETFs

Investieren in ETFs - Kauf und Gebühren

Beim Handel mit börsennotierten Indexfonds sollten Anleger neben dem aktuellen Kurs des ETFs immer auch die Gebühren im Blick behalten, die beim Kauf und Verkauf von ETFs, wie auch beim Handel von Fonds und anderen Wertpapierarten, an verschiedenen Stellen anfallen.

Gebühren für das Depot

Da für den Handel von ETFs ein Depot benötigt wird, sind dies zunächst einmal die Depotgebühren der entsprechenden Bank oder des Brokers. Bei dieser Gebühr handelt es sich um einen Pauschalbetrag, den der Anleger jährlich oder vierteljährlich an die Bank dafür bezahlt, dass diese ihm ein Depot zur Verfügung stellt. Einige Banken und Broker bieten kostenlose Depots an oder knüpfen die Höhe der Depotgebühren an den verwalteten Geldbetrag. Grundsätzlich fällt die Depotgebühr aber dafür an, dass überhaupt über die Bank gehandelt werden kann und ist nicht an einen bestimmten Wertpapiertyp geknüpft.

Gebühren beim Handel

Weitere Gebühren die immer beim Handel auftreten, sind der Spread und die Ordergebühren. Als Spread wird die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs bezeichnet. Wenn Anleger ETFs oder andere Wertpapiere kaufen, zahlen sie durch den Spread immer etwas mehr als das, was sie erhalten würden, wenn sie die gleichen Wertpapiere zur gleichen Zeit verkaufen würden. Der Spread ist normalerweise umso niedriger, je liquider der Handel ist, der mit dem betroffenen Finanzinstrument stattfindet. Bei ETFs liegt er in etwa so hoch wie bei Aktien.

Hinzu kommen bei jeder Transaktion auch Ordergebühren. Diese werden sowohl von der Depotbank als auch von der Börse für ihre Dienstleistungen erhoben. Bei der Bank fällt für jede Transaktion entweder eine pauschale Transaktionsgebühr an oder es werden Kosten in Höhe eines prozentualen Anteils am Ordervolumen fällig. Auch die Börse, an der die ETFs gekauft oder verkauft werden, erhebt eine zusätzliche Börsengebühr. Beim Kauf von ETFs über Xetra entspricht diese in etwa der Gebühr, die auch beim Aktienkauf anfällt, und liegt zwischen 0,95 und 2 Euro. Doch der Kauf über die Börse ist auch ein Vorteil von ETFs: Da die Indexfonds als Privatanleger nur über die Börse und nicht direkt von der Fondsgesellschaft gekauft werden können, fällt bei ihnen kein Ausgabeaufschlag an. Einen Ausgabeaufschlag gibt es nur beim direkten Kauf von Fondsanteilen über die entsprechende KAG, wie es bei klassischen Fonds normalerweise der Fall ist.

Verwaltungsgebühren bei ETFs

Einer der größten Vorteile von ETFs liegt jedoch in ihren Verwaltungsgebühren, die auch den wichtigsten Kostenpunkt bei Indexfonds und klassischen Fonds darstellen. Die Verwaltungsgebühren werden in der Regel mit den sonstigen Fixgebühren zusammengefasst und zusammen als Gesamtkostenquote mit dem englischen Begriff Total Expense Ratio (TER) angegeben. In der Total Expense Ratio sind bei ETFs wie auch bei klassischen Fonds die Kosten für die Fondsgeschäftsführung, das Portfoliomanagement, die Wirtschaftsprüfung und die Betriebskosten enthalten. Die entsprechenden Kosten werden auf Tagesbasis berechnet und vom Sondervermögen des Fonds abgezogen. Da ETFs jedoch kein aktives Management benötigen, liegt ihre TER deutlich unter der von klassischen Fonds.

So fällt für ETFs je nach Branche, in die sie investieren, eine durchschnittliche Verwaltungsgebühr von 0 bis 1 Prozent an. ETFs auf sehr liquide Indizes wie beispielsweise den DAX oder den Euro Stoxx 50 haben eine TER von nahezu 0 Prozent, während ETFs auf exotischere Märkte wie Schwellenländer eine TER von bis zu 0,95 Prozent aufweisen können. In diesem Bereich liegt auch die Gebühr für ETFs auf Rohstoff-Indizes, während Renten-ETFs mit einer TER von 0,1 bis 0,3 Prozent zu Buche schlagen. Die durchschnittliche Verwaltungsgebühr für klassische Publikumsfonds liegt dagegen in der Regel zwischen 0,8 und 2 Prozent. Hinzu kommt dann häufig auch noch ein Ausgabeaufschlag zwischen 3 und 5 Prozent.



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